Eishockey Meisterrunde

TEV Miesbach: Vize-Meister mit erhobenem Haupt

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Abschied von den Fans: Trotz der 2:5-Niederlage gegen Füssen erhielten die TEV-Spieler von den Anhängern viel Applaus. 

Der TEV Miesbach hat gegen den EV Füssen das vierte Duell der Meisterrunde verloren - auch wegen einer umstrittenen Strafe. Coach Kathan war dennoch zufrieden.

Miesbach – Kurz überwog die Enttäuschung beim TEV Miesbach, als im dritten Drittel des vierten Duells um die bayerische Meisterschaft gegen den EV Füssen feststand, dass es den Miesbachern nicht mehr gelingen würde, den Rückstand wettzumachen. So jubelten am Ende die Gäste aus dem Allgäu über den Titel. Dennoch konnten sich die Kreisstädter erhobenen Hauptes in die Sommerpause verabschieden, denn sie haben eine starke Saison gespielt.

Die Situation vor dem Spiel: TEV Miesbach muss gewinnen: Kathan: „Es muss nicht sein, dass Füssen bei uns feiert“

TEV Miesbach: Vize-Meister mit erhobenem Haupt

Im Dezember 2018 hatte dem TEV kaum jemand zugetraut, bis Ende März um den Aufstieg und die Meisterschaft mitzuspielen. Doch die Rot-Weißen nahmen eine sehr positive Entwicklung. Angesichts des niedrigen Durchschnittsalters können sich die Anhänger schon jetzt auf die neue Spielzeit freuen.

„Es war eine leidenschaftliche Serie. Wir haben die Erfahrung und Klasse der Füssener mit Leidenschaft wettgemacht“, lobte TEV-Coach Peter Kathan. „Ich kann der Mannschaft nur ein Kompliment machen, wie sie sich präsentiert hat. Wir können stolz sein auf eine starke Saison und die Vize-Meisterschaft.“ An der erfolgreichen Serie habe auch Simon Steiner seinen Anteil, betont Kathan. „Ich hoffe, dass es nächste Saison so weiter geht.“

Wie Kathan hat auch Top-Scorer Bohumil Slavicek bereits seine Zusage für die neue Spielzeit gegeben. Wie es mit Filip Kokoska weitergeht, entscheidet sich in den nächsten beiden Wochen.

Beim vierten Spiel der Finalserie erwischte der TEV eigentlich einen perfekten Start. Keine 60 Sekunden waren gespielt, als Slavicek die Verwirrung in Füssens Hintermannschaft zum 1:0 nutzte. Die Miesbacher warfen alles in die Waagschale und spielten aggressiv. So kam es über 60 Minuten auch immer wieder zu Nickeligkeiten auf beiden Seiten.

Der Bericht vom dritten Spiel: EV Füssen übernimmt die Führung

TEV Miesbach: Vorentscheidung nach umstrittener Strafe

Eine kleine Vorentscheidung war die Spieldauerstrafe gegen Florian Feuerreiter im zweiten Drittel, der seinen Gegenspieler mit angelegtem Arm in der Rundung checkte. Diesem fehlte die Körperspannung, und der Kopf war unten, sodass er sich dabei verletzte. Die harte Strafe gegen Miesbach war also umstritten.

Die routinierten Gäste nutzten das Powerplay, um die Partie mit zwei Überzahl-Treffern binnen einer Minute zu drehen. Bei einem Break in Unterzahl scheiterte Slavicek auf dem Weg zum Ausgleich am Keeper der Gäste. Auf der anderen Seite konnten die Miesbacher zu Beginn des dritten Drittels ihre Überzahlspiele nicht nutzen.

Kathan setzte nun alle Spieler ein, doch der TEV konnte keinen echten Druck mehr aufbauen. Wiederum war es ein Doppelschlag zum 1:4, der die Partie endgültig entschied. Kokoska brachte den TEV kurz vor Schluss noch mal heran, es reichte aber nicht. Am Ende setzten sich die clevereren Füssener mit 5:2 verdient durch – die Serie ging mit 3:1-Siegen an den Altmeister. Die Miesbacher Fans waren trotz der Niederlage zufrieden und verabschiedeten ihr Team mit Applaus.

So sah es nach dem zweiten Spiel aus: 2:4-Heimpleite für den TEV Miesbach

TEV Miesbach – EV Füssen 2:5 (1:0/0:2/1:3)

TEV Miesbach: Ewert (Geratsdorfer) – Bacher, Deml, Lidl, Mechel, Gottwald, Schenkel, Stiebinger – Czaika, Grabmaier, Hein, Meineke, Felix Feuerreiter, Amann, Gaschke, Höck, Kokoska, Florian Feuerreiter, Slavicek, Fissekis. 

Tore: 1:0 (1.) Slavicek (Bacher, Kokoska), 1:1 (26.) Wood (Besl, Nadeau) 5-3 PP, 1:2 (27.) Klein (Krötz, Vaitl) 5-4 PP, 1:3 (53.) Meier (Klein, Newhook), 1:4 (53.) Nadeau (Wiedemann, Vaitl), 2:4 (59.) Kokoska (Slavicek, Mechel), 2:5 (60.) Besl ENG. 

Zuschauer: 451. 

Strafen: TEV 15 + Spieldauer gegen Florian Feuerreiter – EVF 10 .

Quelle: Merkur.de

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