Der einzig mögliche Weg

SVH: Neuausrichtung alternativlos

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Alles im Griff: Christoph Schmitt (links) als Trainer und Lennart Hasenbeck als Assistent übernehmen dem SV Heimstetten im Sommer.

SV Heimstetten - Ab kommenden Sommer stehen die Zeichen auf Umbruch in Heimstetten: Der zukünftige Trainer Christoph Schmitt und Manager Michael Matejka wollen wieder vermehrt auf die eigene Jugend setzen. Patrik Stäbler vom Münchner Merkur kommentiert die neuesten Entwicklungen rundum den SV.

Erinnert sich noch jemand an Berkant Göktan? Er war beim FC Bayern einst „das größte Talent im deutschen Fußball“ (O-Ton Franz Beckenbauer), danach Publikumsliebling bei den Löwen und trug schließlich das Trikot des SV Heimstetten– exakt sechs Minuten lang, ehe Spieler und Verein nach neun Monaten getrennte Wege gingen. Der Ex-Profi Göktan ist sicher das extremste, aber nicht das einzige Beispiel von Spielern, die in den vergangenen Jahren ihre Karriere beim SVH ausklingen ließen. Oder die – ihrer exklusiven Meinung nach – kurz vor dem Sprung zum Profi standen. Die Bindung zum Verein war in solchen Fällen, vorsichtig gesagt, eher locker.

Derlei Spieler will man in Heimstetten nun nicht mehr haben. Stattdessen, so kündigt es der Klub an, soll auf Kicker aus der Region und der eigenen Jugend gesetzt werden. Das ist ein löblicher Weg, und – das wird man beim SVH ungern hören – auch der einzig mögliche Weg. Denn Top-Spieler, die nach München umziehen, sowie jene Talente, die bei Bayern, Sechzig oder Haching aussortiert werden, zieht es anders als früher kaum mehr nach Heimstetten. Sie heuern lieber in Garching und bald wohl auch in Unterföhring an, weil diese Klubs den Nachbarn überflügelt haben.

Will der SVH nun reüssieren, ist eine Neuausrichtung unvermeidlich. Allerdings – und das ist der Knackpunkt – braucht es hierfür Geduld. Viel Geduld. Und man wird auch Zeiten des Misserfolgs durchstehen müssen. Das ist die eigentliche Herausforderung – für die bekannt anspruchsvollen Fans in Heimstetten, für den neuen Trainer und für die Abteilungsleitung.

Kommentar von Patrik Stäbler

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Quelle: fussball-vorort.de

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