Durchmarsch in Aussicht

Das Erfolgsgeheimnis des TSV Brunnthal

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Unvergesslicher Moment in der Geschichte des TSV Brunnthal: In der vergangenen Saison packte der Verein mit etlichen Eigengewächsen den Aufstieg in die Bezirksliga. Der Aufsteiger überwintert auf dem ersten Platz.

Spieler, die sich seit der F-Jugend kennen. Ein Torjäger, der 25 Buden in 17 Spielen macht und nicht wechseln will. Was wie eine Utopie klingt, ist das Erfolgsgeheimnis des TSV Brunnthal. 

  • Aufsteiger TSV Brunnthal führt die Tabelle der Bezirksliga Süd mit drei Punkten Vorsprung an
  • Die Mannschaft ist seit Jahren gewachsen, manche Kicker spielen seit der F-Jugend zusammen
  • Für Top-Torjäger Fabian Porr ist ein Vereinswechsel kein Thema

Es gibt Teams im Amateurfußball, bei dem Spieler schon lange vor dem ersten Barthaar zusammengespielt haben. Beim TSV Brunnthal kennen sich Jonas Betzler und Andreas Reinisch seit der F-Jugend. Goalgetter Fabian Porr kam in der E-Jugend zum Verein. Und wer bei Auswärtsspielen auf die Bank des TSV Brunnthal schaut, sieht dort mehr Spieler, als die Kaderliste hergibt. 

Teammanager Bertl Fürst lebt seit Jahren für den Verein. Er kennt die Probleme nicht, die die Verantwortlichen anderer Vereine an ihn herantragen: „Ich kann die Geschichten immer kaum glauben, wenn mir einer sagt, dass er Probleme hat, zwölf Spieler für ein Spiel zusammen zu bekommen. Wir brauchen keine neuen Spieler. Die müssten nur auf der Bank sitzen.“

„Fabi will mit seinen Freunden spielen“

Beim TSV Brunnthal kämpft Trainer Raphael Schwarz mit einem Luxusproblem: Die Trainingsbeteiligung liegt bei 80 Prozent. Alle wollen spielen. Oder zumindest dabei sein, wenn die Freunde um den nächsten Dreier kämpfen. Im Team stehen Spieler wie Fabian Porr, der trotz 25 Buden in 17 Spielen keinen Gedanken daran verschwendet, sein Talent in einer höheren Liga unter Beweis zu stellen. „Bei einem anderen Verein wäre er ein Fremdkörper. Fabi will mit seinen Freunden spielen. Das gibt er nicht für ein paar hundert Euro im Monat auf“, betont Teammanager Fürst. 

Nur zwei neue Spieler sind im Sommer dazu gekommen. Dennoch steht der Aufsteiger in der Winterpause auf dem ersten Platz der Bezirksliga Süd. Den Erfolg kann sich Bertl Fürst nur so erklären: „Es ist der Wahnsinn, was möglich ist, wenn ein Team über Jahre zusammenwachsen kann.“

Die Amateurfußballseite erscheint jeden Mittwoch. Autor dieser Ausgabe ist Christoph Seidl.

Quelle: Merkur.de

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