Trauerspiel: Rosenheim droht der doppelte Abstieg

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Markus Einsiedlerist ein Überbleibsel aus besseren Sechziger-Zeiten.

TSV 1860 Rosenheim - Als Mitte Juli der TSV 1860 das Rosenheimer Lokalderby beim Sportbund 3:1 gewann, schien wenig darauf hinzudeuten, dass das bis Anfang Oktober der einzige Sieg des einst so stolzen Regionalligisten in der Bayernliga Süd bleiben sollte.

Genauso wenig schien man beim Sportbund diese Pleite als düsteres Vorzeichen einer neuerlich komplizierten Spielzeit zu deuten. Nun aber, da man sich am Sonntag (10.30 Uhr) zum Rückspiel wiedertrifft, geht es schon ums blanke Überleben. Für beide. Und das ist fatal.

Der erste Rückrundenspieltag war alles andere gewesen als ein kräftiger Rückenwind für das Derby. Dass 1860, das mit Lenz und Einsiedler gerade noch zwei Akteure aus glorreicheren Zeiten im Team hat, in Pullach verlieren würde, musste erwartet werden, dass aber der Sportbund dem Mitkonkurrenten Kötzting drei Zähler im Abstiegskampf überlassen würde, war auch für Sechzig suboptimal. Der Abstand auf einen Relegationsplatz ist auf vier Punkte angewachsen und von hinten drängt Hachings Reserve.

Während beim Sportbund Trainer Güttler die Probleme offen anspricht, übt man sich bei 1860 im Schönreden. Wer die Spielberichte in der Lokalpresse liest, muss den Eindruck gewinnen, diese junge Mannschaft stehe vor einer grandiosen Zukunft und nicht vor dem nächsten Abstieg. Was aber schon deshalb mit Skepsis zu genießen ist, da es ein derzeit verletzter Spieler ist, der seine leidgeprüften Kollegen via Presse mit Komplimenten überhäuft.

Vier Zähler liegt der Sportbund vor dem Lokalrivalen und kann seine Ausgangsposition mit einem Sieg am Mittwoch gegen Wolfratshausen noch verbessern. Aber auch dann wird das Derby statt eines Festes eher ein Trauerspiel an Allerseelen werden. Rosenheim droht ein doppelter Abstieg. Und statt zu kooperieren, muss man sich nun auch noch gegenseitig die Punkte nehmen. Ob dieser Konstellation steht ein Verlierer schon vor dem Anpfiff fest: Der Fußball in Rosenheim.

Dieser Artikel erschien auf der Amateursportseite im Münchner Merkur. Die Amateurfußballseite

erscheint jeden Mittwoch. Autor ist Reinhard Hübner, erreichbar unter komsport@t-online.de

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Quelle: fussball-vorort.de

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