Leichtathletik

Traum geht in Erfüllung

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Traumhafter Ausflug auf den Asphalt: Thea Heim gewann mit dem Team einer deutschen Versicherung die „J.P. Morgan Challenge“ in Frankfurt und hat sich damit für das We lt-Finale des Firmenlauf-Wettbewerbs qualifiziert.

Thea Heim hat bei ihrer Premiere die „J.P. Morgan Challenge“ in Frankfurt gewonnen. Beim größten Firmenlauf der Welt zeigte sich die Sachsenkamerin überlegen.

Frankfurt/Sachsenkam 64 000 Teilnehmer, 100 000 Zuschauer entlang der 5,6 Kilometer langen Strecke durch die Frankfurter City. Allein die reinen Fakten weisen zahlreiche Superlative auf, für die „JP Morgan Corporate Challenge“ steht, das größte Laufevent Europas und der größte Firmenlauf der Welt.. Und eine Sachsenkamerin drückte dieser Veranstaltung am Donnerstag ihren Stempel auf: Mit neuem Streckenrekord über die drei Meilen (5,6 km) siegte Thea Heim mit einer Zeit von 18.40 Minuten überlegen vor Anna Staroszik (19.15 min) und Anna Herzberger (19.16 min). Vorjahressiegerin Tinka Uphoff belegte mit 19.18 Minuten den vierten Platz.

Es war das schnellste Rennen in der 25-jährigen Geschichte des Laufs überhaupt, und Thea Heim drückte von Beginn an aufs Tempo, so dass ihre Konkurrentinnen es schwer hatten, ihr zu folgen. „Gleich zu Beginn ging es zwei Anstiege hinauf. Da hatte man schon Laktat in den Beinen. Als ich danach im Flachen noch mehr Tempo machte, konnte mir keine Frau mehr folgen“, berichtete die Sachsenkamerin. Die lange Zielgerade sei dann „Genuss pur“ gewesen. Bei ihrer ersten Teilnahme am größten Firmenlauf der Welt sicherte sich die 25-Jährige überlegen den Sieg und löste gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen Monika Fischer (20.12 min), Transalpin-Siegerin Sina Manishe (20.37 min) und Jacqueline Huynh (25.30 min) auch das Ticket für das Weltfinale der „JP Morgan Firmenlaufserie“, wo nur das Siegerteam antreten darf.

Offiziell wird das Teamergebnis erst in einer Woche bekannt gegeben, nach Prüfung des Ergebnisses. Voraussetzung zur Teilnahme ist nämlich, dass man mindestens 20 Stunden pro Woche und seit einem halben Jahr für die jeweilige Firma arbeitet, für die man startet. „Früher haben große Unternehmen immer Topläufer eingekauft, um die Sieger zu stellen. Das soll damit unterbunden werden, was auch fair ist“, erklärte Heim. Sie selbst arbeitet seit Oktober als Führungskräfte-Trainee 40 Stunden pro Woche bei der großen deutschen Versicherung.

„Dass Thea in diesem Jahr so stark läuft, obwohl sie im Berufsleben steht, ist eine extrem bewundernswerte Leistung“, sagte Trainer Norman Feiler. Die Disziplin, ihr Training morgens und abends durchzuziehen, „ist einfach gigantisch. Heute hat sie sich einmal mehr dafür belohnt.“

Weltweit gibt es 13 „JP Morgan CC Läufe“, mit London und Frankfurt zwei davon in Europa. Jeweils die Siegerteams qualifizieren sich für das Finale in 2019. Der Austragungsort wird erst Ende des Jahres bekannt gegeben – in Frage kommen New York, Singapur oder Sidney. „Ich bin auch in erster Linie für unser Team gelaufen. Es ist einfach toll, wenn man in einer Individualsportart den Teamgedanken einbringen kann. Die Party danach war dann gleich noch schöner“, freute sich Thea Heim.

Davor gab es aber noch die Siegerehrung, die vor der Alten Oper in der Frankfurter City stattfand. Kein Geringerer als Vize-Olympiasieger Frank Busemann ehrte die schnelle Blondine aus Oberbayern. „Es war einfach ein tolles Event und nächstes Jahr möchte ich gerne wieder laufen“, diktierte die 25-Jährige den anwesenden Journalisten in die Notizblöcke. Danach wurde dann ausgiebig mit weiteren 200 Läufern ihres Teams gefeiert, denn am nächsten Tag hatte sie Urlaub genommen. Heim: „Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Ab morgen liegt dann wieder der Fokus auf der Bahn.“

Quelle: Merkur.de

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