Gedankenspiel Merkur CUP

Danny Langer: Penaltys bei Vereitelung einer klaren Torchance

Danny Langer: Penaltys bei Vereitelung einer klaren Torchance
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Danny Langer: Penaltys bei Vereitelung einer klaren Torchance

Danny Langer, Trainer der U11 des TSV Eching stellt sich dem Gedankenspiel Merkur CUP. Der E-Jugend Coach erklärt wie er mit der fiktiven Spielszene umgehen würde.

Eching - Man stelle sich folgende Szene vor: Es läuft das Halbfinale im Merkur CUP-Kreisfinale, die letzte Spielminute bricht an. Die E-Jugend desTSV Eching liegt mit 0:1 hinten, mobilisiert aber die letzten Kräfte und startet noch einen Angriff auf das gegnerische Tor. Nach einem Doppelpass steuert der TSV-Mittelstürmer allein auf den Ausgleich zu – doch ein Verteidiger schafft es gerade noch, den Angreifer mit einem beherzten Griff an die Schulter auszubremsen. Fazit: Statt des möglichen Treffers zum 1:1 gibt’s nur einen Freistoß – und dazu mehr als 20 Meter von dem Kleinfeldtor entfernt. Und das in einer Partie, in der es um nicht weniger als den Einzug ins Bezirksfinale geht.

Der kunstvoll getretene Freistoß klatscht an den Pfosten

„Da interessiert eine Zeitstrafe oder Rote Karte auch keinen mehr“, sagt Danny Langer ,Trainer der Echinger U 11. Die geraubte hundertprozentige Torchance wiege viel schwerer. Denn natürlich klatscht der folgende, kunstvoll getretene Freistoß an den linken Pfosten – und Sekunden später beendet der Unparteiische die Partie. Riesenjubel auf der einen Seite, hingegen Tränen, Wut und Enttäuschung bei den Jung-Zebras. „So auszuscheiden, wäre natürlich hart und sehr bitter für die Kinder“, weiß Langer, für den das Überkochen der Emotionen in so einer Situation vorprogrammiert sei. „Das müsste man selber erstmal verarbeiten, bevor man dann die Jungs und Mädels wieder aufbauen kann.“

„Ich würde meine Mannschaft erstmal aus der Situation rausnehmen“

Um den sicherlich aufgebrachten Eltern und womöglich fallenden Beleidigungen auszuweichen, „würde ich meine Mannschaft erstmal aus der Situation rausnehmen und uns so vielleicht 20 bis 25 Meter von allen anderen distanzieren“, schlägt der TSV-Trainer zur Beruhigung der Lage vor. „Aber in der Theorie ist das leicht gesagt“, sagt Langer.

„Penaltys“ im Merkur CUP

Dass diese konstruierte, frei erfundene Spielszene so oder in ähnlicher Form kein Ausnahmefall ist, bestätigt der Coach mit einem Blick in Richtung bayerische Landeshauptstadt: „Im Münchner Raum geht es ganz anders zur Sache – selbst auf Turnieren“, berichtet Langer, während es im Kreis Freising vergleichsweise entspannt zuginge. „Ich kenne in der Region Freising auch keinen, der Härte, Grätschen oder gar Fouls trainieren lässt.“ Sollte es dennoch mal zu unsportlich ablaufen, helfe ein klärendes Gespräch mit dem gegnerischen Trainer.

Übrigens: Für die oben geschilderte Spielszene fände es Langer gut, wenn es analog zum Eishockey einen „Penalty“ gäbe. Wenigstens beim Merkur CUP.  

Quelle: Merkur.de

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