Balsam nach verkorkstem Bayernliga-Start

2:0! TSV 1865 Dachau wirft Regionalligist TSV Rain/Lech aus Pokal 

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Nur selten konnten sich die favorisierten Regionalligakicker aus Rain (schwarze Trikots) gegen die aufmerksame 65-Abwehr durchsetzen.

Der 2:0-Pokalsieg gegen den Regionalligisten aus Rain war Balsam auf die Wunden des TSV 1865 Dachau nach dem verkorksten Bayernligastart.

DachauMarko Todorovic im zentralen Mittelfeld und der vom Landesligisten SC Olching gekommene Hüseyin Ceker (rechts hinten) brachten frischen Wind ins team, und auch Nikolaus Grotz krabbelt langsam aus seinem Leistungstief; er überzeugte hinten links.

Es war ein höchst unterhaltsamer Abend für die Zuschauer im 65-Stadion, zumal die beiden Wirbelwinde im Dachauer Mittelfeld, Mario Maric und Alexander Weiss, nach dem Seitenwechsel so schwungvoll aufspielten wie selten zuvor. Die nächste Runde haben sich die 65-Kicker mit dieser mutigen und attraktiven Spielweise redlich verdient.

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) und Partner Lotto Bayern losen am heutigen Freitag im BFV.TV-Studio im Münchner „Haus des Fußballs“ die zweite Runde im bayerischen Toto-Pokal-Wettbewerb aus. Die verbliebenen Kreissieger – Landesligist Aiglsbach hatte in Runde eins den Bayerischen Amateurmeister VfB Eichstätt aus dem Wettbewerb geworfen – dürfen sich abermals den für sie attraktivsten Kontrahenten aus ganz Bayern auszusuchen und in der zuvor ausgelosten Reihenfolge aus dem Topf der Drittligisten sowie Regional-, Bayern- und Landesligisten auswählen. Die verbliebenen Klubs werden anschließende nach geografischen Gesichtspunkten in Regionaltöpfe eingruppiert. Angesetzt werden die Partien der zweiten Hauptrunde im Toto-Pokal am 20./21. August. Heimrecht genießt stets der unterklassige oder aber der erstgezogene Verein (bei Klassengleichheit).

In Dachau begann der Gast aus Rain erwartet selbstbewusst, er ließ den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen. Doch richtig gefährlich für den TSV 1865 wurde es nur in der 14. Minute, als Jonas Greppmeir aus sechzehn Metern den Pfosten traf.

Bei der Lamotte-Elf war vor allem Marko Todorovic Aktivposten Nummer eins; der in der vergangenen Saison lange verletzte Dachauer hat sich nun wieder an die Stammelf herangekämpft. So hatte eben dieser Marko Todorovic die besten Torchancen für die Hausherren im ersten Durchgang. In der 30. Minute scheiterte er mit einem fulminanten Schuss aus 20 Metern; ein Todorovic-Freistoß in der 40. Minute aus 23 Metern konnte von Rains Torwart Kevin Maschke gerade noch über die Latte gelenkt werden.

Dachaus Fußballboss Ugur Alkan meinte zur Halbzeit: „Wir sind gleichwertig, und man muss sagen, dass es Hüseyin Ceker hinten rechts richtig klasse macht; wir stehen gut in der Defensive. Ich bin optimistisch, dass wir das Match gewinnen können.“

Die zweite Hälfte stand dann ganz im Zeichen der immer mutiger werdenden Dachauer. Folgerichtig fiel in der 50. Minute das 1:0 durch einen von Mario Maric verwandelten und an ihm selbst verursachten Foulelfmeter. Maric war von Fabian Triebel im Strafraum zu Fall gebracht worden. Von Rain kam in dieser Phase wenig bis gar nichts. Die logische Folge war das 2:0 in der 60. Minute durch Sebastian Brey, der einen Sololauf über die rechte Außenbahn mit einem platzierten Flachschuss ins lange Eck erfolgreich abschloss. Danach fielen die Gäste nur noch durch Ruppigkeiten auf, die zur roten Karte für David Bauer mündeten, der Sekunden vor Schluss Sebastian Brey rüde von hinten in die Beine fuhr.

Stenogramm

TSV 1865 Dachau - TSV Rain 2:0 (0:0)

TSV 1865 Dachau: Maximilian Mayer, Alexander Weiser, Alexander Weiss, Nikolaus Grotz, Marko Todorovic, Mario Maric, Hüseyin Ceker, Robin Volland (70. Christian Doll), Ryosuke Kikuchi, Franz Hübl, Sebastian Brey.

TSV Rain: Kevin Maschke, Dominik Bobinger, Rene Schröder, Fabian Treibel, Marko Cosic, Maximilian Bär (60. Tjark Dannemann), Jonas Greppmeir (60. Blerand Kurtishaj), Michael Krabler, Marco Luburic (60. Michael Knötzinger), Julian Brandt.

Schiedsrichter:Elias Tiedeken

Zuschauer: 100

Rote Karte: David Bauer (90.).

Tore: 1:0 (50.) – Mario Maric (Foulelfmeter). 2.0 (60.) – Sebastian Brey.

Quelle: Merkur.de

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