Abenteuerliches Jahr 2014

SVH: Morddrohungen nach dem Klassenerhalt

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Erfrischender Auftritt: Torjäger Sammy Ammari kämpft im Sommer beim SV Heimstetten mit dem widerspenstigen Rasensprenger; jetzt wechselt er zum FC Ingolstadt und hofft auf eine Profikarriere.

SV Heimstetten - Der SV Heimstetten kämpft mit abenteuerlichen Gerüchten, trennt sich von Ex-Profi Göktan und entlässt Coach Elfinger.

Es ist vielleicht bezeichnend, dass sogar der größte Erfolg des SV Heimstetten im Jahr 2014 eine Menge Ärger nach sich zieht. Durch eine fulminante Aufholjagd in den letzten Wochen der vorigen Saison klettert der Regionalligaclub auf einen Nichtabstiegsplatz, ehe er am letzten Spieltag den Klassenerhalt bejubeln kann – trotz eines 3:4 in Schweinfurt.

Doch schon auf der Heimfahrt im Bus erreichen Manager Michael Matejka via Handy üble Beschimpfungen, später folgen gar Morddrohungen. Der Grund: Weil der SVH in Schweinfurt ein 3:1 in den Schlussminuten noch aus der Hand gegeben hat, wittern die Verantwortlichen und Anhänger der SpVgg Bayern Hof ein abgekartetes Spiel. Schließlich muss ihr Klub wegen des Schweinfurter Sieges in die Bayernliga absteigen.

In der Folge machen abenteuerliche Gerüchte bis hin zu Wettmanipulation die Runde, wobei der Verband auch nach eingehender Prüfung „keine Anhaltspunkte“ für eine Absprache findet. Zudem bezeichnet ein Experte der Firma Sportradar die in der Anzeige der SpVgg Bayern Hof erwähnten Wett-Gerüchte als „absurd“. Dennoch verbringt Matejka in diesen Tagen viel Zeit mit Telefonieren – so wie bereits im Februar. Da gibt der Verein das Ende seiner unheilvollen Beziehung mit Berkant Göktan bekannt. In neun Monaten bringt es der Ex-Profi auf sechs Minuten Einsatzzeit – aber auf zig Schlagzeilen und genau so viele Ankündigungen, jetzt aber wirklich durchstarten zu wollen.

In der neuen Saison scheint dann endlich Ruhe einzukehren: Heimstetten startet mit sieben Punkten aus vier Spielen und klettert auf Rang vier. Doch danach folgt eine grausige Serie von zehn Partien ohne Sieg inklusive Pokal-Aus, nur unterbrochen vom Rauswurf von Trainer Rainer Elfinger. Über die Gründe jenseits der sportlichen Talfahrt schweigen sich beide Seiten bis heute aus; Elfinger hat inzwischen einen neuen Job beim Bezirksligisten FC Erding angenommen.

In Heimstetten tritt derweil ein alter Bekannter in seine Fußstapfen: Vitomir Moskovic – von 2006 bis 2008 schon mal beim SVH – steht Mitte August erstmals an der Seitenlinie. Doch ehe er den ersten Sieg bejubeln kann, gehen acht Wochen ins Land. Dann aber holt sein SVH vier Dreier in Folge, kämpft sich aus dem Tabellenkeller und überwintert nun auf einem Relegationsplatz – mit vier Punkten mehr als noch vor einem Jahr.

Kurz vor Weihnachten drehte sich dann noch mal das Transferkarussell: Nach Marcel Ebeling und Slaven Jokic hat auch Top-Torjäger Sammy Ammari den SVH verlassen und hofft beim FC Ingolstadt den Sprung zum Profi zu schaffen. Zugleich kehrt Andreas Neumeyer zurück: Der 30-Jährige führte Heimstetten in der Aufstiegssaison 2012/13 als Regionalliga-Torschützenkönig auf Rang fünf und gilt nun als neuer Hoffnungsträger beim SVH.

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Quelle: fussball-vorort.de

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