Talfahrt setzt sich fort

SCF am Tiefpunkt: Kraus beleidigt Schiedsrichter und sieht Rot

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Musste viermal hinter sich greifen: SCF-Keeper Maximilian Knobling.

SC Fürstenfeldbruck – Fußball-Bayernliga ist graue Vergangenheit, die Landesliga schon vergessen. Und auch in der Bezirksliga setzt sich der Abwärtstrend der einstigen regionalen Fußball-Nummer-eins gnadenlos und nonstop fort.

Gestern Abend wurde das nächste Heimspiel verloren: Beim Nachholer gegen den TSV Oberalting setzte es die nächste 1:4-Watschn. Die Gäste kickten vor einem halben Jahr noch in der Kreisliga. Dorthin führt schnurstracks der Brucker Weg.

Trauriger Höhepunkt und symptomatisch für die Verfassung des SCF war der Platzverweis von Sebastian Kraus. Er hat sechs Minuten vor Schluss Schiedsrichter Rainer Buchner (Scheuring) beleidigt. Ausgerechnet Kraus, der noch vorm Spiel mit seinem im Oberaltinger Tor stehenden Bruder Maximilian für ein Erinnerungsfoto posierte.

Eine Halbzeit lang standen die Brucker regelrecht neben den Schuhen. Und nach 21 Minuten war die Partie praktisch entschieden. Da führte Oberalting schon 3:0. Bei den ersten Treffern wurde die Abwehr überrannt. Sowohl Julius Ostarhild als auch Sebastian Ranftl konnten den Sturmlauf von Ritvan Maloku nicht stoppen. Der schob das Leder rüber zum mitgelaufenen Moritz Dreher. Und schon führten die Oberaltinger nach 13 Minuten. Der Aufsteiger zeigte keinen Respekt vor dem Landesliga-Absteiger. Ein abgefälschter Schuss von Manuel Feicht, einem weiteren Sohn von Oberweikertshofens Trainer, landete zum 0:2 im Netz. Zeit zum Durchschnaufen blieb nicht, denn drei Minuten später stand es bereits 0:3. Das Tor war Doublette des ersten Treffers. Diesmal enteilte Timo Pfeffer seinem Gegenspieler und legte quer zu Maloku.

Erst in den zweiten 45 Minuten zeigten die SCF-Akteure eine ganz andere Körpersprache. Doch letztlich fehlte auch das Quäntchen Glück. Bei einer der wenigen Chancen traf Mehmet Findik wenigstens zum Ehrentor. Hoffnung auf eine Wende machte der Anschlusstreffer kurz vor der Pause aber den wenigsten der wenigen Brucker Fans. Ilija Sivonjic und Sebastian Kraus hatten zwar noch Chancen. Doch Kraus’ Bruder Maxi parierte stets glänzend. Nachdem auch noch Brucks mitkickender Sportdirektor Ugur Alkan eine Möglichkeit vergeigte, gab Maloku den Hausherren den Rest.

Text: Dieter Metzler

Quelle: fussball-vorort.de

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