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13 Top-Torjäger der Regionalliga Bayern: Wer hat den Durchbruch gepackt?

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Andi Neumayer (li.) war Torschützenkönig der Saison 2012/2013. Markus Ziereis, damals bei den kleinen Löwen, landete auf Rang drei.

Die Regionalliga Bayern gilt für Talente als Sprungbrett in den Profibereich. Doch stimmt das wirklich? Wir haben einen Spielertyp unter die Lupe genommen, der besonders im Fokus steht: der Stürmer.

Vorort-Mitarbeiter Manuel Kraus hat die Top-Torschützen seit Gründung der Regionalliga Bayern unter die Lupe genommen. Beispiele, dass die höchste Amateurklasse des Freistaats das Sprungbrett für junge Talente in den Profi-Fussball ist, gibt es aktuell in der Bundesliga genug: Stefan Lex spielte einst für den TSV Buchbach. Heute ist er beim FC Ingolstadt unter Vertrag. Ebenfalls ehemalige Regionalliga-Spieler und heute Profi-Fußballer sind Pierre-Emile Hojbjerg (FC Southampton), Alessandro Schöpf (FC Schalke 04) und Bobby Wood (Hamburger SV).

Sind diese Spieler nur Ausnahmen oder ist die Regionalliga eine Talentschmiede für Proficlubs?

Tormaschinen sind sehr begehrte Spielertypen. Sie sorgen für spektakuläre Momente, Tore am Fließband und bringen sich so in den Fokus der Profimannschaften. Immer wieder gibt es Stürmer mit mehr als 20 Toren auf dem Konto. Eine Zusammenfassung, was aus ihnen geworden ist: 

Saison 2012/2013 

Der erste Meister der Regionalliga Bayern lautete TSV 1860 München II. Mit sieben Punkten vor dem FC Bayern München II. In der Aufstiegsrelegation scheiterten die kleinen Löwen am SV Elversberg und verpassten den Sprung in die 3. Liga. In die Relegation um den Abstieg mussten der FC Augsburg II und die SpVgg Bayern Hof. Beide sicherten sich den Klassenerhalt. In die Bayernliga absteigen mussten die Vereine SC Eltersdorf, FC Ismaning und VFL Frohnlach.

Top-Torschützen der Saison 2012/2013

1. Andreas Neumeyer - SV Heimstetten - 23 Tore

Foto: Sven Leifer

Andreas Neumeyer ist der erste Torschützenkönig in der Geschichte der Regionalliga Bayern. Mit seinen 23 Toren machte er auf sich aufmerksam und wechselte im Sommer 2013 zur zweiten Mannschaft des TSV 1860 München. Bei den Löwen kam er in insgesamt 13 Spielen auf drei Tore, bevor er sich erst eine Sehnenentzündung und dann eine Fußverletzung zuzog. Damit war der Traum einer Profikarriere für Neumeyer geplatzt. Er legte eine Pause im Fußballgeschäft ein. Zur Rückrunde der Saison 2014/2015 gab er sein Comeback und wurde erneut vom SV Heimstetten verpflichtet. Er kam in zehn Spielen auf zwei Tore. Nach dieser Saison beendete er seine Karriere. Heute ist er stolzer Besitzer eines Clubs in Freising und des Speiselokals "Hungriges Herz" im Glockenbachviertel in München, in dem auch schon Bastian Schweinsteiger zu Gast war. 

2. Bernd Rosinger - SV Seligenporten/1. FC Nürnberg II - 22 Tore

Foto: fcn.de

Nur einen Trefer weniger als der Torschützenkönig hatte Bernd Rosinger in der Saison 2012/2013 auf seinem Konto. Dabei wechselte er im Winter sogar innerhalb der Liga den Verein. Seine Treffer erzielte er in der Hinrunde für Seligenporten, in der Rückrunde ging er für die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg auf Tore-Jagd. Diese Flexibilität, sich in einen neuen Verein schnell einbringen zu können, bemerkte auch Wacker Burghausen und verpflichtete Rosinger im Winter der Saison 2013/2014. Damit schnupperte Rosinger ein halbes Jahr Dritt-Liga-Luft, bevor er im Sommer 2014 nach Lotte zu den Sportfreunden wechselte. In der Saison 2014/2015 kam Rosinger auf 32 Spiele, neun Tore und sieben Assists. Im Jahr darauf erlitt er einen Muskelbündelriss. Zum Saisonfinale wurde er wieder rechtzeitig fit und trug mit einem Tor zum Aufstieg in die 3. Liga bei. In der aktuellen Saison steht er in 18 Spielen bei fünf Toren und fünf Assists. Den größten Erfolg feierte Rosinger mit den Sportfreunden heuer im DFB-Pokal. Der Underdog setze sich gegen die Bundesliga-Klubs Werder Bremen und Bayer Leverkusen durch.

