Neues Gesicht auch im Trainerteam 

TSV Eching: Wechsel an der Vereinsspitze 

Wartet auf den Startschuss: Michael Schütz steht seit Frühjahr 2020 als Nachfolger von Trainer Gerhard Lösch parat. Aktuell bastelt er am Kader für die neue Saison.
+
Wartet auf den Startschuss: Michael Schütz steht seit Frühjahr 2020 als Nachfolger von Trainer Gerhard Lösch parat. Aktuell bastelt er am Kader für die neue Saison.

In Eching kommt es zum Umschwung, Rudolf Hauke tritt nach fünf Jahren als Vorsitzender zurück. Die Fußballer des TSV Eching hoffen weiter auf den Landesliga-Aufstieg. 

Eching – Sportliche Spitzenleistungen, ein Trainerabgang und ein renommierter Nachfolger. Die Pandemie, der Verlust von fünf Schlüsselspielern und dazu die Frage: Aufstieg oder weiter Bezirksliga-Fußball? Der TSV Eching hat in der Saison 2019/21 mehr erlebt als andere Vereine. Und seit dieser Woche ist klar: Der Club wird bald einen neuen Vorsitzenden haben. Manfred Oster soll auf Rudolf Hauke folgen, der nach bald fünf Jahren im Amt nicht mehr kandidiert. „Dem Verein geht es gut. Jetzt bereiten wir alles für einen sauberen Übergang vor“, betont Hauke. Er ist von seinem potenziellen Nachfolger überzeugt: „Der Verein ist in guten Händen.“

Oster will Haukes Arbeit fortführen: „Verein ist mir ans Herz gewachsen“ 

Oster stellte sich auf einer Info-Veranstaltung online vor. Für den 10. Juni ist die Mitgliederversammlung geplant – dann soll er offiziell in das Amt eintreten. Der 45-Jährige kennt den Club: Als Kleinfeldkoordinator der Jugendabteilung ist er seit 2019 in die Vereinsführung involviert. Nun möchte er auf Haukes Arbeit aufbauen und den Weg fortsetzen, vorrangig mit eigenem Nachwuchs sportliche Erfolge zu erreichen. „Manni kann führen. Und sollte er Fragen haben, stehe ich natürlich beratend zur Verfügung. Aber nur dann“, meint Hauke.

Das Fazit des Wahl-Echingers: „Ich kam vor fast fünf Jahren völlig von außen zum TSV. Der Verein hatte Restschulden, auch sportlich hat es nicht so geklappt.“ Und weiter: „Wir haben einige Projekte auf den Weg gebracht. Die Finanzen sind saniert, die Sanierung des Sportheims läuft. Der Verein ist mir ans Herz gewachsen und steht gut da.“

Noch vor der Mitgliederversammlung im Juni entscheidet sich, in welcher Liga die Erste Mannschaft der Echinger Fußballer in der kommenden Saison antreten wird. Die Zebras holten in der Bezirksliga Nord die meisten Punkte, im Schnitt aber weniger Zähler pro Partie als der Verfolger Schwaig. Wertet der Bayerische Fußball-Verband (BFV) die Saison analog zum Votum der bayerischen Vereine nach Paragraf 93, schaut der TSV in die Röhre.

TSV Eching stimmt für Variante Nummer 2

Auf Druck mehrerer Vereine lässt der Verband seine Clubs abstimmen: Die können wählen, dass die Teams auf den direkten Aufstiegsplätzen auf- und die auf den direkten Abstiegsplätzen absteigen. Oder eine zweite Variante, dass es keine Absteiger gibt, dafür jedoch auch die Teams auf den Relegationsplätzen aufsteigen. „Wir werden natürlich für die zweite Möglichkeit stimmen. Wenn es die Chance gibt, über den Weg aufzusteigen, dann muss man sie wahrnehmen“, sagt Hauke.

Michael Schütz hätte freilich nichts dagegen. Der 50-Jährige übernimmt zur neuen Saison das Traineramt von Gerhard Lösch. Als Schütz im Frühjahr 2020 dem TSV zusagte, dachte er, er würde im Sommer starten. Mittlerweile wartet der ehemalige Coach des SE Freising und VfB Hallbergmoos schon mehr als ein Jahr auf den Startschuss. Seiner Kernaufgabe ist er bisher noch nicht nachgegangen – dafür ist er bereits in die Kaderplanung der Zebras eingebunden. Eine etwas vertrackte Aufgabe. „Spieler von einem Wechsel zu überzeugen, ist schwieriger als vor der Pandemie. Viele möchten nach der langen Pause erst einmal bei ihrem aktuellen Verein bleiben“, erklärt Schütz.

Mit fünf Spielern sind sich die Zebras einig – es müssen aber noch Details mit den abgebenden Vereinen abgeklärt werden. „Es ist noch zu früh, um Namen zu nennen. Erst, wenn alles sicher ist, werden wir die Wechsel bekanntgeben“, sagt der scheidende Vorsitzende Rudolf Hauke. Neuzugänge hat der TSV Eching dringend nötig, denn Kapitän Thomas Niggl, Philipp Schuler, Maxi Ceballos, Maximilian Völke sowie Ante Basic folgen Lösch zu dessen neuen Club, dem FSV Pfaffenhofen. „Das sind nicht irgendwelche Spieler, sondern absolute Leistungsträger. Das ist schon hardcore“, sagt Schütz.

Schütz glaubt eher an Bezirksliga-Verbleib

Als der Trainer dem TSV zusagte, standen die Chancen auf den Aufstieg in die Landesliga sehr gut. Das hat sich geändert. „Aktuell gehe ich davon aus, dass wir auch in der kommenden Saison in der Bezirksliga spielen werden“, sagt der neue Coach. Und weiter: „Wir haben trotz der Abgänge eine gute Mannschaft. Ich freue mich auf die Aufgabe.“ Er brennt darauf, endlich zu starten. Die sinkenden Inzidenzen machen Hoffnung. „Die U14-Teams dürfen wieder trainieren – natürlich unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln“, betont Hauke. „Und wir wären vorbereitet, auch die Seniorenmannschaften wieder auf die Plätze zu schicken.“

(MORITZ STALTER)

Quelle: Merkur.de

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare