Richtungsweisendes Spitzenduell

Tabellenführer SVH empfängt ärgsten Verfolger Vilzing

Manuel Duhnke beginnt für den nicht einsatzbereiten Dominik Schmitt. Foto: Archiv

Schön langsam braucht es einen Taschenrechner, um bei der Erfolgsserie des SV Heimstetten den Überblick zu behalten. Bereits 14 Partien am Stück hat der Bayernligist nicht mehr verloren; fast noch beachtlicher aber ist die Torbilanz: In 22 Spielen hat die Mannschaft satte 63 Treffer markiert – mehr als jeder andere bayerische Klub in den fünf höchsten Ligen.

Dabei kamen vor allem die Fans im heimischen Sportpark auf ihre Kosten: Hier ist der SVH noch unbesiegt und hat in elf Duellen stolze 38 Treffer erzielt. Oder anders ausgedrückt: Daheim trifft die Offensive um die Dauertorschützen Sebastiano Nappo, Lukas Riglewski und Orhan Akkurt im Schnitt alle 26 Minuten ins Schwarze. Umso mehr verwundert es, dass der Spitzenreiter in Sachen Zuschauer im unteren Drittel der Bayernliga herumkrebst – nicht mal 200 Besucher verirren sich durchschnittlich in den Sportpark.

Am Samstag freilich sollten es ein paar mehr werden, denn das letzte Heimspiel des Jahres um 14 Uhr gegen die DJK Vilzing ist ein echtes Spitzenduell. So rangieren die Gäste auf Tabellenrang drei, fünf Zähler hinter den punktgleichen SV Heimstetten und SV Pullach. Da Letzterer wohl erneut keine Regionalligalizenz beantragen wird, könnte das Spiel am Samstag schon richtungsweisend sein: Bei einem Sieg hätte der SVH acht Zähler Vorsprung auf den ärgsten Verfolger im Kampf um den direkten Aufstiegsplatz.

Allerdings – und das vergisst man leicht angesichts der Serie der Gastgeber – ist auch Vilzing seit Wochen in Topform: In den letzten sechs Partien hat die DJK genau so viele Punkte geholt wie der Tabellenführer, nämlich 14 von 18 möglichen. „Das ist eine richtig gute Mannschaft, die wenig liegen gelassen hat“, warnt SVH-Trainer Christoph Schmitt. „Vilzing ist aggressiv und kampfstark, darauf müssen wir uns einstellen.“

Personell steht bei seiner Elf noch ein Fragezeichen hinter Lukas Riglewski; sicher fehlen werden Samed Aladdinoglu, Daniel Steimel und Dominik Schmitt. Für Letzteren wird wohl Manuel Duhnke beginnen; auf Steimels Stammposition dürfte erneut Paul Thomik auflaufen. Den etatmäßigen Außenverteidiger hatte Schmitt vergangene Woche ins rechte Mittelfeld beordert, „weil ich mich erinnert habe, dass er in der Jugend dort gespielt hat, als wir noch gegeneinander angetreten sind – er bei Bayern und ich bei den Löwen“. Das Experiment habe sich beim 5:3 in Holzkirchen ausgezahlt: „Paul hat seine Sache dort sehr gut gemacht“, lobt der Coach. „Von daher gibt es da keinen Grund, etwas zu ändern.“ 

Voraussichtliche Aufstellung: Riedmüller, Beierkuhnlein, Wellmann, Hintermaier, Mömkes, Regal, Duhnke, Thomik, Date (Riglewski), Nappo, Akkurt.

Quelle: fussball-vorort.de

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