3. Markus Ziereis - TSV 1860 München II - 22 Tore

Foto: J. Meyer

22 Tore und den Meistertitel in der Regionalliga. Damit war Markus Ziereis bei den kleinen Löwen nicht mehr zu halten. Er wechselte zum FSV Frankfurt. Durchsetzen konnte er sich dort nicht. Er wurde nach einem mageren Tor in fünf Spielen für die Rückrunde in die 3. Liga nach Darmstadt ausgeliehen. In Darmstadt lief es für Ziereis auch nicht nach Wunsch. In sechs Einsätzen gelang ihm kein Treffer. Im folgenden Sommer wechselte Ziereis erneut und heuerte bei Drittligist Chemnitz an. In dieser Spielzeit trug er 20 mal das Trikot der Chemnitzer und verbuchte einen Assist. Im DFB-Pokal kam er ebenfalls zum Einsatz und erzielte beim Sieg über Mainz 05 einen Treffer. Im Sommer 2015 wechselte Ziereis zurück in die Regionalliga Bayern zu Jahn Regensburg. 

 

Saison 2013/2014

Der Vizemeister der Saison 12/13 gelang ein Jahr später beinahe der große Wurf. Der FC Bayern München II holte sich den Titel mit vier Punkten vor dem FV Illertissen. In den Relegationsspielen gegen Fortuna Köln hatten der Nachwuchs von der Säbener Straße kein Glück. Nach einer souveränen Vorstellung im Rückspiel patzte Lukas Raeder in der Nachspielzeit und die Domstädter schafften doch noch den nicht mehr für möglich gehaltenen Aufstieg. Der 1. FC Schweinfurt konnte sich den Klassenerhalt in der Abstiegsrelegation sichern. Absteiger in die Bayernliga waren der TSV 1860 Rosenheim, die SpVgg Bayern Hof, der SV Viktoria Aschaffenburg und der TSV Rain am Lech.

Top-Torschützen der Saison 2013/2014

1. Nicolas Görtler - Eintracht Bamberg - 21 Tore

foto: FCEB

Den Titel Torschützenkönig teilten sich in der Saison 2013/2014 zwei Spieler. Einer davon war Nicolas Görtler, der damals bei Eintracht Bamberg unter Vertrag stand. Görtler erzielte neben seinen 21 Treffern sieben Assists und verhalf den Bambergern zum Klassenerhalt in der Regionalliga Bayern. Die Saison 2014/2015 sollte nicht das Jahr des Stürmers werden. Bamberg wurde nach hinten durchgereicht und zum Ende der Saison zog sich der Torjäger auch noch einen Kreuzbandriss zu. Nach seinem Comeback in der Saison 2015/2016 erzielte er in 24 Spielen immerhin noch acht Tore. Zur neuen Saison 2016/2017 wechselte er nach Schweinfurt und steht aktuell bei sieben Toren und zehn Assists nach 20 Spielen.

2. Vitalij Lux - FV Illtertissen - 21 Tore

Foto: svi

Ebenfalls 21 Tore auf seinem Konto hatte Vitalij Lux vom FV Illertissen. Lux verpasste mit Illertissen knapp den Meistertitel.  Im Sommer wechselte Lux in die Regionalliga Nordost zu Carl-Zeiss Jena.  In der Hinrunde hatte er Ladehemmung und traf bei zehn Einsätzen nicht ins Schwarze. Zur Rückrunde fand er mit dem 1. FC Nürnberg II wieder ein Verein aus der Regionalliga Bayern. Dort gelangen ihm in elf Partien immerhin zwei Tore. Die Hinrunde in der Saison 2015/2016 spielte er auch bei der Club-Reserve und traf in 15 Spielen sechsmal. Seit dem Winter 2015/2016 läuft Lux für die SpVgg Unterhaching auf. Im Sommer 2015 gab Lux sein Debüt in der Nationalmannschaft von Kirgistan und erzielte in bislang 13 Spielen drei Treffer.

3. Dominik Stolz - SV Seligenporten - 18 Tore

Foto: Hübner

In seinem zweiten Jahr bei Seligenporten landete Dominik Stolz in der Saison 2013/2014 mit 18 Treffern auf dem dritten Rang der Torschützenliste. Am Ende der Saison wechselte er zum Ligakonkurrenten SpVgg Bayereuth. 

 

Saison 2014/2015

Die Würzburger Kickers sind ein besonderer Meister in der Regionalliga Bayern. Der erste Meister, der den Aufstieg schaffte. In der Aufstiegsrunde bezwangen die Kickers den 1. FC Saarbrücken und stiegen in die 3. Liga auf. In der Abstiegsrelegation scheiterte sowohl der SV Heimstetten, als auch der VfR Garching. Ebenfalls absteigen mussten der SV Seligenporten und die Eintracht aus Bamberg.

Top-Torschützen in der Saison 2014/2015

1. Dominik Stolz - SpVgg Bayreuth - 23 Tore

foto: Christoph Seidl

Im Trikot der SpVgg aus Bayreuth lief es noch besser für Stolz. Mit 23 Treffern in 34 Spielen schoss er sich zum Torschützenkönig. Anschließend versuchte es Stolz höherklassig und wechselte nach Sandhausen in die 2. Bundesliga. Dort gelang ihm der Durchbruch allerdings nicht. Ein Treffer in sieben Partien standen am Saisonende zu Buche. Im vergangenen Sommer wechselte Stolz zum F91 Düdelingen in die erste Liga Luxemburgs. Dino Toppmöller, Sohn des ehemaligen Bundesligatrainers Klaus Toppmöller, ist dort sein neuer Trainer. 

2. Michael Geldhauser - FC Memmingen - 20 Tore

foto: Sven Leifer

Vor der Saison vom Bezirksligisten TSG Thannhausen nach Memmingen gewechselt, wurde Michael Geldhauser in seiner ersten Regionalliga-Saison zweitbester Knipser. Im Jahr darauf gelangen Geldhauser in 28 Spielen sieben Tore und fünf Assists. Damit war er endgültig in der vierthöchsten Spielklasse Deutschlands angekommen. Zur aktuellen Saison 2016/2017 wechselte Geldhauser zum Ligakonkurrenten nach Illertissen und konnte in 16 Spielen zwei Treffer erzielen.

3. Christopher Bieber - Würzburger Kickers - 19 Tore

foto: Sven Leifer

Der mit seiner Mannschaft erfolgreichste der drei besten Torschützen war Christopher Bieber. Ihm gelang mit den Kickers aus Würzburg der Durchmarsch in die 3. Liga. Mit 19 Toren war Bieber Top-Torjäger beim Aufsteiger. In der Spielzeit 2015/2016 lief es für Bieber dann alles andere als gut. Nach 16 Spielen in der dritte Liga wurde er zur zweiten Mannschaft verbannt. In der Landesliga traf Bieber in sieben Spielen fünf mal und ein weiteres mal in der Aufstiegsrelegation. Damit schaffte er immerhin mit der Reserve den Aufstieg in die Bayernliga. Seit Sommer 2016 ist Bieber bei Rot Weiß Erfurt unter Vertrag und erzielte in 19 Spielen einen Treffer.

 

Saison 2015/2016

Der SSV Jahn Regensburg sicherte sich den Titel der Saison 2015/2016. Mit einem Punkt vor Wacker Burghausen und dem 1. FC Nürnberg II war es eine spannende Runde. In der Aufstiegsrelegation bezwangen die Regensburger den VFL Wolfsburg II und machten den Aufstieg in die 3. Liga perfekt. Den Klassenerhalt in der Abstiegsrunde sicherte sich der FC Augsburg II. Eine Liga runter mussten der FC Amberg, der TSV Rain am Lech und die FC Viktoria aus Aschaffenburg.

Top-Torschützen in der Saison 2015/2016

1. Markus Ziereis - SSV Jahn Regensburg - 19 Tore

foto: Sven Leifer (Archiv)

Zu Saisonbeginn kehrte Markus Ziereis vom Chemnitzer FC zurück nach Regensburg. Ein Wechsel, der sich lohnen sollte, denn in der Saison 2015/2016 schoss Ziereis 19 Tore in 31 Spielen und wurde Torschützenkönig. Damit hatte er tatkräftigen Anteil am Aufstieg des Jahn in die 3. Liga. In der aktuellen Saison kam Ziereis auf bislang sieben Spiele. Er erlitt eine Schambeinentzündung und fand noch nicht wieder zurück zu alter Form. 

