Oberbayrische Hallenmeisterschaft der Junioren

TSV Ebersberg zu aufgeregt für die große Fußball-Bühne

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Ebersberger Erfahrungssammler (hi., v.l.): Avni Laha, Arber Shabani, Andreas Linner, Diego Sigmund, Leon Laha, Laurent Schachner, Benet Shabani, Isuf Shabani; (vo.) Florian Hierl, Maxi Hellmich, Carlos Schmelzer, Farshid Rahmani und Kilian Seiss. 

Die U11-Junioren des TSV Ebersberg nehmen wichtige Erfahrungswerte von der oberbayerischen Hallenmeisterschaft mit und sorgen für eine kleine Überraschung.

Sie haben schon oft gegen große Namen, bekannte Trikots und sogar im Ausland gekickt. Man dürfe, das betont Ebersbergs Jugendtrainer Isuf Shabani immer wieder, aber ein entscheidendes Detail nicht vergessen: „Es sind immer noch Kinder.“

Diesen Fakt habe er sich bei den oberbayerischen Hallenmeisterschaften der U11-Junioren in der Futsal-Variante auch selbst des Öfteren vergegenwärtigen müssen, sagt Shabani nach dem Turnier in Ismaning. „Die Jungs können so viel mehr, aber sie waren anfangs sehr aufgeregt und hatten zittrige Knie. Das war zu erwarten.“

Da steht der TSV-Trainer mit seinem Assistenten Avni Laha also in seiner Auswechselzone hinter dem Tor in der Ismaninger Osterfeldhalle und beobachtet, wie sein Team dem SV Wacker Burghausen im Auftaktspiel fast auf Augenhöhe begegnet, allerdings bei vier eigenen Großchancen Nerven zeigt und sich nach zehn Minuten Spielzeit unglücklich 0:1 geschlagen geben muss. Im Nachhinein wissen alle Beteiligten: Ein Sieg in dieser Partie – und der TSV Ebersberg hätte sich unter die besten Vier dieses hochkarätigen Turniers gespielt.

Der erste Anflug von Enttäuschung verstärkt sich im gesamten Mannschaftskreis, nachdem der spätere Turniersieger FC Ingolstadt 04 deutlich flüssigeren Futsal gezeigt und den Ebern eine 3:0-Lektion erteilt hat. „Ingolstadt war wirklich stark vertreten“, meint Shabani und verdeutlicht: „Das Turnier war insgesamt eine große psychische Aufgabe für die Kinder.“

In den ersten beiden Spielen wäre spielerisch und punktemäßig unter normalen Bedingungen mehr drin gewesen, ist er sich sicher. Wie aber die Verunsicherung ablegen? „Ich habe alle in der Kabine versammelt und die Kids aufgefordert, alles rauszulassen, was ihnen gerade nicht gefällt“, erklärt Shabani seine Interventionsmaßnahme. „Da haben viele gesprochen, es kam vieles raus. Und danach haben sich die Jungs gefangen und die letzten beiden Spiele ganz befreit gespielt.“

Der Gesprächstherapie folgen zwar erneut etliche verpasste Torchancen gegen Turnierausrichter FC Ismaning, aber auch der erste Punktgewinn, ein torloses Unentschieden. Das große Erfolgserlebnis holen sich die Ebersberger im letzten Gruppenspiel gegen den SC Fürstenfeldbruck ab, der bis dahin punktverlustfrei durch die Veranstaltung marschiert war. Kilian Seiss und Andreas Linner lassen mit ihren Treffern zum 2:1-Sieg den mitgereisten TSV-Anhang jubeln und die Halle über den kleinen Überraschungscoup staunen.

Da, abgesehen von den Halbfinals und den beiden Finalspielen (Ingolstadt sicherte sich den Titel durch ein 6:5 nach Neunmeterschießen gegen den TSV 1860 Rosenheim), keine Platzierungsspiele ausgetragen werden, verabschieden sich die Kreisstädter mit einem Sieg. „Ein schönes Turnier, bei dem die Kinder viel gelernt haben“, freuen sich die TSV-Betreuer Isuf Shabani und Avni Laha auch über die kleinen Trophäen für jeden U11-Kicker, einen neuen Spielball sowie neue Kontakte und Testspielverabredungen für die Trainer. Der Ebersberger Nachwuchs kennt die überregionale Fußballbühne und deren Protagonisten nun wieder ein Stückchen besser.

Quelle: Merkur.de

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