Kaderplanung und Vorbereitungen beim SV Dornach

SV Dornach: Toni Plattner über Neuzugang Simon Schmidt

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Notizen auf den Klemmbrett: Dornachs Trainer Anton Plattner hofft, dass es terminlich keinen Engpass gibt.

Der Coach des SV Dornach hat auch trotz der Corona-Pause alle Hände voll zu tun. Neben dem Vorbereitungsplan kommt auch die Kaderplanung nicht zu kurz. 

Dornach– Anton Plattner hofft, dass er sich mit seiner Mannschaft vielleicht doch zu einer kleinen Weihnachtsfeier treffen darf, damit sich alle vor dem Jahreswechsel noch einmal persönlich begegnen. Immerhin: In der wirren Zeit der Corona-Pandemie hat der Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Dornach einen Neuzugang zu vermelden.

„Es ist ja eh verrückt – ich sitze gerade über meinem dritten Vorbereitungsplan für diese Saison“, berichtet Anton Plattner, als ihn der Münchner Merkur am Telefon erreicht. Der Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Dornach hofft, dass nicht alles für die Katz ist, was er sich da für die nächsten Monate überlegt. „Wenn ich meine Spieler so höre, sind sie alle am Boden, weil eben keiner weiß, wie es weiter geht“, sagt der 71-Jährige über die schwierige Situation im Zusammenhang mit der vorzeitigen Winterpause in Zeiten des zweiten Corona-Lockdowns.

Toni Plattner mit SV Dornach-Kader völlig zufrieden

Dornachs Coach hofft, dass sich das alles ausgeht – sein Team ist derzeit mit immerhin zwei Punktspielen und drei Ligapokal-Partien im Rückstand. „Im Prinzip dürfte es terminlich trotzdem keinen Engpass geben“, so Plattner, „aber man weiß es eben nicht.“ So bleibt er optimistisch, plant mit einem Trainingsbeginn am 1. Februar 2021 und hat auch schon erste Testspiele im Februar gegen den Landesligisten Kirchheimer SC sowie gegen den Liga-Konkurrenten FC Sportfreunde Schwaig ins Auge gefasst: „Auf jeden Fall werden wir zwischendurch in der Vorbereitung die Belastung mal deutlich steigern, damit beim Neustart dann alle Spieler auf dem entsprechenden Level sind.“ Zuletzt war die Mannschaft in seinen Augen „top drauf“, beim Re-Start aber seien nach Verletzungen und langen Urlauben nicht alle Spieler so fit gewesen, wie sie hätten sein sollen.

Personell will Plattner in naher Zukunft nichts ändern: „Ich habe mit der Mannschaft begonnen und bin überzeugt, dass der Kader gut besetzt ist.“ Eine Ausnahme gibt es da aber doch, und die bezeichnet er als absoluten „Glücksfall für uns“. Simon Schmidt hatte drei Wochen lang bei den Dornen mittrainiert, als der erneute Lockdown ausgerufen wurde – und hätte im Ligapokal sein Comeback nach viereinhalbjähriger Fußball-Pause geben sollen.

SV Dornach mit Neuzugang Simon Schmidt 

„Ich will nicht noch länger warten und lieber jetzt wieder einsteigen“, sagt der 29-Jährige, der nach sieben Jahren in Augsburg vor Kurzem nach Trudering gezogen ist, gerade an seiner Masterarbeit in Betriebswirtschaftslehre schreibt und auf Jobsuche ist. Sein bis dato letztes Punktspiel bestritt der Defensiv-Spezialist am 21. Mai 2016 für den FC Affing in der Bezirksliga Schwaben Nord; für Affing (2012 bis 2014) und für den TSV Schwabmünchen (2015) lief er zudem in der Bayernliga Süd auf.

„Er ist ein versierter Abwehrspieler und hat im Training einen super Eindruck hinterlassen“, sagt Plattner über den 1,87 Meter großen Neuzugang. Schmidt hält sich mit Calisthenics, Joggen und Seilspringen fit – will es noch einmal wissen und kommt auch deshalb zum SV Dornach, „weil dort keiner mit seinen Ambitionen hinterm Berg hält. Wäre doch klasse, wenn ich mit Dornach in die Landesliga aufsteigen würde, den Ehrgeiz hab‘ ich jedenfalls“. Der Tipp kam von Wolfgang Sigl, dem Trainer des Kreisligisten TSV Waldtrudering, wo Schmidt ebenfalls zum Probetraining weilte: „Er hat mir speziell Dornach empfohlen, der Klub hat im Münchner Raum einfach einen super Ruf. Aber entscheidend war letztlich die Personalie Toni Plattner als Institution im Amateursport.“

(GUIDO VERSTEGEN)

Quelle: Merkur.de

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