2. Stefan Maderer - SpVgg Greuther Fürth II - 18 Tore

foto: Fussball Vorort

Den Grundstein zur Profikarriere legte Stefan Maderer in der Saison 2015/2016 mit seinen 18 Toren und dem zweiten Platz in der Torschützenliste. Als Belohnung wurde er von der zweiten Mannschaft zu den Profis befördert und im Nachgang bis zum Winter 2016/2017 an den FSV Frankfurt ausgeliehen. Zur Rückrunde versucht er wieder bei Greuther Fürth sein Glück.

3. Sammy Ammari - FC Ingolstadt II - 17 Tore

foto: Reinhard Hübner

Der Deutsch-Tunesier wechselte erst vor der Saison 2015/2016 vom Bayernligisten Heimstetten nach Ingolstadt. Seine Klasse stellte er mit den 17 Toren und Platz drei in der Torschützenliste deutlich unter Beweis. In der aktuellen Saison 2016/2017 steht er bei zwei Toren und zwei Assists nach 19 Spielen. 

 

Aktuelle Saison 2016/2017

Die aktuelle Saison führt die SpVgg aus Unterhaching die Tabelle deutlich mit 19 Punkte vor dem FC Bayern München II an. Nicht zuletzt wegen der beiden Top-Stürmer Hain und Bigalke. In der unteren Tabellenhälfte geht es deutlich enger zu. Zwischen dem neunten und dem 16. der Tabelle liegen nur 10 Punkte. 

Top-Torschützen der Saison 2016/2017

1. Stephan Hain - SpVgg Unterhaching - 23 Tore

foto: Sven Leifer

Der Führende der Torschützenliste ist kein Unbekannter. Hain ist ein ehemaliger Bundesligaprofi. Für den FC Augsburg bestritt Hain 24 Spiele in der ersten Bundesliga und erzielte dabei zwei Tore. In der zweiten Bundesliga lief er ebenfalls für den FCA und den TSV 1860 München auf. In 76 Spielen gelangen ihm 15 Tore und fünf Assists. Pokalerfahrung hat Hain für den FC Augsburg, TSV 1860 München und die SpVgg Unterhaching sammeln dürfen. Seine Ausbeute sind zwei Tore und zwei Assists in elf Spielen. Zusätzlich zu den 23 Toren in der aktuellen Saison stehen fünf Assists nach 19 Spielen auf dem Konto des Knipsers.

2. Stefan Schimmer - FC Memmingen - 18 Tore

foto: Olaf Schulze

Fünf Treffer liegt Stefan Schimmer hinter dem Führenden Hain. Die Regionalliga ist die bisher höchste Spielklasse für Schimmer. Er kam vor der Saison vom Landesligisten FC Gundelfingen, mit dem ihm letztes Jahr der Aufstieg in die Bayernliga gelang. Dabei verbuchte Schimmer in 31 Spielen, 18 Tore und neun Assists und war damit auf Platz drei der dortigen Torschützenliste. Aktuell kann Schimmer neben den 18 Toren noch einen Assist in 21 Spielen aufweisen.

3. Sascha Bigalke - SpVgg Unterhaching - 13 Tore

foto: Sven Leifer (Archiv)

Ebenfalls fünf Treffer hinter seinem Vordermann steht Sasche Bigalke. Mit dem Führenden der Torschützenliste, Stephan Hain, hat Sascha Bigalke ebenfalls etwas gemeinsam - er lief schon in Deutschlands höchster Spielklasse auf. Für die Hertha aus Berlin durfte er einmal in der Bundesliga ran. In der 2. Bundesliga spielte Bigalke nicht nur für den Hauptstadtklub, sondern auch für den 1. FC Köln. Seine Bilanz in der zweithöchsten Spielklasse: Zwei Tore und zwei Assists in 17 Spielen. Internationale Erfahrung kann Bigalke in der Europa League aufweisen, in der er zwei Spiele für die Berliner machte. Neben den 13 Toren in der aktuellen Saison trumpfte er mit überragenden 20 Assists in 21 Spielen auf. 

Quelle: fussball-vorort.de

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