Bei Haching läuft's einfach

Taffertshofer warnt: "Haben noch nichts erreicht!"

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Ulrich Taffertshofer will mit dafür sorgen, dass die aktuelle Entwicklung seiner Hachinger so weiter geht.

SpVgg Unterhaching - Nicht nur im Pokalspiel beim Bezirksligisten Haidhausen, sondern auch in der Liga läuft es bei der SpVgg Unterhaching seit geraumer Zeit richtig rund.

Etwas bedenken hatte es bei der SpVgg Unterhaching vor dem Pokalspiel beim Bezirksligisten SpVgg 1906 Haidhausen schon gegeben. Wird man sich vielleicht auf dem kleinen Kunstrasenplatz in München gegen einen Klub mit dem einen oder anderen Ex- Hachinger in seinen Reihen etwa blamieren?

Die Frage war beim souveränen 7:0 (4:0) schnell beantwortet. Nachdem die Hachinger durch zwei Tore von Dominic Reisner (1.) und Orestis Kiomourtzoglou (12.) führten und der Gegner wegen einer Roten Karte (16.) in Unterzahl agierte, waren die Zweifel schnell vom Tisch. „Das super-schnelle Führungstor hat uns natürlich in die Karten gespielt. Wenn es länger ausgeglichen gewesen wäre, hätte es spannend werden können“, sagte SpVgg-Trainer Claus Schromm. Die Ansage von SpVgg-Präsident Manfred Schwabl vor dem Spiel in der Kabine, ein frühes Tor zu schießen, wurde nach 28 Sekunden umgesetzt. „Da haben sie mir gut zugehört“, sagte Schwabl.

Von den ungewohnten Verhältnissen mit einem engen Spielfeld, dicht gedrängten Zuschauern am Spielfeldrand sowie einer aufgeregten Innenstadt-Kulisse auf der direkt am Spielfeld angrenzenden Sankt-Martin- Straße mit laut hupenden Pkw und Betonmischern ließ sich die Mannschaft nicht rausbringen. „Es hat Spaß gemacht hier zu spielen, auch wenn es auf dem engen Feld sehr schwierig war. Wir haben es gut angenommen“, befand Mittelfeldspieler Ulrich Taffertshofer.

Ähnlich wie gegen Haidhausen nehmen die Hachinger auch in der Liga seit Anfang August ihre Aufgaben gut an. Von den ersten vier erfolglosen Spielen haben sich die Hachinger längst rehabilitiert. Die seit fünf Partien ungeschlagenen Rot-Blauen haben wie zuletzt beim 5:0 in Memmingen jüngst auch Ausrufezeichen gesetzt. Es läuft nach der anfänglichen Durststrecke rund in Haching.

„Es war ein Prozess, der zu erwarten war. Am Anfang der Saison hatten wir eine komplett neue Mannschaft. Die Spieler waren damals sehr mit sich selbst beschäftigt. Jetzt machen sie ihren Job gut und haben zusätzlich noch ein Auge für das Spiel übrig“, versucht SpVgg-Trainer Claus Schromm die Gründe für den Umschwung bei den zuletzt in der Liga fünf Mal in Serie ohne Gegentor gebliebenen Rot-Blauen zu erklären. „Wir verstehen uns auf dem Platz immer besser“, sagt Ulrich Taffertshofer. Mit nur sieben Gegentoren hat der aktuelle Tabellensechste zusammen mit dem FC Bayern II den Spitzenwert der Liga inne.

Neben der starken Defensivleistung scheint mittlerweile auch die mangelnde Chancenverwertung verbessert worden zu sein. „Wir nutzen unsere Chancen besser als am Anfang der Saison“, befindet Taffertshofer. Die jungen Hachinger wollen sich fortan aber nicht auf dem Erfolg ausruhen und bleiben weiter hungrig. „Wichtig ist, dass die Entwicklung so weiter geht. Wir müssen weiter hart arbeiten. Geschenkt wird einem in der Liga nichts. Wir haben noch nichts erreicht und dürfen uns jetzt nicht blenden lassen“, fordert Taffertshofer.

Quelle: fussball-vorort.de

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