Erneut ohne Gegentor

Traum vom Hachinger Durchmarsch wird immer realistischer

Max Dombrowka (r.) setzte mit seinem Treffer zum 3:0 den Schlusspunkt. F: Kammerer

Der Durchmarsch von der Regionalliga in die zweite Liga könnte zur bayerischen Spezialität werden. In den vergangenen Jahren schafften dies die Würzburger Kickers und Jahn Regensburg. Jetzt entwickelt sich die SpVgg Unterhaching immer mehr zum Aufstiegskandidaten. 

Durch den sensationellen 3:0-Auswärtssieg in Magdeburg haben die Schützlinge von Trainer Claus Schromm ihre Erfolgsserie eindrucksvoll ausgebaut. Zuletzt gelangen fünf Siege ohne ein einziges Gegentor, vom Aufstiegsrelegations-Platz trennen die Hachinger nur noch zwei Punkte.

Da konnte sich Präsident Manfred Schwabl nach dem Schlusspfiff kaum mehr der Gratulanten erwehren. Doch der ehemalige Nationalspieler verbietet sofort alle Träumereien: „Von der zweiten Liga will ich nichts hören. Mich interessiert weiter nur die Entwicklung der Mannschaft, da gibt es eine ganz wichtige Botschaft. Sie haben in der zweiten Halbzeit den Vorsprung professionell verwaltet. In diesem Spiel waren die positiven Momente auf unserer Seite.“

Die 16?384 Zuschauer in Magdeburg staunten nicht schlecht über die Gäste, die von Beginn an beeindruckend souverän auftraten. Trainer Schromm hatte die Formation nach dem 1:0- Heimsieg gegen Münster nur auf einer Position verändert, für Porath rückte Thomas Hagn in die Anfangsformation. Der Rückkehrer vom VfB Stuttgart bedankte sich dann auch gleich mit dem Führungstreffer nach 100 Sekunden. Die Antwort der Magdeburger folgte prompt mit wütenden Angriffen, doch Hachings Torhüter Korbinian Müller raubte den Gastgebern mit tollen Paraden den Glauben an die Wende. Kurz vor der Pause setzte der wieder überragende Sascha Bigalke Torjäger Stephan Hain in Szene, der eiskalt das 2:0 für die Gäste erzielte (44.). Für Bigalke war es bereits der zwölfte Scorerpunkt, für Hain der zehnte Saisontreffer.

Auch im zweiten Abschnitt hatten die Gastgeber mehr Spielanteile, doch der Tabellenzweite wirkte verkrampft, einige Spieler waren in Gedanken offensichtlich schon beim Pokalknüller morgen Abend gegen Borussia Dortmund. Ganz anders, die vor Selbstvertrauen strotzenden Hachinger. In der 65. Minute machte Max Dombrowka mit einem satten Fernschuss zum 0:3 alles klar. Der Rest war dann nur noch ein Schaulaufen für die Schromm-Schützlinge, die im Stile einer Klassemannschaft den Magdeburgern ihre erste Heimniederlage zufügten.

„Wir genießen den Augenblick und die tolle Atmosphäre, aber am Freitag geht es bereits mit dem Heimspiel gegen Rostock weiter“, freute sich Schromm, der vom Präsidenten ein Sonderlob erhielt. „Es ist schon Klasse, was das Trainerteam und die Spieler in den letzten Wochen geleistet haben“, sagte der hochzufriedene Schwabl: „Jetzt müssen wir aber auf dem Boden bleiben und dürfen nicht abheben.“

Quelle: fussball-vorort.de

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