SVP: „Wir versuchen es nächstes Jahr wieder“

Das Ende aller Träume: Der SV Pullach ist in der Aufstiegsrelegation zur Bayernliga Süd gescheitert.
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Das Ende aller Träume: Der SV Pullach ist in der Aufstiegsrelegation zur Bayernliga Süd gescheitert.

SV Pullach - Der Traum vom Aufstieg in die Bayernliga ist beim SV Pullach geplatzt. Im entscheidenden Spiel beim SC Fürstenfeldbruck scheiterten die „Raben“ an mangelnder Chancenverwertung.

Von Robert M. Frank

Pullach/Fürstenfeldbruck – Die Zuschauer rauften sich auf der Gegentribüne des TechnoMarkt-Stadions in Fürstenfeldbruck die Haare. Die Anhänger des SV Pullach haderten über die gerade eben ausgelassene Großchance von Stürmer Toni Rauch beim Relegations-Rückspiel zur Bayernliga. „Das war symptomatisch für unseren Saisonverlauf, als wir unsere Tore einfach nicht gemacht haben“, sagte SVP-Trainer Carsten Teschke nach der 0:1 (0:0)-Auswärtsniederlage in der entscheidenden zweiten Runde der Bayernliga-Relegation.

Während die Isartaler frustriert auf dem Platz saßen und vereinzelt auf der Auswechselbank kauerten, feierte der Gegner nur wenige Meter weiter den Aufstieg in die fünftklassige Bayernliga Süd. Besonders hart war das Scheitern nach dem 0:1 im Hinspiel, da der SVP im Rückspiel über weite Phasen das spielbestimmende Team war. Doch der defensiv ausgerichtete SCF nutzte seine Chance nach einer Ecke eiskalt. „Es ist einfach bitter, weil wir die besseren Möglichkeiten hatten“, sagte SVP-Manager Theo Liedl.

Bereits die Anfangsminuten gehörten den Gästen aus dem Isartal. Zweimal scheiterte Christian Duswald jedoch am stark aufgelegten SC-Torwart Michael Beck (3./6.). Erst nach einer Weile gewannen die Gastgeber etwas an Übergewicht und spielten sich Chancen heraus. Nach einem ersten Warnschuss (5.) kam es in der 19.?Minute zum ersten Aufreger vor dem Pullacher Tor, als ein Brucker den Ball an die Unterkante der Latte köpfte (19.). Das Spielgerät sprang nach unten, doch zunächst wusste Schiedsrichter Benedikt Öllinger nicht, ob der Ball die Torlinie überschritten hatte. Der Linienrichter half dem Unparteiischen und verweigerte das Tor.

Nach diesem Schock hatten die Gastgeber vor 932 Zuschauern im TechnoMarkt-Stadion bis zum Seitenwechsel ihre stärkste Phase. Bei den Kreisstädtern vergaben Thomas Krovinovic (31.), Christian Lippert (37.) und Patrick Feicht (45.+1) allerdings ihre Einschussmöglichkeiten. Aber auch die Pullacher „Raben“ hätten den ersten erlösenden Treffer erzielen können. Doch die Kopfbälle von Toni Rauch (24.) und Florian Königer (39.) nach hohen Hereingaben verfehlten ihr Ziel knapp.

Nach der Pause drückte Pullach aufs Brucker Tor. Doch der besagte Rauch verpasste zweimal aus aussichtsreicher Position freistehend vor dem Tor. Zunächst nach einer Flanke von Christian Duswald (50.). Wenig später setzte der Stürmer den Ball nach einer Hereingabe vor dem leeren Tor über den Brucker Kasten (55.). „Es tut mir leid für die Jungs. Wir hatten zweimal so ein Riesen-Ding als Chance“, so Teschke. Irgendwie wollte der Ball einfach nicht in das Tor der Hausherren. Auch nach einem Gewühl heraus trafen die Pullacher nicht das Gehäuse (58.). Kurz vor dem Spielende scheiterte zudem der eingewechselte Daniel Schmeer an Torwart Beck (87.).

Der SC Fürstenfeldbruck hingegen machte es nach einem von SVP-Torwart Gil Shohat parierten Freistoß (67.) bei der anschließenden Ecke besser. Thomas Krovinovic nutzte seine Chance und markierte per Kopf das Tor des Abends (68.).

Am Ende blieb den Pullachern, bei denen sich zu allem Überfluss auch noch Philipp Malige nach einem Zweikampf schwer an der Schulter verletzte, nur noch die Rolle des Gratulanten. „Ich gratuliere Fürstenfeldbruck zum Aufstieg. Wenn wir unsere Tore nicht machen, dann haben wir es einfach auch nicht verdient“, so Liedl.

Für den Angriff der SVP in der kommenden Saison nachlegen. „Wir versuchen, offensiv noch etwas zu machen“, so Liedl, der in Christian Reitter, Duswald, Rauch und Torwart Patrick Schünemann vier fixe Abgänge zu verzeichnen hat. Ein erster Schritt ist bereits getan. Neben Orhan Akkurt gab Liedl nach der Partie den nächsten prominenten Neuzugang bekannt. Maximilian Schuster von der SpVgg Unterhaching II wird in der kommenden Saison bei den Raben spielen, um den nächsten Anlauf zur Bayernliga starten. „Wir werden es nächstes Jahr wieder probieren“, kündigt Liedl an.

Quelle: fussball-vorort.de

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