Taktischer Winkelzug bringt den erhofften Erfolg

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Der TSV Eching marschiert unaufhaltsam weiter.

Eching – Der TSV Eching marschiert unaufhaltsam weiter: Mit 4:1 (3:1) fegte der Spitzenreiter den TuS Geretsried vom Platz und unterstrich damit erneut seine Aufstiegsambitionen.

Die Fußball-Geschichte lehrt: Jede Serie reißt irgendwann einmal. Auch in der BOL, in der Echings Gastgeber Geretsried daheim bisher noch ungeschlagen war und seine Torgefährlichkeit gerade in Heimspielen eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatte.

Schlechte Karten also für den TSV? Mitnichten, denn das clevere Trainergespann der Zebras, Ivo Bacic und Romeo Edsperger, hatte durchaus Schwachpunkte beim Gegner ausgemacht: „Geretsried hat massive Probleme auf der rechten Außenverteidigerposition, auf der oft viel zu langsam agiert wird.“ Das Rezept von Bacic war daher, „einen schnellen Spieler wie Peter Enckell gegen den rechten TuS-Verteidiger zu stellen.“ Und diese Taktik ging blendend auf: Kaum wurden die Akteure auf dem Rasen so richtig warm, gelang Fabi Hrgota bereits das schnelle Führungstor (12.). Der Zebra-Stürmer hat einfach die eingebaute Tor-Garantie in dieser Saison. 

Hrgota verzückt seinen Trainer

Statistik

TuS Geretsried - TSV Eching 1:4

Aufstellung: Kozel – Schindler (55. Deutschmeyer), Ehbauer, Züfle, Edlböck – Bircan, Potenza, Rödl, Enckell – N. Hoffmann (70. J. Hoffmann), Hrgota (85. Staudigl).

Tore: 0:1 Fabijan Hrgota (12.), 0:2 Niklas Hoffmann (20.), 1:2 (31.), 1:3 Peter Enckell (42.), 1:4 Fabijan Hrgota (83.).

Zuschauer: 200. Schiedsrichter: Daniel Pollinger (TSV Milbertshofen).

Bacic war begeistert: „Obwohl Hrgota durch seine Gegenspieler ständig attackiert wurde und sein Aktionsradius dadurch begrenzt war, konnte er diesen Treffer schön herausspielen.“ Eching zog sich nicht zurück, sondern drückte weiter auf die Tube. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Niklas Hoffmann erhöhte schon kurze Zeit später auf 2:0 (20.). Überhaupt erspielten sich die Zebras in dieser Phase des Spiels zahlreiche gute Torchancen, die aber ungenutzt blieben: „Normalerweise hätten wir in diesem Abschnitt unsere Möglichkeiten wesentlich konsequenter nutzen und mindestens 4:0 führen müssen“, wird Trainer Bacic später zu Protokoll geben. Geretsried kam zwar zwischenzeitlich zum Anschlusstreffer (31.), doch der Echinger Angriffswirbel ging unaufhaltsam weiter: Enckell erhöhte schließlich kurz vor der Halbzeit auf 3:1 (42.).

TSV gab Partie aus der Hand ohne bestraft zu werden

Nach dem Pausentee gab es dann allerdings einen Bruch im Spiel: „Eigentlich wollten wir nahtlos an die erste Hälfte anknüpfen, doch dann haben wir absolut unclever gespielt.“ Im Klartext bedeutet das: „Der Ball lief nicht mehr so gut durch unsere Reihen, und wir haben Zweikämpfe nicht mehr gewonnen.“ Geretsried kam besser ins Spiel und zeigte dem TSV zumindest in Ansätzen, warum sie bis dato zuhause ungeschlagen waren. Doch das Aufbäumen des TuS blieb ohne Folgen: „Sie haben uns schließlich nicht an die Wand gespielt“, sagtee Bacic später. Den Schlusspunkt setzte erneut Hrgota, der alleine auf den Geretsrieder Schlussmann zulief und zum 4:1-Endstand einschieben konnte (83.). Die Spielanalyse von Ivo Bacic fiel durchwegs positiv aus: „Wir haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Unser Spiel verlief nicht nur taktisch einwandfrei, sondern war auch von außen sehr schön anzuschauen.“

js

Quelle: fussball-vorort.de

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