Jahreshauptversammlung TSV Wartenberg

Vorsitzender Reischl rügt „Mangelverwaltung“

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Die Hallenzeiten sind knapp: TSV-Chef Thomas Reischl (l.) zog bei der Hauptversammlung Bilanz. 

Der Mangel an Sporthallen in Wartenberg schlägt langsam, aber doch schon spürbar, auf das sportliche Angebot des größten Vereins in Wartenberg durch.

Wartenberg – TSV-Vorsitzender Thomas Reischl sprach bei der Hauptversammlung im Sportheim von einer „Mangelverwaltung“, die hier herrsche.

Es gebe eine nahezu hundertprozentige Auslastung der bestehenden Hallen, und es gebe ja auch noch andere Vereine im Markt Wartenberg, sagte Reischl. Er dankte Peter Erb, der die Koordination hier übernehme und eine gute Zusammenarbeit sowohl mit dem Markt Wartenberg als auch den anderen Vereinen pflege. Allerdings wisse er auch, dass der Markt Wartenberg derzeit andere Prioritäten setzen müsse. Da nannte der Vorsitzende als erstes die neue Grundschule, wissend, dass dabei eine Sporthalle mit geplant werden könnte, was das Problem lösen könne.

Gleichwohl dankte Reischl der Gemeinde für die kostenlose Bereitstellung der Sporthallen. Das sei, deutete er an, keine Selbstverständlichkeit. Ob es zu einem Sporthallen-Neubau am Sportgelände kommt – nach wie vor der Traum des TSV –, bezeichnete der Vorsitzende, der bekanntlich auch für den Marktgemeinderat kandidiert, als „fraglich“.

Die Abteilungen, die auf Hallen angewiesen sind, verzeichnen aktuell nach Reischls Bericht nicht nur Zuwächse, sondern auch sportliche Erfolge. Die Volleyball-Frauen haben nach ihrem Aufstieg in der Vorsaison den Klassenerhalt mit einem beachtlichen sechsten Platz in der Bezirksklasse geschafft und mit der erfahrenen Spielerin Linda Möbius das Trainerteam verstärkt.

Die Abteilung Tischtennis hat drei Mannschaften im Spielbetrieb, die allesamt aktuell Stockerlplätze belegen, die erste Mannschaft steht sogar ungeschlagen auf Platz ein der Bezirksklasse A. Das Wort Aufstieg wollte der Vorsitzende aber (noch) nicht in den Mund nehmen.

Das tat er bei der ersten Mannschaft der Fußballer aber sehr wohl, die endlich wieder in der Kreisliga aufgestiegen ist und aktuell auf dem siebten Platz liegt, was den Vereins-Chef zufriedenstellte. Die zweite Mannschaft steht in der B-Klasse auf dem fünften Platz, wo sie die Vorsaison auch hatte abschließen können. Seit Sommer ist mit Roland Warga ein neuer Trainer am Werk, unterstützt von Sebastian Sellmaier und Andreas Graf. Die dritte Mannschaft musste abgemeldet werden.

Für das kommende Jahr hat sich der Verein eine Menge vorgenommen: Austausch der Dachfenster im Vereinsheim, Ausbau der Bewässerungsanlagen und endlich der Neubau der Hütte für die Beach-Volleyballer, was man heuer schon habe machen wollen, aber einfach nicht geschafft habe. Die Beiträge für die Aktiven müssen angehoben werden. Der Vorsitzende begründete das unter anderem mit den Vorgaben vom BLSV, der von Mindestbeiträgen ausgehe.

233 754 Euro Einnahmen im Jahr 2018 stehen 219 252 Euro Ausgaben gegenüber. Der Vorsitzende hatte eine Erklärung: Wesentlich für dieses gute Ergebnis sei der gewaltige Erfolg zweier zentraler Veranstaltungen: das Starkbierfest und der Kinderball. Dass dennoch die Mitgliedsbeiträge steigen müssen, gehe aus den Prognosen für das zu Ende gehende Jahr hervor, wo der Verein wieder mit einem negativen Saldo wird rechnen müssen.

Klaus Kuhn

Quelle: Merkur.de

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