Elisabeth Schicho und Lucas Bögl mit durchwachsenem Start

Tour de Ski: Samstag schwach, Sonntag besser

+
Die muskulären Probleme in den Beinen machten sich bei Lucas Bögl am Samstag wieder bemerkbar.

Es war ein holpriger Start für Elisabeth Schicho und Lucas Bögl bei der ersten Etappe der Tour de Ski. An Neujahr geht es für die beiden Skilangläufer bereits weiter.

Toblach – „Durchwachsen“, so fasst Lucas Bögl seinen Start in die Tour de Ski nach der ersten Station in Toblach (Italien) zusammen. Im Sprint am Samstag scheiterte der Holzkirchner, wie die übrigen DSV-Männer, bereits in der Qualifikation. Als 92. war er weit weg vom Einzug in die nächste Runde. Dafür hätte er in die Top 30 laufen müssen. „Das ist einfach nicht meine Strecke“, sagt Bögl. „Zu kurz und zu flach. Ich hab’ auch nix erwartet, aber am Ende ist man trotzdem enttäuscht, wenn man gleich rausfliegt.“ Sprint-Sieger wurde Top-Favorit Johannes Klæbo aus Norwegen.

Am Sonntag dann, im 15-Kilometer-Rennen in der freien Technik, wollte Bögl ein erstes Ausrufezeichen setzen. „Ich bin richtig gut ins Rennen reingekommen. In der letzten Runde hatte ich dann wieder diese muskulären Probleme in den Beinen“, sodass der 28-jährige am Ende auf dem 31. Rang landete. „Es geht auf jeden Fall in die richtige Richtung. Das Rennen war sehr eng. Wäre ich 30 Sekunden schneller gewesen, hätte ich sogar an den Top Ten gekratzt“, sagt Bögl kämpferisch. Geschafft hat das sein Teamkollege Florian Notz, der als Neunter prominente Namen wie Martin Johnsrud Sundby, Dario Cologna und Klæbo hinter sich ließ. Den Sieg sicherte sich der Russe Sergey Ustiugov. Sein Landsmann Alexander Bolshunov übernahm mit dem dritten Platz die Führung in der Gesamtwertung der Tour.

Etwas ratlos war Elisabeth Schicho nach dem ersten Sprint-Rennen am Samstag.

Auch die deutschen Frauen starteten am Samstag nur mäßig in die Tour. Mit Sandra Ringwald und Laura Gimmler landeten am Ende immerhin zwei in den Top 30. Auch Elisabeth Schicho aus Schliersee hatte sich im Sprint viel ausgerechnet. Umso größer war die Enttäuschung, nachdem für sie als 47. in der Quali Schluss war. „Mit dem Ergebnis bin ich hinten und vorne nicht zufrieden. Ich bin auch ein Stück weit ratlos, weil ich mich nicht schlecht gefühlt habe und auch eine gute Vorbereitung hatte.“ Ihre gute Laune hat sie deshalb nicht verloren und ergänzt mit einem Grinsen: „Aber gut, so ist es manchmal im Leben. Weiter geht’s sowieso.“

Und weiter ging es am Sonntag im 10-Kilometer-Freistil-Rennen, in dem Schicho am Ende 51. wurde. „Damit bin ich nicht unzufrieden. In den Distanzrennen rechne ich mir ohnehin nicht so viel aus. Mir fehlen 30 Sekunden zu Platz 30 und damit zu den Weltcup-Punkten. Das ist ok.“ Das erste Distanzrennen gewann auch bei den Frauen eine Russin. Die erst 23-jährige Natalja Neprjajewa feierte ihren ersten Sieg überhaupt und übernahm damit zugleich die Führung in der Tour-Wertung.

Direkt nach dem Wettkampf ging es für das DSV-Team schon weiter in die Schweiz nach Val Müstair. Dort wird am Montagabend im Mannschaftskreis mit voller Zurückhaltung Silvester gefeiert. Heißt: kein Sekt und vor Mitternacht ins Bett. Denn sowohl für die Damen als auch die Herren steht an Neujahr ab 9.30 Uhr wieder ein Sprint-Rennen auf dem Plan. Für Schicho die Chance, in ihrer eigentlichen Paradedisziplin den verkorksten Start von Toblach vergessen zu machen.

Ganz anders dagegen die Herangehensweise bei Bögl: „Für mich heißt es in Val Müstair nicht zu viel Zeit verlieren und Kräfte sparen. Vor allem für den Massenstart im klassischen Stil am Mittwoch in Oberstdorf.“

Quelle: Merkur.de

Auch interessant

Meistgelesen

TuS Oberding: Es ist vermutlich das älteste Turnier im Landkreis
TuS Oberding: Es ist vermutlich das älteste Turnier im Landkreis
Lelleck: „Wir haben gegen einen guten Gegner viel ausprobiert“
Lelleck: „Wir haben gegen einen guten Gegner viel ausprobiert“
A-Junioren der SG Ebersberg/Steinhöring gewinnen Kreismeisterschaft
A-Junioren der SG Ebersberg/Steinhöring gewinnen Kreismeisterschaft
Kalus & Hiry: „Wir haben tolle Typen im Team“
Kalus & Hiry: „Wir haben tolle Typen im Team“

Kommentare