Teschke: "Lappe ist ein Torjäger vor dem Herrn"

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Keeper Robert Mayer möchte baldmöglichst wieder lachen. Er und seine Rosenheimer möchten nach der 0:2-Pleite eine Trendwende gegen den FC Ingolstadt 04 II schaffen.

TSV 1860 Rosenheim - Dirk Teschke und Joe Albersinger haben eines gemeinsam: beide haben sie einst beim SC Fürstenfeldbruck gearbeitet, sie kennen sich gut. Hatten aber zuletzt nicht mehr allzu viel Kontakt.

Am heutigen Mittwoch (18.30) stehen sie sich in Ingolstadt als Konkurrenten gegenüber, Teschke als Coach des TSV 1860 Rosenheim, Albersinger als U23-Trainer des Zweitligisten FC Ingolstadt. Und beide wollen sie nur eines: Dem anderen ein Schnippchen schlagen, sich möglichst die drei Punkte sichern am zweiten Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern.

0:2 gegen Memmingen tat weh

Auf wem der größere Druck lastet, ist schwer zu sagen. Beide haben am ersten Spieltag nicht gewonnen, Albersinger aber immerhin nach 0:2-Rückstand noch einen Punkt mitgenommen vom FV Illertissen. Nun wird natürlich ein Heimsieg erwartet von ihm und seiner jungen Truppe. Teschke dagegen hat mit seinen Rosenheimern den Auftakt verpatzt, das 0:2 gegen Memmingen „hat am Samstag weh getan, da waren wir alle enttäuscht“, so der Coach. Inzwischen habe man das Spiel analysiert und ist zu der Erkenntnis gekommen: „Wenn wir, wie in der zweiten Hälfte, unsere Tugenden einbringen, dann können wir sicher in der Regionalliga mithalten.“

Teschke: "Lappe ist ein Torjäger vor dem Herrn"

Auch Albersinger konnte mit seinen Ingolstädtern nur mit Hälfte zwei zufrieden sein. „Da haben wir mehr investiert, unsere Nachlässigkeiten der ersten Halbzeit wett gemacht.“ Und zwei Treffer erzielt, durch Karl-Heinz Lappe. „Das ist ein Torjäger vor dem Herrn“, weiß Teschke über den 24-Jährigen, der auch schon viermal in der 2. Liga zum Einsatz gekommen ist. Die Sechziger-Abwehr ist also gewarnt, ein Routinier wie Christian Hofmann wäre da Gold wert, doch hinter dessen Einsatz steht weiter ein großes Fragezeichen.

Teschke bangt auch um Kapitän Michael Kokocinski

Sicher ausfallen wird neuerlich Florian Hofmann, Teschke bangt auch um Kapitän Michael Kokocinski, der am Montag das Training wegen Knieproblemen abbrechen musste, und um Dominik Haas, der nur Laufübungen absolvieren konnte. Ob Frederik Schramme mit seiner Platzwunde, die er im Spiel gegen Memmingen erlitten hat, auflaufen kann, muss der Arzt entscheiden. „Es gibt noch vier, fünf Unklarheiten“, sagt Teschke. Ein Kandidat für die Startformation ist der zuletzt nur eingewechselte Danijel Majdancevic, der das Angriffsspiel beleben könnte.

„Wir werden die Lehren aus dem Memmingen-Spiel ziehen“, verspricht der Trainer, „müssen auftreten wie in der zweiten Halbzeit und die Fehler abstellen, dann sollte zumindest ein Teilerfolg möglich sein.“ Tipps kann er sich auch von Neuzugang Matthias Haas holen, der in der vergangenen Saison zum U23-Kader des FC Ingolstadt gehörte, einen Großteil der Mannschaft also bestens kennt.

Vom Kollegen Albersinger dagegen wird Teschke nichts erfahren. Noch nicht. „Nach dem Spiel werden wir sicher wieder mehr Kontakt haben“, glaubt der Sechziger-Coach. Schließlich wolle man sich austauschen, über künftige Gegner gegenseitig informieren. „Man muss sich ein Netzwerk aufbauen, um an die nötigen Infos zu kommen.“ Und was liegt da näher, als sich mit einem alten Weggefährten kurz zu schließen. Der zudem schon ein Jahr Erfahrung hat in der Regionalliga. Doch bis zum Schlusspfiff wird sich der Kontakt wohl auf eine kurze Begrüßung beschränken.

von Reinhard Hübner

Quelle: fussball-vorort.de

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