Stimmen zur Neuried-Absage

SVP-Manager Liedl stellt Regionalliga-Aufstieg in Frage

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Bedrückte Gesichter: Theo Liedl (li.), Michael Hofmann (Mitte) und Frank Schmöller (rechts) müssen sich vom Projekt "Regionalliga-Fußball in Neuried" verabschieden.

SV Pullach - Der TSV Neuried hat sich gegen eine Verpachtung des Vereinsgeländes an den SV Pullach entschieden. Somit müssen sich die Verantwortlichen des SVP nach neuen Möglichkeiten zur Realisierung des Regionalliga-Aufstieges umsehen. Wir waren in den Pullacher Reihen auf Stimmenfang.

Die Nachricht dürfte für die Fußballer des SVP durchaus ernüchternd gewesen sein. Der Plan, im neuen Jahr auf dem Gelände des TSV Neuried Regionalliga-Fußball zu spielen, muss ad acta gelegt werden. Für Trainer Frank Schmöller soll die bittere Nachricht jedoch keine Auswirkungen auf die sportliche Leistungsfähigkeit seiner Mannschaft haben. Auch Mittelfeldspieler Andreas Roth schlägt in die gleiche Kerbe und sieht in der Neurieder Absage keine Konsequenzen für den Traum von der Meisterschaft.

Etwas anders stellt sich die Lage für Theo Lidl dar. Der Manager fragt sich, ob es für einen kleinen Verein, wie den seinen, überhaupt im Bereich des Möglichen liege, die Auflagen für die Regionalliga zu stemmen. Ein weiteres Problem könnte in den Augen von Torwart Michi Hofmann durch etwaige Abwanderungsgedanken, vor allem junger Spieler, entstehen, die sich das Ziel Regionalliga anderenorts erfüllen wollen.

Die Stimmen im Überblick:

Frank Schmöller (Chef-Trainer):

Mit dem Plan, in Neuried zu spielen, ist nun leider der erste Versuch unserer Bemühungen gescheitert. Das ist zwar schade, aber wir arbeiten bereits eifrig an neuen Optionen. Ein großes Lob möchte ich hierbei dem TSV Neuried ausstellen, der sehr viel Zeit und Mühe in die Prüfung der Möglichkeiten gesteckt hat. Respekt für diesen Aufwand. Die Verantwortlichen hätten ja auch gleich sagen können, dass die ganze Sache eh keinen Sinn mache und sich somit die Arbeit sparen können. Sportlich befürchte ich durch die Absage keinerlei Auswirkungen. Wir befinden uns stets in einem offenen Dialog mit den Spielern und die Mannschaft war auch frühzeitig über die Entwicklung informiert. Alle werden weiter Gas geben.

Michael Hofmann (Torwart): 

Wir müssen uns jetzt aufs Sportliche konzentrieren und versuchen, den positiven Lauf aus der Hinrunde auch weiterhin fortzuführen. In Verbindung mit der schweren Verletzung von Niklas Mooshofer ist das natürlich ein Rückschlag. Aber in solchen Fällen heißt es, Lösungen zu finden. Ich persönlich will immer gewinnen und wir dürfen uns am Ende nicht vorwerfen lassen, dass wir den Aufstieg sportlich vergeigt haben. Allerdings kann ich mir schon vorstellen, dass so manch einer von den jungen Spielern sich jetzt Gedanken macht, ob er mit dem SV Pullach wirklich die Möglichkeit hat, Regionalliga-Fußball zu spielen. Aber wir müssen diese Sachen ausblenden und dürfen nicht in ein Loch fallen. Sollte es am Ende wirklich um "nichts" mehr gehen, kann es schon sein, dass ich das eine oder andere Spiel einem jüngeren Keeper den Vortritt lasse.

Theo Liedl (Manager): 

Die Wende kam in meinen Augen, als die offizielle Platzbegehung mit dem Bayerischen Fußball Verband (BFV) stattfand. Danach hat der TSV Neuried das Für und Wider unseres Projektes nochmal neu abgewogen uns ist schlussendlich zu der Entscheidung gekommen, dass es für den TSV aus vielerlei Hinsicht keinen Sinn ergibt. Wir, vom SV Pullach, können diese Entscheidung auch zu 100 Prozent nachvollziehen. Man muss eh den Hut davor ziehen, was in diesem Sinne für Anstrengungen unternommen worden sind. Danke an unseren Nachbarn. Für uns stellt sich nur langsam die Frage, ob Regionalliga-Fußball in Pullach überhaupt machbar ist. Wir betreiben alle einen Riesen-Aufwand und ich sehe trotzdem fast keinen Weg, wie wir die Auflagen des Verbandes stemmen sollen. Das geht schon sehr stark in die Richtung Profi-Fußball und ist für einen kleinen Verein, wie den SVP, sehr schwer zu realisieren. Wir werden nichtsdestotrotz weiterhin alles versuchen und sind schon mit dem nächsten Partner in Gesprächen.

Andreas Roth (Spieler):

Das war jetzt nur eine von mehreren Möglichkeiten. Ich bin mir sicher, dass der Verein noch eine Lösung finden wird. Für uns Spieler spielt es auf dem Platz keine Rolle, ob wir die Möglichkeit haben in die Regionalliga aufzusteigen oder nicht. Wir wollen jedes Spiel gewinnen und auch nicht das gleiche wie letztes Jahr erleben, als wir uns am Ende noch leichtfertig die Meisterschaft haben nehmen lassen. Sowas passiert uns sicher nicht ein zweites Mal. Das ganze ist mehr eine Sache der Verantwortlichen und wird sich nicht auf unsere Leistungen in der Rückrunde auswirken.

 

Im Vorort-Interview zeigte sich Frank Schmöller vergangene Woche noch zuversichtlich, was die Pläne in Neuried angeht:

 

 

Quelle: fussball-vorort.de

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