Sararer und Röser entscheiden die Partie

Türkgücü München schlägt SpVgg Unterhaching im Duell der tobenden Präsidenten

Hasan Kivran Manni Schwabl Türkgücü München SpVgg Unterhaching Totopokal
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Hasan Kivran und Manni Schwabl waren nicht zufrieden mit der Schiedsrichterleistung.

Es war ein hitziges Duell. Am Spielfeldrand und auf der Tribüne tobten die Präsidenten, auf dem lädierten Grün des Grünwalder Stadions behielt Türkgücü die Oberhand und feierte einen 2:0-Sieg über die SpVgg Unterhaching im Totopokal.

München – Beim Blick auf die Aufstellung gab es gleich drei positive Nachrichten bei Türkgücü: Nicht nur der wechselwillige Sercan Sararer, sondern auch Petar Sliskovic und Kilian Fischer kehrten nach Verletzungen in die Startelf zurück. Sararer trug jedoch nicht mehr die Kapitänsbinde, das Amt übernimmt nun Torwart René Vollath. Für die erste gute Chance sorgte dann auch gleich eine Kombination dieser beiden Spieler. Vollath schickte mit einem langen Abschlag Sararer, der die Hachinger Abwehr übersprintete, anschließend jedoch zu unpräzise abschloss.

Bei den Hachingern starteten Stephan Hain und Patrick Hasenhüttl im Sturm, in der Abwehr vertraute Trainer Arie van Lent einmal mehr den Talenten Jannis Turtschan (19 Jahre) und Felix Göttlicher (19). Die Spielvereinigung hatte zunächst deutlich mehr Spielanteile. Nach einer schönen Vorarbeit von Alexander Fuchs schoss Hain den Ball freistehend – aus abseitsverdächtiger Position.

Sercan Sararer trifft nach Vorlage von Petar Sliskovic zur Führung

Trotz der schwachen Form beider Teams war sich Türkgücüs Geschäftsführer Max Kothny vor dem Duell „sicher, dass es ein Topspiel wird. Es wird hochintensive Partie.“ Auch Trainer Serdar Dayat warnte: „Mich interessiert nicht, ob Unterhaching in diesem Jahr erst vier Punkte holen konnte. Im Pokal geht jeder da raus, um zu gewinnen.“

Aber Türkgücü zeigte sich – im Gegensatz zu den vergangenen Wochen – effizient: In der 39. Minute verlängerte Sliskovic eine Ecke von Basti Maier zu Sararer, der zum 1:0 einköpfte.

Joker Lucas Röser sorgt für die Entscheidung

In der zweiten Halbzeit wurden die Zweikämpfe rauer. „Schäm dich Schiri, schäm dich!“, schrie Türkgücüs Präsident Hasan Kivran. Auch Hachings Boss Manni Schwabl war mit einigen Entscheidungen des Unparteiischen nicht einverstanden, schoss einen Ball weg und verließ die Trainerbank.

Auf dem Feld behielt Türkgücü die Nerven, der eingewechselte Lucas Röser erzielte nach Vorlage von Fischer das 2:0 (68.). Die Münchner spielen nun nächste Woche Dienstag gegen den Sieger der Partie TSV 1860 gegen Ingolstadt (Samstag, 14 Uhr) den Viertelfinalisten des Totopokals aus.

(Nico-Marius Schmitz)

Quelle: Merkur.de

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