Im Viertelfinale will Haching-Präsident gegen die Löwen ran

Toto-Pokal: Schwabl wünscht sich seinen "ehemaligen Verein"

Hachinger Jubel beim Pokalsieg in Buchbach, hier beim 1:0. Foto: Sven Leifer

Unterhaching – Die SpVgg Unterhaching steht im Viertelfinale des bayerischen Toto-Pokals. In der SMR-Arena des TSV Buchbach gewannen die Hachinger am Dienstagabend das Achtelfinale beim Regionalligisten knapp mit 2:1.

Schon der Blick auf die Startformation verriet: Haching unterschätzt den Regionalliga-Siebten keineswegs, schickt keine B-Elf ins Rennen. Gegenüber dem jüngsten Drittligaspiel (4:2 gegen Chemnitz) hatte SpVgg-Trainer Claus Schromm seine Startformation nur auf drei Positionen verändert. Für Korbinian Müller stand diesmal der österreichische Neuzugang Lukas Königshofer im Tor, für Alex Winkler rückte Christoph Greger in die Abwehr, und im Mittelfeld agierte Thomas Steinherr auf der rechten Außenbahn an Stelle von Alexander Piller. „Schon an der Aufstellung hat man gesehen, dass wir Buchbach total ernst nehmen“, sagte SpVgg-Präsident Manfred Schwabl. „Zurecht, denn im Endeffekt war es der erwartet harte Pokalfight.“

Buchbach beginnt erwartungsgemäß kämpferisch und kommt zu einer ersten Chance durch Gordon Büch, der allein vorm Hachinger Tor auftaucht und knapp vorbei zielt. Kurze Zeit später zeigt die SpVgg einen Ticl mehr Präzision: Auf der rechten Seite tankt sich Max Dombrowka durch, passt von der Torauslinie in die Mitte des Strafraums – dort steht Sascha Bigalke punktgenau richtig und schiebt die Kugel zur Hachinger 1:0-Führung ein (15.).

Von der Buchbacher Anfangsoffensive ist nun nichts mehr zu sehen, Haching macht massiv Druck, schnürt die Gastgeber teils in deren Spielhälfte ein und kommt zu weiteren Großchancen durch Stephan Hain, der aus spitzem Winkel leicht verzieht, und Dominik Stahl, dessen Flachschuss von TSV-Torwart Egon Weber pariert wird. Und als die Gastgeber doch mal einen Entlastungsangriff starten, bereinigt Hachings Kapitän Josef Welzmüller souverän die Situation.

In einer Phase, in der Haching ein bisschen den Fuß vom Gas nahm, bekam Buchbach wieder etwas Oberwasser. Und glich prompt aus: Nach einer Flanke von Drofa köpfte Aleksandro Petrovic den Ball gegen die Laufrichtung des Hachinger Keepers zum 1:1-Ausgleich ins lange Eck (33.). Die SpVgg erhöht nun wieder den Druck, jubelt sogar in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, doch der Treffer von Stephan Hain zählt nicht wegen Abseitsstellung.

In Durchgang zwei macht sich die hohe Qualität der SpVgg Unterhaching mehr und mehr bemerkbar. Buchbach steht nun ziemlich tief, versucht das Remis zu verteidigen. Und der SpVgg fehlt, bei aller optischen Überlegenheit, etwas der klare Zug zum Tor. Einmal aber klappt’s: Irgendwie flutscht der Ball zu Stephan Hain, der im Strafraum aus halblinker Position zum 2:1 einschiebt (63.).

Der Buchbacher Trainer Anton Bobenstetter setzt alles auf eine Karte, bringt frische Kräfte in der Schlussphase; auch Haching hatte schon kurz vor dem 2:1 gewechselt, Neuzugang Finn Porath vom HSV durfte sich für Steinherr bewähren. Wer kommt in die nächste Runde? Haching muss bis zum Schluss bibbern, Königshofer rettet in höchster Not und wehrt aus kurzer Distanz eine Riesen-Ausgleichschance von Kwatu ab (89.).

„Auch wenn es sehr eng war, unterm Strich sind wir verdient weitergekommen“, resümierte SpVgg-Präsident Manfred Schwabl. Sein Wunsch fürs Viertelfinale? „Ganz klar 1860 München, und zwar im Grünwalder Stadion – von dieser Begegnung gegen meinen ehemaligen Verein träume ich schon Jahren. Das wäre mein absolutes Wunsch-Los.“

TSV Buchbach – SpVgg Unterhaching 1:2

TSV Buchbach: Weber, Büch, Grübl (55. Brucia), Drum, Leberfinger, Petrovic, Sassmann (83. Neudecker), Kwatu, Breu, Maier, Drofa (81. Davydov) - Trainer: Bobenstetter

SpVgg Unterhaching: Königshofer, Greger, Welzmüller, Bauer, Hagn (90. Zettl), Dombrowka, Stahl, Taffertshofer, Steinherr (60. Porath), Bigalke (87. Kiomourtzoglou), Hain - Trainer: Schromm

Schiedsrichter: Achmüller (Würding)

Zuschauer: 446

Tore: 0:1 Bigalke (15.), 1:1 Petrovic (33.), 1:2 Hain (63.)

Text: Martin Becker

Quelle: fussball-vorort.de

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