Der Ton wird rauer

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Fußball-Schiedsrichter aus Leidenschaft: Peter Bayer vom FC Ismaning.

Peter Bayer (65) ist Schiedsrichter aus Leidenschaft. 25 Jahre lang stand der Sportsmann des FC Ismaning auf den Sportplätzen des Landkreises und unterstützt heute als Pate junge Schiedsrichter. „Die Arbeit als Schiedsrichter ist bei uns fast problemlos“, sagt Bayer. Aktuell läuft die Kampagne „Wir regeln das“, bei der die Schiedsrichter vom Bayerischen Fußball-Verband ins Rampenlicht gerückt werden. Knapp 10 000 Ehrenamtliche sorgen als Schiedsrichter jedes Jahr für die Austragung von rund 250 000 Fußballspielen im Freistaat.

Ismaning – Peter Bayer aus Ismaning leitete in seinen 25 Jahren als aktiver Referee jährlich um die 100 Fußballspiele und kümmert sich heute in vielen verschiedenen Funktionen um die nächste Schiedsrichter-Generation. Er ist Lehrwart, Pate junger Schiedsrichter und stellvertretender Obmann der Schiedsrichtergruppe München-Ost/Ebersberg.

„Die Tätigkeit als Schieds- richter ist fast problemlos“, sagt er über sein Hobby, das früher wie heute Spaß macht. „Einen wirklichen Problemverein haben wir nicht“, sagt Bayer über den Spielbereich seiner Gruppe. Aber natürlich gibt es auch den einen oder anderen Verein, der etwas härter zur Sache geht und wo die Spiele etwas emotionaler sind. Zu diesen Sportplätzen begleitet er als Pate immer wieder junge Schiedsrichter, die bei ihren ersten Karriereschritten nicht allein gelassen werden.

Bayer achtet auch auf diese Faktoren, wenn er an den Schiedsrichteransetzungen der Spiele beteiligt ist.

Die Bemühungen um den Schiedsrichter-Nachwuchs sieht er zweigeteilt: „Wir haben sehr viele junge Schiedsrichter, von denen viele aber wieder schnell aufhören.“ Bayer beobachtet, dass junge Referees am liebsten in der Bezirksliga direkt anfangen möchten, um schnell in die Bundesliga zu kommen.

Der langjährige Schiedsrichter stellt aber auch Veränderungen des Tons auf dem Fußballplatz fest. „In der Gesellschaft ist die Hemmschwelle niedriger geworden und das ist auch auf dem Fußballplatz so“, sagt Bayer. Deshalb müsse man schon aufpassen, wie sich die Dinge zukünftig entwickeln. Der Schiedsrichter hat schon oft Diskussionen um spielentscheidende Situationen und die Schiedsrichterpfiffe erlebt. Den Vereinen und den Fans empfiehlt er aber den Gedanken in die andere Richtung: „Wenn deine Mannschaft durch eine Fehlentscheidung mit 0:1 verliert, dann hatte sie trotzdem 90 Minuten Zeit, um selbst ein Tor zu schießen. Darüber redet dann kein Mensch, wenn über den entscheidenden Elfmeter diskutiert wird.“

Der Schiedsrichter des FC Ismaning ist ein Schiedsrichter aus Leidenschaft. Und auch jetzt mit 65 Jahren hört er nicht so ganz auf. Neben seinen Funktionärstätigkeiten steht er auch heute noch in zehn bis 15 Spielen jährlich auf dem Platz. Er liebt es einfach, die Dinge im Dienste des Fußballs zu regeln.

Quelle: Merkur.de

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