Zweiter Teil des Interviews

Tosun: Keine Gnade für die Ex-Kollegen vom FC Unterföhring

Ünal Tosun (hier im Unterföhring-Dress) trifft auf seine Ex-Kollegen. Foto Brouczek

Am kommenden Wochenende trifft Ünal Tosun auf seinen Ex-Verein FC Unterföhring. Im zweiten Teil des Interviews spricht Tosun über das Duell gegen seine ehemaligen Kollegen und das schwere Restprogramm vor der Winterpause.

Ünal, dein Ex-Verein Unterföhring steckt im Keller. Wie schätzt du den Gegner ein?

Es wird ein sehr heißes Spiel. Unterföhring befindet sich nach den letzten guten Ergebnissen gegen Fürth und Schweinfurt im Aufwind. Auch wenn sie jetzt eine Niederlage gegen Eichstätt einstecken mussten, bin ich mir sicher, dass es eine enge Kiste wird. Wir haben zwar das Hinspiel gegen Unterföhring gewonnen, danach kam allerdings noch die Niederlage im Pokal.

Auch wenn es schwer wird, ist das ein Spiel, das wir gewinnen müssen. So können wir uns vor der Winterpause von den Abstiegsplätzen absetzen. Zuhause haben wir bisher nur das eine Spiel gegen Greuther Fürth gewonnen. Das ist jetzt auch schon einige Zeit her.

Von dir wird es kein Mitleid für die ehemaligen Mitspieler geben?

Für mich persönlich ist es kein Thema, gegen meinen Ex-Club zu spielen. Natürlich gibt man sich vor dem Spiel die Hand. Ich kenne ja noch einige aktive Spieler von Unterföhring. Aber auf dem Platz schaltet man da um. Danach gibt man sich wieder die Hand. Ich versuche immer, so gut wie möglich zu spielen.

Vor der Winterpause geht es noch gegen Unterföhring, Schweinfurt, Eichstätt und Nürnberg. Wie beurteilst du das Restprogramm?

Teams wie Schweinfurt oder auch Bayern II sind kein Vergleich zu uns. Wir spielen zum Spaß und versuchen zu gewinnen. Siege gegen Eichstätt und Unterföhring sind dagegen super wichtig! Wir werden höchstwahrscheinlich auch den Rest der Saison unten drin stecken. Da ist es entscheidend gegen die Mannschaften zu punkten, die in der Tabelle hinten drin stecken.

Tosun: "Ich werde wehmütig, wenn ich darüber nachdenke"

In diesen direkten Duellen lastet Druck auf den Spielern. Macht dich diese Situation nervös oder beflügelt sie dich?

Ich bin nicht nervös. Das Umfeld in Pipinsried baut keinen unnötigen Druck auf. Deshalb können wir frei aufspielen. Jeder Spieler freut sich über das Abenteuer Regionalliga und über jede weitere Partie, die er auf diesem Level absolvieren darf. Wir geben alles und schauen, was am Ende dabei herauskommt.

Bei deiner Zeit in Regensburg stoppte eine Verletzung deinen Traum vom Profifußball. Sind Spiele gegen 1860 München, Nürnberg, Augsburg, Ingolstadt oder Bayern München eine kleine Entschädigung?

Wie soll ich das am besten beantworten? Vor allem die Spiele gegen Sechzig sind natürlich geil. Vor dreizehntausend Zuschauern zu spielen, macht wahnsinnig Spaß. Dazu ist die Stimmung bei diesen Spielen atemberaubend.

Doch manchmal werde ich ein wenig wehmütig, wenn ich darüber nachdenke, dass ich diese Stimmung jedes Wochenende hätte erleben können. Wenn nur ein paar Dinge etwas anders gelaufen wären oder ich einfach ein bisschen mehr Glück gehabt hätte, dürfte ich jetzt vielleicht jede Woche gegen so ein großes Team spielen.

Wie schwer war es, den Profitraum aufgeben zu müssen?

Ich mache jetzt eine Ausbildung und habe geheiratet. Meine Prioritäten haben sich also ein Stück weit verlagert. Ich hatte zwar darüber nachgedacht, es noch einmal in der Türkei zu probieren. Aber ich habe jetzt andere Ziele. Ich bin sehr glücklich mit meiner Familie und Pipinsried.

HIER können Sie den ersten Teil des Interviews lesen.

Das Interview führte Moritz Bletzinger.

Quelle: fussball-vorort.de

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