BCF trennt sich vor Krisenduell von Askin Ünlü

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Askin Ünlü spielt nicht mehr für den BCF Wolfratshausen.

BCF Wolfratshausen -Das Duell in der Bayernliga Süd zwischen dem Sportbund Rosenheim und dem BCF Wolfratshausen (19.30 Uhr, SB/DJK-Campus) ist ein Stelldichein zweier leidgeprüfter Teams. Für beide geht es darum, ihren Abwärtstrend zu stoppen.

Wenn du denkst, es geht nicht mehr ... – dann kommt beileibe nicht immer das berühmte Lichtlein von irgendwo her. Bisweilen verschlechtert sich die Situation sogar nochmals erheblich. Wieder einmal ist nämlich die Personalsituation das größte Problem des BCF vor dem heutigen Auftritt in Rosenheim. Die Ausfälle von Marco Höferth, Mitch Rödl und Lamine Guèye sind schon schlimm genug, aber nicht das Ende der Fahnenstange. Jetzt hat es den Angriff erwischt – jenen Mannschaftsteil des Ballclubs also, der zuletzt ohnehin faktisch nur auf der Papierform existent war. Dennoch wiegen die aktuellen Absenzen schwer: Basti Pummer wurde nach seiner Tätlichkeit im jüngsten Heimspiel gegen den SV Pullach vom Sportgericht mit einem einmonatigen Zwangsurlaub bedacht. Ein hartes Urteil angesichts der wechselseitigen Plänkelei mit SVP-Kicker Christoph Meißner. Auch Werner Schuhmann, gegen Pullach nach langer Durststrecke endlich wieder mit einem Treffer in Erscheinung getreten, wird fehlen. Nach einer Behandlung der Weisheitszähne stellte sich Fieber ein. Trainer Reiner Leitl hegt grobe Zweifel, ob „wir ihn bis zum Spiel hinbekommen“.

Allerdings scheint es Farchets heutigen Gastgebern nicht viel besser zu gehen. Abwärts ging es in den vergangenen Wochen mit dem Sportbund in der Tabelle. Drei Niederlagen am Stück hagelte es, zuletzt gab’s eine 2:2-Punkteteilung. Die allerdings gegen den TSV Rain, seines Zeichens Spitzenreiter der Bayernliga Süd. „Das könnte ihnen Aufwind geben“, mutmaßt Leitl. Doch egal: Für den BCF muss ein Ergebnis her, das zur Stärkung des Egos beiträgt – und im Hinblick auf die anstehenden Aufgaben für Entspannung sorgt. In den kommenden Wochen treffen die Farcheter nämlich auf drei der vier bestplatzierten Teams in der Liga. Man brauche die Lage nicht schönzureden, sagt der Coach: „Jetzt geht es ans Eingemachte.“ Noch ist die Situation angesichts des Nachholspiels gegen Schlusslicht SpVgg Unterhaching II zu verbessern. „Aber einen Dreier sollten wir schon machen“, meint der 54-Jährige. Wo – das ist klar: „Am einfachsten wäre es in Rosenheim.“ Leitl sieht die „Zeit für ein positives Ergebnis“ gekommen. Seine bittersüße Erkenntnis aus den vergangenen Wochen: „Die anderen sind auch nicht besser, machen aber ihre Chancen rein.“

Gelegenheit, sich in dieser Beziehung hervorzutun, wird Askin Ünlü in Wolfratshausen nicht mehr bekommen. Vergangene Woche trennte sich der Verein von dem 30-jährigen Mittelfeldspieler. Ünlü war erst im Sommer vom TSV Eching nach Farchet gekommen. Leitl wollte den Hintergrund der Kündigung nicht präzisieren, sprach aber von einem „Vorfall mit einem jungen Spieler“, bei dem der Verein habe handeln müssen.

BCF Wolfratshausen: Pradl – Motzkau, Kasperek, Misirlioglu, Rauch, Putzke, Potenza, Duswald, Müller, Hüttl, Cabraja; Kluge, Korkor, Roith, Catal

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Quelle: fussball-vorort.de

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