„Es war tatsächlich eine Frage des Kopfes“

Die Statistik lässt sich unterschiedlich interpretieren

Pullach - Der Aufwärtstrend stimmt Theo Liedl, Manager des SV Pullach, optimistisch fürs Landkreis-Derby gegen den FC Unterföhring.

Von Umberto Savignano

Pullach - Nach zwei Siegen in Folge ist der SV Pullach zwar noch längst nicht aus dem Schneider. Gerade mal einen Punkt beträgt der Vorsprung auf die Abstiegszone. Doch das Selbstvertrauen steigt zusehends. Selbst der neue Landesliga-Spitzenreiter FC Unterföhring, der am Samstag (15 Uhr) an der Gistlstraße gastiert, kann die Raben nicht erschrecken. „Ich habe keine Angst vor Unterföhring“, sagt SVP-Sprecher Walter König, und Manager Theo Liedl ergänzt mit einem Blick in die Geschichte dieses Münchner Landkreis-Derbys Süd gegen Nord: „Gegen die haben wir noch nie schlecht ausgesehen.“

Allerdings war der FCU auch noch nie so stark. Gerade erst in die Landesliga aufgestiegen und mit dem Ziel Klassenerhalt angetreten, nutzte der Neuling seinen bemerkenswerten Lauf zuletzt mit Siegen über die Profi-Reserven aus Burghausen (3:1) und Augsburg (2:0) zum Sprung an die Spitze. Und das, obwohl man in zehn von 16 Partien auswärts antreten musste. Seit dem 14. August sind die Unterföhringer ungeschlagen, gewannen in dieser Zeit acht von zehn Spielen. Doch es gibt auch einen Aspekt der Statistik, der den Pullachern Mut machen könnte: Zwei von drei Niederlagen in der Startphase der Saison kassierte der FCU bei Kellerkindern der Liga, bei Schlusslicht Gerolfing und dem Vorletzten Thannhausen. Doch nackte Zahlen und Fakten treten an der Gistlstraße derzeit ohnehin weit hinter einen deutlich fühlbaren Aufwärtstrend zurück. Das 1:0 gegen Fürstenfeldbruck und das 2:0 in Thannhausen sind Belege für eine wiedererlangte Stabilität in der Defensive. Zudem freut man sich beim SVP besonders über die zwei Treffer von Toni Rauch in Thannhausen, mit denen dieser eine fast ewig währende Durststrecke beendete. Nach drei Spielen hatte der Stürmer schon fünfmal getroffen, danach bis zu diesem 16. Spieltag gar nicht mehr. „Ganz wichtig, dass bei ihm der Knoten endlich geplatzt ist“, findet König.

Für Liedl zeigen die jüngsten Auftritte vor allem eines: „Die Qualität haben wir. Es war offenbar tatsächlich eine Frage des Kopfes.“ Und weil der bei den Spielern nun wieder viel weiter oben steht, setzt der Manager auf eine Fortführung der Erfolgsserie: „Wir haben jetzt zwei Heimspiele, gegen Unterföhring und danach gegen Markt Schwaben. Da erhoffe ich mir sechs Punkte, und dann sind wir wieder bei den Leuten.“

SV Pullach: Shohat - Benzinger, Malige, Königer, Berchtold, Schuff, Knapic, Cukur, Duswald, Schlichting, Rauch

Quelle: fussball-vorort.de

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