Hopp oder top: SpVgg will zurück in die Spur

Toto-Pokal: Burghausen empfängt "übermächtige" Hachinger

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Die SpVgg ist am Mittwoch (19 Uhr) in Burghausen zu Gast.

SpVgg Unterhaching - Man kann es drehen, wie man will. Wer nicht gewinnen muss, quetscht oft nicht das allerletzte Quäntchen aus sich raus, auch wenn es keiner zugibt. Und diese vielleicht nur 99 Prozent reichen dann halt nicht ganz.

Trotzdem hat Unterhaching weiter einen so großen Vorsprung, dass nur noch höhere Kräfte die Meisterschaft verhindern können. Deshalb kommt Trainer Claus Schromm so ein Spiel wie am heutigen Mittwoch (19 Uhr) in Burghausen nur recht, da heißt es hopp oder top, wer verliert, ist raus aus dem Pokal. Eine bessere Vorbereitung gibt es nicht auf die beiden Aufstiegsspiele am Saisonende.

Zumal, wenn der Gegner Wacker Burghausen heißt. 26 Mal ist man in den letzten 15 Jahren in Pflichtspielen aufeinandergetroffen (16 Mal hat Wacker, sechsmal Haching gewonnen), gerade die Fans pflegen eine besondere Rivalität. Man war vier Jahre gemeinsam in der 2. Liga, ist 2007 zusammen abgestiegen, konkurrierte dann in Regionalliga und 3. Liga, Haching folgte 2015 Wacker in die Regionalliga Bayern. Und will nun wieder nach oben, während sich in Burghausen der Verein mit dem Dasein im Amateurfußball arrangiert. 

Nicht aber die Fans. Die wollen gerade jetzt ein Zeichen sehen, ein Sieg gegen Haching käme gerade recht, um den Frust vor dem drohenden Ausverkauf im Sommer kurzzeitig zu verdrängen. Pokalerfolge bringen viel Geld und könnten einige arrivierte Kräfte dazu bewegen, Wacker trotz angekündigter Reamateurisierung treu zu bleiben. Unterhaching hat die Teilnahme am lukrativen DFB-Pokal als kommender bayerischer Amateurmeister ohnehin so gut wie sicher, will aber diese Totopokalspiele als besondere Einstimmung nutzen. Der Pokal hat einen ähnlichen Charakter wie die Relegation. Hopp oder top, ein Vorspiel quasi für Ende Mai, wenn es dann wirklich um alles geht.

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Die Amateurfußballseite erscheint jeden Mittwoch. Autor ist Reinhard Hübner, erreichbar unter komsport@t-online.de

Quelle: fussball-vorort.de

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