Tobias Strobl hat die Qual der Wahl

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Dort weitermachen, wie sie im Herbst aufgehört haben wollen Tobias Strobl und dessen Mitstreiter am Sonntag in Rain.

Da scharrt aber jemand ungeduldig mit den Hufen... Die Pipinsrieder, die am vergangenen Wochenende in der Bayernliga Süd spielfrei waren, brennen auf ihren ersten Pflichtspieleinsatz im Jahr 2015.

Und der Spitzenreiter der Gruppe Süd wird am Sonntag gleich auf Herz und Nieren geprüft, denn um 15 Uhr steht das Auswärtsspiel beim SV Raisting auf dem Programm.

„Die Euphorie im Landkreis ist groß, auch Mannschaft und Trainer sind richtig gut drauf“, freut sich FCP-Boss Konrad Höß. Übungsleiter Tobias Strobl strotzt ebenfalls vor Tatendrang: „Wir fiebern dem Start entgegen, endlich geht es wieder um Punkte.“

Die direkten Pipinsrieder Konkurrenten im Titelkampf, Rain und Pullach, hatten am vergangenen Wochenende einen guten Start in die zweite Halbserie. Der SV Pullach gewann sein Heimspiel gegen den 1. FC Sonthofen mit 3:0, Rain am Lech schoss die DJK Vilzing gar mit 6:0 aus dem heimischen Stadion. „Unsere Rivalen sind gut drauf“, bestätigt Konrad Höß.

An die Auswärtsspiele in Raisting erinnert sich der FCP-Spielertrainer gerne: „Das waren immer ganz enge Spiele, sie endeten meist mit dem besseren Ende für uns. Das Highlight war natürlich die Landesligameisterschaft vor eineinhalb Jahren.“ Dennoch ist Strobl und Höß klar, was die Pipinsrieder in Raisting erwartet. Der FCP-Präsident weiß: „Die haben gegen den Spitzenreiter gar nichts zu verlieren.“ Und Strobl fügt hinzu: „Raisting ist immer ein unangenehmer Gegner. Der SVR hat zwar nicht die größte individuelle Stärke, aber das macht er mit mannschaftlicher Geschlossenheit und enormen Engagement wieder wett.“ Der FCP-Coach prophezeit: „Die Raistinger werden am Sonntag bis zum Umfallen laufen.“

Ob sich Konrad Höß das Spiel seiner Gelb-Blauen anschauen wird, lässt er noch offen: „Ich will guten Fußball sehen, und den kann mir keiner garantieren. Ich entscheide spontan, ob ich mit nach Raisting fahre oder nicht.“

Den Samstag hat Höß dagegen bereits verplant: „Da werde ich mir den SV Heimstetten gegen Wacker Burghausen in der Regionalliga anschauen.“ Gegneranalyse für die neue Saison? Höß stellt klar: „In der Hinrunde ist für uns fast alles positiv verlaufen. Wenn das in der Rückrunde nicht so der Fall sein wird, dann kann man auch schnell mal abrutschen. Die Saison ist noch lang und noch haben wir gar nichts erreicht.“

In der Tabelle stehen die Pipinsrieder bei gleicher Anzahl der Spiele noch einen Punkt vor dem härtesten Konkurrenten aus Pullach. Bereits sieben Punkte Rückstand auf die Strobl-Truppe weist der TSV Rain auf.

Personell haben die Pipinsrieder beim SV Raisting nahezu alle Mann an Bord. Christian Adrianowytsch fällt aufgrund eines Haarrisses im Knie aus, zudem ist Michael Guggemos angeschlagen und für den Kader am Sonntag noch kein Thema. Aber Spielertrainer Tobias Strobl muss trotzdem aus 22 fitten und hungrigen Spielern einen 18-Mann-Kader festlegen, der in Raisting auf dem Spielberichtsbogen aufschlagen wird.

Eine nicht ganz unproblematische Aufgabe für den FCP-Coach: „Wir wussten, dass es für uns nicht immer einfach sein wird, wenn alle Spieler fit sind. Allerdings hat uns der große Kader in der Hinrunde im Aufstiegsrennen gehalten, denn da hatten wir mit einigen Verletzten zu kämpfen. Nun haben wir die Situation, dass wir einigen fitten Spielern sagen müssen, dass sie nicht zum Einsatz kommen werden.“

Strobl weiß, dass seine Entscheidung nicht überall mit Freuden entgegengenommen wird: „Es ist doch völlig normal, dass ein Spieler verärgert ist, wenn er nicht spielen darf. Dafür habe ich vollkommenes Verständnis. Aber das muss dann auch schnell abgehakt werden, er muss sich nächste Woche für den kommenden Auftritt wieder aufdrängen.“

Wen es treffen wird, will Strobl noch nicht verraten, doch er stellt klar: „Der Grundstock aus Hallbergmoos wird auch gegen Raisting auflaufen. Aber die endgültige Entscheidung werde ich erst nach dem Abschlusstraining treffen.“

 

Quelle: fussball-vorort.de

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