Pullach weiß, "dass es verdammt schwer wird"

SVP-Coach Schmöller: "Natürlich wollen wir Meister werden!"

Frank Schmöller will das Duell gegen seinen Ex-Klub Heimstetten für sich entscheiden. FOTO: Brouczek

In der Vorwoche gab es schon wieder einen Titel zu bejubeln für den SV Pullach. Unter spanischer Sonne sicherte sich der amtierende Bayernliga-Meister durch einen 5:3-Erfolg über den 1. FC Frickenhausen den „Erdinger Super Cup“.

Als Gewinner der bayerischen Ausgabe des „Erdinger Meister Cups“ hatte sich Frank Schmöllers erfolgsverwöhnte Mannschaft ein einwöchiges Trainingslager in einem Vier-Sterne-Hotel im katalanischen Cambrils an der Costa Dorada erspielt. Dabei traf sie auf den Sieger aus Baden Württemberg. Feiern durfte am Ende natürlich Pullach.

Jedoch durchaus möglich, dass es die letzte Gelegenheit für einen längeren Zeitraum war. Denn ob die Schmöller-Elf auch diese Saison wieder als Titelträger beendet, ist fraglich. Mit einem Spiel mehr und einem Punkt weniger verbrachte der SVP die Winterpause auf Platz zwei hinter Schmöllers Ex-Verein SV Heimstetten. Echte Konkurrenten aber sind die beiden Klubs ohnehin nicht. Selbst bei einer erfolgreichen Titelverteidigung würden die „Raben“ erneut nicht in die viertklassige Regionalliga aufsteigen können. Der Grund ist seit Jahren derselbe: Pullach verfügt über keine regionalligataugliche Spielstätte, ein entsprechender Umbau ist nicht möglich, und ein Umzug in ein fremdes Stadion nach etlichen Absagen mittlerweile ad acta gelegt.

An Motivation aber mangelt es dem 51-jährigen SVP-Coach und seiner Mannschaft deshalb keineswegs, wie Schmöller beteuert: „Auch wenn wir in der Hinrunde schon einige Punkte haben liegen lassen, Heimstetten einen Lauf und Qualität hat und wir wissen, dass es verdammt schwer wird: Natürlich wollen wir wieder Meister werden!“ Dafür allerdings, betont Schmöller, „brauchen wir eine fast perfekte Rückrunde, 90 Prozent werden in keinem Spiel reichen“.

Umso bitterer, dass die Vorbereitung, abgesehen vom rundum gelungenen Trainingslager in Spanien, bislang eher holprig verläuft. Hierzulande konnte erst ein Testspiel absolviert werden (7:1 gegen Landesligist TSV Neuried), drei Partien indes mussten abgesagt werden. So auch der für dieses Wochenende angesetzte Test gegen die Regionalliga-Reserve des FC Augsburg. Nachdem die Begegnung zunächst von Samstag auf Sonntag verlegt worden war, wurde sie von den Schwaben gestern endgültig abgesagt. Für Schmöller „ein Schlag ins Kontor“.

Kurzfristig wird nun noch ein Testgegner für Mittwoch gesucht, auch um die Integration der Neuen voranzutreiben. Mit Maximilian Schuster steht zwar ein potenzieller Stammspieler berufsbedingt nicht mehr zur Verfügung, die restlichen Abgänge jedoch fielen unter die Kategorie Ergänzungsspieler. So erklärt der SVP-Coach, dass man alleine durch den Zugang des 20-jährigen Stürmers Simon Ollert, der vom FC Memmingen kam, „qualitativ zugelegt“ habe. Zudem kamen noch Tormann Marko Kontarevic sowie Mittelfeldspieler Yasin Tüy, dem Schmöller „Qualität und Potenzial“ bescheinigt. Derzeit deutet einiges darauf hin, dass Schmöller und der unentbehrliche Sportliche Leiter Theo Liedl noch eine weitere Saison anhängen werden. Der SVP wird also auch in der nächsten Spielzeit wieder ein ernsthafter Titelkandidat in der Bayernliga sein. Soll doch der „Erdinger Super Cup“ nicht der letzte Titel für Schmöller und sein Team gewesen sein.

Quelle: fussball-vorort.de

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