Edlböck spricht über "Phänomen Buchbach" 

"Bereue nur das Schafkopfen auf Auswärtsfahrten"

Edlböck: "Bereut hab ich bisher nur das Schafkopfen auf den Auswärtsfahrten und das Fahren mim Ali Petrovic ins Training, weil einem da sauschlecht wird (lacht)."

TSV Buchbach - Im Sommer kam Thomas Edlböck vom TSV Eching zum TSV Buchbach. Seitdem ist er Teil eines Fußball-Phänomens. Wir sprachen mit ihm über seine Ziele, Fans im Rücken und das Schafkopfen bei den Auswärtsfahrten.

Servus Thomas, du bist vor der Saison von Eching nach Buchbach gegangen. Hast du den Schritt schon bereut?

Bereut hab ich bisher nur das Schafkopfen auf den Auswärtsfahrten und das Fahren mim Ali Petrovic ins Training, weil einem da sauschlecht wird (lacht). Sonst ist es für mich zum Saisonstart zwar nicht optimal gelaufen, aber ich habe trotzdem viele positive Sachen mitgenommen und kann nicht sagen, dass ich den Schritt bereue.

Wie schwer war der Sprung von Eching in die Regionalliga Bayern?

Klar musste ich mich am Anfang schon erstmal an das Tempo und die Härte gewöhnen. Dazu kam die Erkenntnis, dass Fehler eiskalt bestraft werden. Aber ich hatte eine gute Ausbildung (TLG Fußballschule, Jugend Bayernliga) und war überzeugt, dass ich es packe.

Bayern II, 1860 II, Nürnberg II - was ist es für ein Gefühl gegen solche Kaliber zu spielen?

Die Frage hoffe ich im Sommer beantworten zu können (lacht). Bisher war ich bei diesen Spielen leider nur auf der Bank bzw. verletzt.

Aber gegen Nürnberg im Stadion zu spielen, gegen Bayern und 1860 daheim im ausverkauften Stadion zu sein, ist schon was besonderes. Natürlich merkt man bei allen Reserve-Mannschaften, dass die eine brutale Qualität haben. Auch wenn sie sich in Buchbach schwer tun, das auch zu zeigen:-).

In Eching warst du unumstrittener Stammspieler, jetzt läuft es auch in Buchbach immer besser. Vor der Pause hast du über 90 Minuten gespielt. Wieso hat es so lange gedauert?

Es war ja klar, dass ich nicht von Eching nach Buchbach komme und sage: Freunde der Sonne: hier bin ich. Ich musste mich erst eingewöhnen, war dann zum Saisonstart veletzt und wir haben natürlich auch eine super Hinrunde gespielt. Man war jetzt nicht unbedingt gezwungen, stark zu rotieren. Zudem darf man nicht vergessen, dass wir über 20 Mann im Kader haben und jeder Gas gibt. Alle bei uns sind gute Fußballer. Ich habe immer vesucht, mein Bestes zu geben und das Trainerteam von meinen Qualitäten zu überzeugen.

Erklär uns bitte das Phänomen Buchbach: Ihr steht mit 40 Punkten vor Bayern II, Nürnberg II oder 1860 II?

Ich glaub, es sind nur drei Punkte (lacht). Aber ja was soll ich sagen.... Man muss einfach mal bei einem Heimspiel in Buchbach dabei gewesen sein, um das zu glauben. Oder auf Auswärtsspielen, die kurzerhand zu Heimspielen gemacht werden (Augsburg, Rosenheim). Wenn man dann sieht, was da los ist und wie einen die Fans sensationell unterstützen, das ist schon bisschen so wie der zwölfte Mann im Rücken.

Bei euch ist bei Heimspielen die Hölle los: Kinder tragen Buchbach-Trikots, ihr werdet gefeiert wie Bundesliga-Profis. Was ist das für ein Gefühl?

Am Anfang war es ehrlich gesagt schon auch ein bisschen komisch, weil man sowas davor halt auch noch nicht erlebt hat. Aber es freut einen natürlich schon, wenn Fans deinen Namen kennen und ein Autogramm haben wollen oder nach einem Spiel zu einem kommen und dir gratulieren.

Fünf Punkte Rückstand auf den Tabellenersten. Geht da noch was? Was glaubst du kann diese Mannschaft in dieser Runde noch erreichen?

A bissl was geht immer (lacht). Aber im Ernst: Wir sind zwar nicht zu Unrecht im oberen Drittel dabei, weil wir Spiel für Spiel eine unglaubliche Energieleistung abrufen. Aber die Saison ist noch lang und in der Liga kann jeder jeden schlagen. Wir hatten in der Vorrunde schon auch ein paar Spiele dabei, bei denen wir auch das nötige Glück hatten. Aber ich sags mal so: Wenn wir unsere Leistung bringen, ist es für jede Mannschaft schwer gegen uns was zu holen.

Interview: Christoph Seidl

Quelle: fussball-vorort.de

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