SV Eberfing ohne Chance

TSV Benediktbeuern-Bichl bleibt in der Kreisklasse – mit neuem Trainer

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Geschafft: Benedikt Veicht (li.) wird nach seinem 3:0 in Eberfing geherzt, Benediktbeuern bleibt in der Kreisklasse. 

55 bärenstarke Minuten und ein gefälliger Verwaltermodus im Anschluss reichten dem TSV Benediktbeuern zum Klassenerhalt. Die Loisachtaler ließen einem biederen SV Eberfing beim 3:0 nicht den Hauch einer Chance.

Eberfing – An lokaler Fußball-Prominenz mangelte es nicht. Benachbarte Teams der Rivalen fanden sich auf dem Eberfinger Sportplatz ein, um die Entscheidung auf Kreisebene hautnah mitzuverfolgen und den Gastgebern oder Benediktbeuern die Daumen zu drücken. Auch Willi Link hatte es sich auf einem Klappstuhl bequem gemacht; nicht unmittelbar neben TSV-Chef Rudi Thumann, aber keine fünf Meter weit entfernt. Link folgt als Trainer auf Thommy Gärner. Der tendiert nach 18 Jahren als Übungsleiter zu einer Pause, möchte die Prioritäten zugunsten von Tochter und Job neu ordnen.

Nach seinem letzten Spiel als Coach des TSV verspürte der 43-Jährige Erleichterung: „Ich bin froh, dass es vorbei ist.“ Eine extreme Adrenalinausschüttung ersparte ihm seine Mannschaft durch einen lange Zeit dominanten Auftritt. Die Beurer gewannen nahezu alle maßgeblichen Zweikämpfe in der Defensive, ließen Eberfings Torminator Martin Plonner zu keiner Zeit gewähren, hatten aber auch in der Offensive die gewichtigeren Trümpfe.

Richtig aufmerksam zugehört haben Gärners Kicker beim Dossier über Eckstöße. Andreas Poschenrieder wurde angewiesen, die Bälle ob Plonners Lufthoheit am kurzen Pfosten, in den hinteren Teil des Strafraums zu transportieren. Klappte zweimal bestens. Auch weil der Kapitän als Vorbild voranschritt. Die erste Hereingabe beförderte Benedikt Guggemos per Kopf aus zentraler Position in die Manschen. Den zweiten Eckstoß setzte der „Gugga“ im Nachstochern über die Linie. Eberfing reklamierte eine nicht näher definierte Behinderung, doch der Treffer zählte.

Zwei knapp verzogene Versuche von Franz Rest im Vorfeld sowie ein nicht legitimiertes Abseitstor von Albert Schandl waren Dokumente der Beurer Überlegenheit. „Das 3:0 war trotzdem wichtig“, zielte Gärner auf den schönsten Spielzug. Benedikt Veicht, kurz zuvor für Schandl eingewechselt, wurde per Steilpass in Szene gesetzt, verwandelte eiskalt per präzisem Flachschuss. „Da sind die Eberfinger Köpfe schon etwas nach unten gegangen“, beobachtete Gärner. Plonners Freistoß vor der Pause war die einzig gefährliche Aktion der Gastgeber. Doch war Keeper Sebastian Rieder auf dem Posten.

Rests Pfostenkracher gleich nach der Pause war der letzte Eintrag in die Chronologie der Hochkaräter. Sengende Hitze, der aussichtslose Spielstand, aber auch das Beurer Stehvermögen, jede Situation entschlossen zu bereinigen, verweigerten dem SVE das Momentum. Der Jubel mit dem Schlusspfiff ging eingedenk der langen Anlaufzeit ohne ganz großen Überschwang vonstatten. Nur beim applaudierenden Link war die Erleichterung etwas ausgeprägter. OLIVER RABUSER

SV Eberfing – TSV Benediktbeuern 0:3 (0:3)

Tore: 0:1, 0:2 (14.,18.) Guggemos, 0:3 (42.) Veicht, – Schiedsrichter: Benjamin Sölch (SV Wilting), – Zuschauer: 515

TSV Benediktbeuern: Rieder, Deiser, Ketterl, T.Pölt, Poschenrieder, Zeifel, S.Pölt, Guggemos, Teufel, Rest, Schandl – E/R: Kiefersauer, Veicht, Geiger.

Quelle: Merkur.de

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