In der Fremde noch ohne Sieg

Trotz Tabellenführung: Auswärts läuft’s bei Pullach nicht

Richtig gejubelt wird beim SV Pullach bislang nur daheim. Auswärts hat die Schmöller-Elf noch kein Spiel gewonnen. (Foto: Leifer)

Spitzenreiter und zuhause in sieben Partien siebenmal siegreich: Die Fußballer des SV Pullach dürfen wirklich stolz sein, wie sie das erste Drittel der Saison als gejagter Titelverteidiger der Bayernliga Süd überstanden haben. Und doch hat die Bilanz einen dunklen Fleck: Auswärtssieg haben die Raben nämlich noch gar keinen gelandet. 

Vier Remis und eine Niederlage stehen vor dem heutigen Gastspiel beim SB Chiemgau Traunstein (19 Uhr) auf fremden Plätzen zu Buche. Damit ist der SVP in dieser Kategorie das drittschwächste Team der Liga. „Natürlich wollen wir endlich unseren ersten Auswärtssieg holen“, sagt Trainer Frank Schmöller, „aber da werden die Traunsteiner etwas dagegen haben.“

Auch die Statistik der Chiemgauer weist im übrigen interessante Aspekte aus: Nach stolzen sieben Punkten aus den ersten drei Partien verlor der Aufsteiger sieben der acht folgenden Spiele, zehn Tore sind die schlechteste Trefferquote der Konkurrenz. „Das sind die nackten Zahlen, aber Zahlen spielen nicht Fußball“, will sich Schmöller gar nicht auf das Argument einlassen, dass der Gegner wie geschaffen für Pullachs ersten Auswärtserfolg scheint.

Trotzdem geht er die Aufgabe positiv an: „Wir freuen uns auf einen neuen Gegner mit einer neuen Atmosphäre.“

Mit den jüngsten Nachlässigkeiten seines eigenen Teams will er sich im Moment zudem gar nicht befassen. Das dafür typische 5:3 gegen Wolfratshausen in Überzahl nach zwischenzeitlich vergeigter 3:0-Führung sei kein Thema mehr gewesen, erzählt er: „Ich habe diesmal sogar auf die Fehleranalyse verzichtet. Man kann das auch irgendwann totreden oder so lange prophezeien, bis es passiert.“ Obwohl mit Martin Bauer (Rotsperre) und Justin Gaigl (Grippe) gegenüber dem verrückten Isartal-Derby zwei Leute fehlen, gibt sich Schmöller auch in Sachen Personal gelassen. Hauptgrund hierfür ist wohl das Comeback von Daniel Leugner, der als Joker gegen Wolfratshausen traf, vor allem aber für defensive Stabilität und geordnetes Aufbauspiel garantiert.

Selbst wenn der 21-Jährige nach überstandener Gehirnerschütterung noch zu viel Trainingsrückstand für einen Startelfeinsatz haben sollte, freut sich Schmöller über seine Rückkehr: „Mit ihm sind wir viel flexibler.“ 

SV Pullach: Krasnic - Nsimba, Benede, Jobst, Penic, Reischl, Roth, Dinkelbach, Hutterer Zander, Dotzler

Quelle: fussball-vorort.de

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