Rabihic debütiert gegen Dachau

Toto-Pokal: FC Pipinsried zurück auf der Erfolgsspur

Pipinsrieds Oliver Wargalla lässt den Dachauer Ralf Schubnell alt aussehen Hae

Der Favorit hat Kante gezeigt. Nach Wochen der Enttäuschungen und Rückschläge hat der FC Pipinsried im Totopokal zurück in die Erfolgsspur gefunden. Der Regionalligist aus dem Dachauer Hinterland gewann gestern Abend das Erstrundenmatch beim Landesligisten ASV Dachau mit 4:0 (2:0) und löste so das Ticket für Runde zwei des BFV-Verbandspokalwettbewerbs 2018/2019.

Dachau/Pipinsried – Obwohl Michael Denz wegen anhaltender Rückenprobleme in Dachau ebenso fehlte wie der beruflich verhinderte Thomas Berger konnte sich die Pipinsrieder Aufstellung durchaus sehen lassen. „Ui, die wollen’s wissen“, meinte ein sichtlich beeindruckter Dachauer Fan, als die Aufstellungen bekannt gegeben wurden.

Nicht aufgeschlagen im Startaufgebot des Regionalligisten ist Kasim Rabihic, der alte und neue Pipinsrieder, der erst am Tag zuvor seine Verlängerung mit dem FCP bestätigt hat (siehe Randspalte), setzte sich zunächst neben Fabian Hürzeler und Maximilian Zischler (muskuläre Probleme) auf die Bank. Die ersehnte Verpflichtung des vor allem in den Schlussphase der vergangenen Regionalligasaison oft überragend auftrumpfenden Kasim Rabihic hat das Stimmungsbarometer des in der Startphase der aktuellen Spielzeit so oft gerupften FCP schlagartig nach oben schnellen lassen.

Der ASV startete mit sechs Mann, die auch am Wochenende in Töging von Beginn an dabei waren, neu ins Team rückten Ralf Schubnell, Benjamin Hofmann, Leon Schleich, Sebastian Mack und Mathias Leiber.

Und es waren noch keine zehn Minuten gespielt, das schlug es erstmals im Tor des ASV Dachau ein. Oliver Wargalla bediente nach einem Ballverlust der Hausherren im Mittelfeld den mitaufgerückten Amar Cekic, der Artem Bykanov mit einem herrlichen Schlenzer ins Kreuzeck überwand (7.).

Wenig später mussten die Gäste aus Pipinsried erstmals wechseln, für den angeschlagenen Philip Grahammer kam Spielertrainer Fabian Hürzeler ins Spiel (11.).

Fünf Minuten später hätte Marian Knecht auf 2:0 erhöhen können – ja: müssen, aber der Schuss des frei am Sechzehner aufgetauchten Ex-Jetzendorfers strich knapp am Ziel vorbei.

Torchancen waren in der ersten halben Stunde rar gesät, doch einmal wurde es noch laut auf den Rängen. Philipp Schmidt, ein ehemaliger ASV-Stürmer, knallte den Ball aus acht Metern an den linken Pfosten des Dachauer Kastens. (29.).

Der ASV setzte auf Konter, diese wurden zunächst aber viel zu selten konsequent zu Ende gespielt. Entweder man versäumte es, nach der Balleroberung den freien Mann auf der Außenbahn anzuspielen, oder man blieb in der engmaschigen Pipinsrieder Defensivreihe hängen.

Einmal landete der Ball dann aber doch im FCP-Tor, allerdings verweigerte das Schiedsrichtergespann dem Kopfballtreffer von Benjamin Hofmann nach einem Bergner-Freistoß wegen Abseits die Anerkennung (33.). Und keine 120 Sekunden später lupfte Sebastian Mack die Kugel nach einer Schleich-Flanke volley über Reichlmayr und das FCP-Tor.

In ihrer stärksten Phase tauchten die Dachauer nun immer häufiger gefährlich vor dem FCP-Kasten auf, doch im Abschluss klebte ihnen das bereits im Ligabtrieb der Landesliga so störende Pech an den Fußballstiefeln. Bezeichnend: Mitten in die Drangperiode der Hausherren fiel das 2:0 für den FC Pipinsried. Riccrado Basta zwirbelte die Kugel volley ins Tor (45.).

Für die Vorentscheidung sorgte Philipp Schmidt, der Ex-Dachauer war fünf Minuten nach Wiederanpfiff nach einer Kammergruber-Flanke mit dem Kopf zu Stelle und erhöhte auf 3:0 (51.). Zehn Minuten später hätte Schmidt um ein Haar den Doppelpack geschnürt, doch er brachte das Kunststück fertig, die Kugel aus fünf Metern am ASV-Kasten vorbeizubugsieren.

Wenig später durfte auch Hoffnungsträger Kasim Rabihic ran, er zog in der 66. Minute aus 20 Metern ab, verfehlte das Ziel aber knapp. Kurz zuvor hatten die Dachauer ein weiteres Abseitstor erzielt (Andreas Roth/64.). Zehn Minuten später sorgte Wargalla nach einer flotten Kombination für das 4:0.

ASV Dachau - FC Pipinsried 0:4 (0:2)

ASV Dachau:Artem Bykanov, Ralf Schubnell, Korbinian Beck, Benjamin Hofmann, Kevin Zepeda (55. Zvonimir Kulic), Leon Schleich, Sebastian Mack (74. Christian Roth), Mathias Leiber, Patrick Berke (60. Andreas Roth), Maximilian Bergner, Timo Aumayer

FC Pipinsried:Thomas Reichlmayr, Marco Kammergruber, Arijanit Kelmendi, Marian Knecht (63. Elias Höng), Philip Grahammer (11. Fabian Hürzeler), Oliver Wargalla, Amar Cekic, Christoph Burkhard, Andreas Schuster, Philipp Schmidt, Riccardo Basta (64. Kasim Rabihic)

Schiedsrichter:Felix Brandstätter

Zuschauer: 250

Tore: 0:1 (7.) – Amar Cekic. 0:2 (43.) – Riccardo Basta. 0:3 (50.) – Philipp Schmidt. 0:4 (78.) – Oliver Wargalla.

Quelle: fussball-vorort.de

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