TSV Ebersberg

Volk und Münch erlösen Ebersberg

Sein Treffer brachte den 2:1-Heimsieg beim „Volksfestspiel“ gegen die Münchner aus Neuperlach und rettete den gemütlichen Wiesn-Nachmittag: Georg Münch. Fotos (3): stefan rossmann

Fußball-Bezirksligist TSV Ebersberg kann es also doch noch: Siegen! Allerdings war es Zitterpartie, bis die drei Punkte gegen Neuperlach eingetütet waren.

VON JULIAN BETZL

Ebersberg – Bei der letzten Spielaktion rutschte Pero Knezevic das Herz nochmal in die Hose: Emre Alan tauchte freistehend sechs Meter vor dem Ebersberger Kasten auf und drohte dem TSV-Trainer seinen ersehnten Einstandssieg doch noch zu entreißen. „Auch wenn in jedem Fall geplant war, dass wir alle gemeinsam aufs Volksfest gehen, wäre ich sofort nach Hause gegangen“, atmete Knezevic kurz nach Alans „Wolkenschuss“ erleichtert durch. „Da fällt mir jetzt schon ein sehr großer Stein vom Herzen.“

Vier Niederlagen musste Knezevic aus den ersten fünf Partien als Eber-Coach einstecken – so viele wie in seiner gesamten Abschiedsrunde in Schwaig. „Wenn du dann auch noch viermal 1:0 führst, fängst du natürlich an zu überlegen.“ Und diesmal fing er überdies erstmals bei einer Pausenansprache lautstark an zu poltern.

Nach einer famosen Fußabwehr von SVN-Goalie Lukas Hohenberger gegen den eingesprungenen Simon Eglseder (2.) ließen sich die Platzherren vom langatmigen Ballgeschiebe der Münchner regelrecht sedieren. Den besten Gästeangriff lenkte Manuel Mayer unglücklich wie passend zum 0:1 ins eigene Tor ab.

Offensiv konnten lethargische Eber nichts mehr gestalten – bis Maxi Volk ansatzlos am rechten Strafraumeck ein Tor des Monats aus dem rechten Fußgelenk in den langen Torwinkel zauberte. Vor einer amtlichen Standpauke konnte Volk sein Team damit aber nicht bewahren. „Das war bis jetzt unsere schlechteste Halbzeit“, war sich TSV-Kapitän Michael Steppan mit seinem Coach einig. „Wir haben viel zu viel angeboten und keinen Zugriff gekriegt. Natürlich kam uns aber das Tor vor der Pause entgegen. Daraufhin haben wir uns eingeschworen und in der zweiten Halbzeit mächtig was weggeackert.“

Konrad Voglsingers langer Schritt bewahrte die Kreisstädter vor dem erneuten Rückstand (50.) und läutete ein konsequentes, spritziges Offensivpressing seines Teams ein, das besonders von Georg Münchs Einwechslung profitierte. Der Offensivroutinier leitete per Chip erst eine vielversprechende Doppelchance ein (65.), ehe er das Leder selbst mit einer schieren Willensleistung nach einer Ecke und im zweiten Versuch zum 2:1-Siegtreffer einschlagen ließ. Auf der Gegenseite musste Ebersbergs Torhüter Florian Keinholz noch einen wuchtigen Freistoß parieren (77.), bevor er Alans „Wolkenschuss“ nachschauen und zum finalen Jubellauf ansetzen konnte.

„Wir haben zwar aus Angst, etwas zu verlieren, nach dem 2:1 wieder kurz aufgehört zu spielen, aber letztlich verdient und mit mehr Dynamik gewonnen“, fand Knezevic. Für seinen Stellvertreter auf dem Feld war das Gefühl des Sieges nach der langen Wartezeit noch „ungewohnt“. Aber, so Michael Steppan grinsend, „natürlich auch richtig geil“.

Quelle: Merkur.de

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