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Daniel Bierofka zu Türkgücü München? „Mich schreckt nichts mehr ab“

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Daniel Bierofka ist nach Ende seiner Amtszeit beim FC Wacker ein möglicher Kandidat für Türkgücü München.
Daniel Bierofka ist nach Ende seiner Amtszeit beim FC Wacker ein möglicher Kandidat für Türkgücü München. © MIS

Für die Verantwortlichen von Türkgücü München stehen turbulente Zeiten ins Haus. Nach der Trennung von Peter Hyballa sucht der Klub beim strauchelnden Drittligisten einen Nachfolger.

München - Nach nur 64 Tagen im Amt ist das Abenteuer Türkgücü München* für Weltenbummler Peter Hyballa schon wieder Geschichte. Für Türgkücü steht damit in dieser Spielzeit, nach nur 16 Spieltagen, der zweite Trainerwechsel zu Buche. Als Gründe für das Eingreifen der sportlich Verantwortlichen bei Türkgücü können die wachsende Sieglos-Serie von aktuell vier Spielen und die sich zuspitzende Situation im Tabellenkeller der 3. Liga gewertet werden. Erschwerend für Peter Hyballa kommt das verfrühte Ausscheiden im Totopokal gegen Regionalligist TSV Aubstadt hinzu. Die erschreckende Realität: Durch die Trennung von Hyballa und Türkgücü München wird an der Heinrich-Wieland-Straße nach Serdar Dayat, Petr Ruman und Hyballa selbst bereits zum vierten mal in diesem Kalenderjahr ein neuer Trainer gesucht.

Doch wer könnte den Trainerposten nach Interimscoach Alper Kayabunar langfristig übernehmen? Die hohe Fluktuation auf dem Trainerstuhl bei Türkgücü könnte den einen oder anderen Trainer abschrecken, zudem stellt sich für die Verantwortlichen die Frage, welche Trainer zu diesem Zeitpunkt der Saison überhaupt zur Verfügung stehen und für den Posten geeignet sind.

Türkgücü München: Löwen-Legende Daniel Bierofka als Nachfolger?

Der wohl prominenteste mögliche Nachfolgekandidat für Peter Hyballa war vergangenen Samstag seit langem einmal wieder zu Gast im Grünwalder Stadion und verfolgte den 3:2-Sieg des TSV 1860 München über den MSV Duisburg. Die Rede ist von keinem geringeren als Ur-Löwe und Fan-Liebling Daniel Bierofka. Der 42-Jährige führte die Löwen 2018 aus der Regionalliga zurück in den Profibereich und sicherte im ersten Drittligajahr den Klassenerhalt. In seiner zweiten Saison trat Bierofka nach 14 Spieltagen und 17 Punkten zurück, auf ihn folgte Michael Köllner. Für Bierofka ging die Reise im Anschluss nach Österreich zu Wacker Innsbruck. Nachdem er in seinem ersten Jahr den Aufstieg in die Bundesliga nur knapp verpasst hat, endete seine Zeit beim FC Wacker nach einigen internen Turbulenzen im vergangenen Oktober.

„Nach allem, was ich schon erlebt habe, schreckt mich nichts mehr ab.“

Daniel Bierofka über die abschreckende Wirkung der hohen Fluktuation bei Türkgücü München.

Als Gesamtpaket betrachtet, bringt der Ex-Löwe mit dem Aufstieg aus der Regionalliga, gefolgt von 52 Spielen in der 3. Liga an der Seitenlinie, dem Klassenerhalt mit dem TSV 1860 München und seinem Engagement bei Wacker beste Voraussetzungen für ein erneutes Intermezzo im deutschen Profifußball mit. Nachgefragt auf eine mögliche Trainertätigkeit bei Türkgücü äußerte sich der Übungsleiter im Merkur-Interview verhalten, konnte jedoch nichts ausschließen. „Ich bin offen für alles, aber ich mache nur Dinge, von denen ich überzeugt bin“, erklärte der 42-Jährige. Angesprochen auf den hohen Trainerverschleiß bei Türkgücü München und ob der mögliche Anwärter auf den Trainerposten nicht abschrecke, versicherte Bierofka: „Nach allem, was ich schon erlebt habe, schreckt mich nichts mehr ab.“

Volkan Uluc - ein im Süden bisher unbekannter als möglicher Hyballa-Erbe

Ein weiterer Trainer der sich als Kandidat für Türkgücü entpuppen könnte, heißt Volkan Uluc. Der Name des 51-jährigen Übungsleiters wurde von „Gazete Futbol“ ins Spiel gebracht und ist den meisten Fans wohl noch kein Begriff. Uluc konnte sich bisher nur im Nordosten einen Namen machen. Dort trainierte er verschiedene Ober- und Regionalligisten. Seinen wohl bisher größten Erfolg feierte Uluc 2015 mit dem FC Carl Zeiss Jena im DFB-Pokal. Damals warfen die Thüringer den Hamburger SV, noch unter Regie von Bruno Labadia und Bundesligist, aus dem Wettbewerb. (Anton Deibele)

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