„Es macht keinen Spaß“

Tour de Ski: Schicho steigt aus

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Das war’s: Elisabeth Schicho hat die Tour de Ski beendet. Schon gestern war sie nicht mehr am Start. 

Elisabeth Schicho ist am Mittwoch aus der Tour de Ski ausgestiegen. Bei der Schlierseerin stimmt die Form nicht. Lucas Bögl aus Holzkirchen haderte hingegen mit dem Schnee.

Oberstdorf – Für die deutschen Langläufer bleibt die Tour de Ski eine zähe Angelegenheit. Einziger Lichtblick beim Heimspiel am Mittwoch in Oberstdorf war Katharina Hennig, die als Neunte im Massenstart über zehn Kilometer klassisch die Norm für die WM im Februar in Seefeld knackte. Elisabeth Schicho suchte man in der Ergebnisliste hingegen vergebens. Die Schlierseerin entschied sich nach dem enttäuschenden 57. Platz im Sprint an Neujahr, aus der Tour auszusteigen.

„Es macht erstens keinen Spaß im Weltcup zu laufen, wenn die Form nicht stimmt“, sagt die 27-Jährige. „Und zweitens hat es keinen Sinn, sich noch kaputter zu laufen.“ Übernächstes Wochenende im Sprint-Weltcup von Dresden will Schicho ausgeruht wieder angreifen. Den Sieg in Oberstdorf holte sich im Schlusssprint Ingvild Flugstad Östberg. Die Norwegerin übernimmt damit auch die Führung in der Gesamtwertung der Tour.

Davon sind die deutschen Männer weit entfernt. Auf der vierten Etappe half auch die lautstarke Unterstützung der heimischen Fans nichts. Im 15 Kilometer Massenstartrennen war Sebastian Eisenlauer als 31. bester Deutscher. Groß war die Enttäuschung vor allem bei Lucas Bögl aus Holzkirchen, denn vor der Tour hatte er sich hier die größten Chancen auf eine vordere Platzierung ausgerechnet. Aus drei Gründen: Distanzrennen, Heimspiel und das im klassischen Stil. Am Ende wurde es bei dichtem Schneetreiben nur der 52. Platz. „Ja, das war heute ein schei... äh… komisches Rennen“, sagt Bögl. „Die Wetterbedingungen waren extrem schwierig. Mal mehr, mal weniger Schneefall, und das ist gerade im klassischen Stil dann sehr schwer. Auch das Material war nicht optimal, aber da hatten es die Techniker auch nicht leicht bei dem Wetter.“

Den Kopf in den Schnee stecken ist aber keine Option für Bögl, denn schon am Donnerstag geht es ab 13 Uhr mit der fünften Etappe weiter. Wieder in Oberstdorf, wieder über 15 Kilometer, diesmal in der Verfolgung und im freien Stil. „Ich fühle mich nicht schlecht und das will ich zeigen“, sagt Bögl kämpferisch. Der Sieg ging auch hier nach Norwegen: Emil Iversen setzte sich im Schlussspurt gegen den Italiener Francesco de Fabiani und den Russen Sergei Ustjugow durch. Die Gesamtwertung führt weiter Iversens Teamkollege Johannes Klaebo an. 

Quelle: Merkur.de

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