Kein Momentum, keine Punkte

TSV Ebersberg nach Spiel gegen SV Reichertsheim immer noch ohne Punkte

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TSV Ebersberg verliert gegen den SV Reichertsheim in der Bezirksliga.

Gegen Reichertsheim hatte die Negativserie des TSV Ebersberg im April begonnen, die sich nun drei Monate später bei eben diesem SVR fortsetzte. 

Nach der 2:4-Auswärtsniederlage warten die Eber saisonübergreifend seit acht Pflichtspielen auf einen Punktgewinn. Der Verlauf der Partie wies dabei auffällige Parallelen zum 1:2-Saisonstart gegen Waldkraiburg auf: Frühe Führung, spielbestimmend, selbstverschuldeter Ausgleich und ein später Knockout.

„Es ist ein bisschen wie verflucht“, meinte TSV-Trainer Pero Knezevic, „aber in einer Erfolgsserie bringen wir das Spiel zum Sieg. So aber bringen wir uns wieder selbst um den Verdienst.“

Letzteren hatte eine schnelle Kombination über Dominik Schneider und Mathias Lechner auf den Weg gebracht, dessen Flankenball von Simon Eglseder zum Führungstreffer eingenickt wurde. „Wir haben 20 Minuten lang super losgelegt“, lobte Knezevic. Dann misslang Innenverteidiger Konrad Voglsinger ein Rückpass auf Torwart Michael Pohn, der zu einem Handspiel im eigenen Sechzehners gezwungen wurde. Der indirekte Freistoß zappelte anschließend im Nachschuss im Netz.

Spielerisch präsentierten sich die Kreisstädter unbeeindruckt, weiterhin dominant und hatten durch Kapitän Michael Steppan den nächsten Torschrei kurz vor dem Pausentee bereits auf den Lippen. Zudem gellte ein kollektiver Ebersberger Schrei nach einem Strafstoßpfiff über das Sportgelände, als ein Voglsinger-Freistoß vermeintlich mit einem Handspiel abgewehrt worden war (41.).

„Tja, einen Spielplan zu haben ist die eine Seite, Momentum und Spielglück die andere“, war sich Knezevic sicher: „Fällt das 2:1 für uns oder bekommen wir den Elfer, geht das Spiel für uns aus.“

So aber wurden die Platzherren nach dem Seitenwechsel mutiger und profitierten beim 2:1 schließlich abermals von einem Abstimmungsfehler der Gästeabwehr, diesmal nach einem Schiedsrichter-Ball. Bakary Touray versuchte sich im Gegenzug zwar an einer Kopie von Maradonas „Hand-Gottes-Tor“, aber insgesamt vermisste Knezevic in dieser Phase „neben unseren sehr jungen, einen abgebrühten Stürmer, der den Ball mal vorne festmachen kann“.

In den Schlussminuten wurde es turbulent. Reichertsheim traf zum 3:1, Christopher Lechner verkürzte per Kopf, ehe Mathias Lechner das mögliche 3:3 etwas zu lange hinauszögerte. Mit der letzten Aktion der Partie hübschte der SVR seinen Heimdreier auf.

Ebersbergs Trainer setzt in der anstehenden englischen Woche ebenfalls voll auf die Heimspiel-Karte: „In beiden Spielen waren wir nicht die schlechtere Mannschaft. Ich sehe das nicht schwarz und dramatisch, die Ergebnisse sind das einzig Bittere. Holen wir vier Punkte aus den zwei Heimspielen, sind wir wieder im Soll.“ 

Quelle: Merkur.de

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