Ein teuer erkaufter Sieg

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Zittern um Ludwig Huber: Farchets Mittelfeldkicker verletzte sich in Landsberg schwer am Knie. Die genaue Diagnose erfolgt noch.

Landsberg/Wolfratshausen - Mit dem 2:1-Erfolg beim TSV Landsberg etabliert sich der BCF Wolfratshausen an der Tabellenspitze. Im Vordergrund steht allerdings die schwere Knieverletzung von Mittelfeldspieler Ludwig Huber.

Statistik:

TSV Landsberg – BCF Wolfratshausen 1:2 (0:1)

BCF Wolfratshausen: Demmel – S. Kluge, Taffertshofer, Kasperek, Rauch, Panholzer (72. Scheck), Miedl, Murböck, Huber (58. Pratz), Amanquah (78. Haschke), Fischer.

Tore: 0:1 (6.) Miedl, 1:1 (47.) Strohhofer, 1:2 (90+4) Miedl. –

Schiedsrichter: Philip Rank (München);

Glimpfliche Verletzungen gibt es in Farchet offenbar nicht mehr. Wenn es einen Kicker der Flößerstädter erwischt, dann meistens gleich richtig. Mit Michael Pföderl und Werner Schuhmann beklagt der Ballclub den schmerzlichen Ausfall zweier wichtiger Offensivspieler für wenigstens die Dauer der Vorrunde. Am Samstag fand auch Ludwig Huber Aufnahme in der Abteilung Langzeitverletzte. Nach knapp einer Stunde Spielzeit war es passiert: Der Neuzugang aus Unterhaching deckte den Ball ab und verdrehte sich das Knie in der Bewegung. Anfang dieser Woche erhält Coach Andreas Brunner Aufschluss darüber, ob sich seine inständige Hoffnung – „nur ein Innenbandriss“ – bestätigt, oder aber das Grauen eines jeden Fußballer Gestalt annimmt: „Kreuzbandriss ist schon auch eine Option“, ergänzte der Übungsleiter gefrustet. Im Optimalfall fehlt Huber den Wolfratshausern für sechs Wochen.

Da geriet der dritte Auswärtssieg der Saison schnell zur Nebensache. Das Match erinnerte Brunner an das des Vorjahres, als seine Equipe sich etliche Großchancen erarbeitet hatte, aber 0:2 unterlegen war. Jetzt waren die Rollen vertauscht: Landsberg scheiterte mehrmals an BCF-Keeper Franz Demmel, der eigenen Abschlussschwäche und dem Außenpfosten. Brunner fehlte allerdings die Motivation, sich für den „glücklichen Sieg“ zu entschuldigen. Der 44-Jährige wunderte sich vielmehr über seine wackelige Defensive. Die nämlich hatte „nicht zur gewohnten Stabilität gefunden“, konnte die Landsberger Angriffe „nicht unterbinden, die Passwege nicht zustellen“.

Auch der frühe Führungstreffer von Michael Miedl gab den Gästen keine Sicherheit. „Wir waren einfach nicht kompakt genug“, bemängelte Brunner. Einfacher wäre es geworden, hätte Franz Fischer kurz vor dem Seitenwechsel seinen Hochkaräter überlegt, statt mit kernigem Vollspann abgeschlossen. So aber folgten gleich nach Wiederbeginn Landsbergs Ausgleichstreffer durch Strohhofer, das große Pech Hubers und eine Reihe guter Chancen der Lechstädter. Nackenschläge, die den Farchetern unterm Strich nichts anhaben konnten. Sie überstanden die brenzligen Momente, streiften ihre Komplexe ab und durften etwa ab Minute 75 auf einen Auswärtssieg hoffen. Der jedoch ließ mächtig auf sich warten. Erst in der vierten Minute der Nachspielzeit kam erneut Michael Miedl angesaust und versenkte die Ablage von Fischer im TSV-Gehäuse.

Von Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

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