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1. FC Penzberg wählte Entfernung mit Absicht 

Frust im Totopokal: Über 400km-Anreise für 1860 Rosenheim und TSV Kottern

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Der TSV 1860 Rosenheim konnte sich gegen Selb im Totopokal durchsetzen.

Der Pokal, das weiß man, hat eigene Gesetze. Für jeden nachvollziehbar sind sie nicht, wenn es um die Regelungen geht, die der Bayerische Fußball-Verband für die aktuelle Saison im bayerischen Totopokal getroffen hat.

Sicher gut gemeint, dass jeder der für die erste Hauptrunde qualifizierte Sieger aus den 22 Fußballkreisen die Chance haben soll, einen richtig attraktiven Gegner aus den höheren Ligen zu bekommen, möglichst den begehrten TSV 1860 München. Deshalb hat man die Einteilung in Regionalgruppen für die Auftaktrunde abgeschafft, nur so konnte sich die FT Schweinfurt die Löwen aussuchen.

So weit, so gut. Doch es gab auch so manch irritierende Wahl. So hat sich der Bezirksligist FC Penzberg den Bayernligisten TSV Karlburg gewünscht, 360 km von Penzberg entfernt. Obwohl auch noch die Regionalligisten Burghausen, Buchbach und 1860 Rosenheim im Topf gewesen wären. Im Erdinger Meistercup habe man Karlburg schon mal geschlagen, argumentierte Penzberg, der sportliche Leiter Andre Grunow verriet dem Portal FuPa, man habe sich einen Gegner gesucht, der eine weite Anreise hat und vielleicht gar nicht in Bestbesetzung kommt. Man spekulierte auf ein Weiterkommen, um dann vielleicht die Löwen zu kriegen. Das ging schief.

Auch TSV 1860 Rosenheim und TSV Kottern müssen weit reisen

1860 Rosenheim wäre bestimmt viel lieber nach Penzberg gefahren (knapp 70 km) als nach Selb (knapp 400 km). Ein Riesenaufwand, wie Fußball-Chef Höhensteiger dem OVB erklärte: „Für Profivereine lässt sich das machen, aber unsere Spieler sind ja auch berufstätig. Man sollte eine Regelung finden, wie die Amateurvereine zumindest in den ersten Runden ihre Auswärtsspiele an den Wochenenden haben.“ Abfahrt war dann letzten Mittwoch um 11.30 Uhr, Rückkehr nachts so um halb drei, „ein Problem, wenn das Ganze unter der Woche stattfindet.“ Trotzdem schien man die Strapazen gut weggesteckt zu haben, Rosenheim gewann 3:1 in Selb und drei Tage später, nach neuerlich 330 km einfach, in der Liga beim 1. FC Nürnberg II.

Trotzdem, es ist schon enorm, was der Verband den Amateuren zumutet. Schon viele Punktspiele finden unter der Woche statt, dann der Totopokal mit Fahrten quer durch Bayern. Der TSV Kottern musste aus dem Allgäu in den Chiemgau nach Kirchanschöring, satte 520 km an einem Mittwochabend. Die Heimreise fiel dann etwas leichter, weil man gewonnen hatte. Ein Fan aber empfahl im Internet dem BFV-Präsidenten Rainer Koch, einmal eine solche Busfahrt mitzumachen, da er offensichtlich gar nicht wisse, was er den Amateuren da auflädt. Nun gut, die Runde ist gespielt, in Runde zwei gibt es nun wieder Regionaltöpfe, da sind die Entfernungen schon mal überschaubarer.

Quelle: Merkur.de

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