Fußball - Bezirksliga

TSV Eching muss Steinacher und Ceballos ersetzen – Niederstrasser kommt vom VfB Hallbergmoos

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Er wird dem TSV vorübergehend fehlen: Maxi Ceballos (r.), mit zehn Saisontoren Echings bester Goalgetter.

Wenn der TSV Eching Mitte März sein erstes Pflichtspiel nach der Winterpause bestreitet, muss Trainer Gerhard Lösch zwei Schlüsselpositionen anders besetzen. Vier Akteure, darunter der spielende Co-Trainer Daniel Steinacher und Topstürmer Maxi Ceballos, werden den Zebras komplett fehlen oder vorübergehend nicht zur Verfügung stehen. Drei Neue sollen die Lücke schließen.

Eching – Für die Viererkette kommen mit Christian Niederstrasser (VfB Hallbergmoos) und Marvin Frehe (pausierte zuletzt, davor war er unter anderem bei den SF Aying) zwei erfahrene Kicker. Niederstrasser (28) bezeichnet Coach Lösch als Glücksfall für Eching: Niederstrasser, der in der Innenverteidigung und rechts hinten spielen kann, bestritt in den vergangenen eineinhalb Jahren 29 Begegnungen für den Landesligisten Hallbergmoos. Davor sammelte er in Freilassing Bezirks- und Landesliga-Erfahrung. „Christian hat Bock auf eine Führungsrolle und weiß, was er zu tun hat. Er wird uns weiterbringen“, sagt Lösch.

Christian Niederstrasser (28): Der Ex-Hallberger soll in Eching eine Führungsrolle einnehmen.

Den anderen Neuzugang, Marvin Frehe, kennt der Zebras-Coach aus Aschheim. Der 30-Jährige trainiert die B-Juniorinnen des FC Bayern und trat daher bei seiner aktiven Karriere kürzer. „Auch wenn er nicht aktiv gespielt hat, bringt er die Qualität mit, um uns in der Innenverteidigung weiterzubringen – auch kurzfristig. In der Halle hat er sich sehr gut präsentiert“, betont Lösch. „Marvin und Christian sind auf jeden Fall Verstärkungen für die Defensive.“

Alexander Sigl ist ein Außenstürmer, der zuletzt für den TSV Waldkirchen (Landesliga Mitte) und davor für die Zweite Mannschaft des SV Heimstetten in der Bezirksliga und in der Kreisliga aufgelaufen war. „Ich kenne ihn aus den Duellen zwischen Aschheim und Heimstetten und war schon länger an ihm dran“, sagt Lösch über den 27-Jährigen. Sigl ist ein Kandidat für den Platz von Nico Häcker, der ins Ausland zieht. „Beide sind gleiche Spielertypen, Alexander ist daher ein Eins-zu-eins-Ersatz für Nico.“

Der einzige „echte“ Abgang ist Michael Niggl, den es zurück zu seinem ehemaligen Verein SC Grüne Heide Ismaning zieht. „Er hätte gerne mehr gespielt, ich konnte ihm nicht mehr Einsätze garantieren“, sagt Lösch. Michaels Bruder Thomas bleibt in Eching. Damit spielen die beiden Niggl-Zwillinge erstmals nicht beim gleichen Klub.

Alexander Sigl (27): Der Außenstürmer spielte zuletzt beim Landesligisten Waldkirchen.

Dass die Abgänge trotz der Qualität der neuen Spieler schmerzen, bestreitet Coach Lösch nicht. „Klar, gerade Daniel Steinacher als ehemaliger Regionalliga-Spieler und Maxi Ceballos, der uns in jeder Saison 15 Tore garantiert, werden uns extrem fehlen. Sie zu ersetzen, wird alles andere als einfach“, sagt Lösch, der das Team künftig ohne die Unterstützung Steinachers trainieren wird. Da seine Zebras allerdings mit 30 Punkten im gesicherten Tabellenmittelfeld liegen (zwölf Zähler Rückstand auf den Aufstiegs- und zehn Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsrelegationsrang), fällt es ihm nicht schwer, locker zu bleiben.

Umstimmen konnte oder wollte er die beiden deshalb nicht. „Daniel will sich erst einmal voll auf seinen Beruf konzentrieren und deshalb mit dem Spielen und Trainieren pausieren. Er hat seinen Pass zwar noch in Eching und stünde bei akuter Spielernot zur Verfügung, geplant ist ein Einsatz aber nicht“, sagt Lösch. Der gefährlichste Angreifer Maxi Ceballos (zehn Tore in 14 Einsätzen) fehlt vorübergehend – und das aus einem anderen Grund: „Maxi schließt seine Ausbildung ab, am 1. Mai tritt er seine Stelle an. Er hat mich schon vor einiger Zeit gefragt, ob er davor noch einmal für längere Zeit in seine Heimat Argentinien reisen kann“, so Lösch. Und weiter: „Natürlich darf er!“, sagt der Echinger Trainer und ergänzt mit einem Schmunzeln: „Hätte ich was Anderes gesagt, wäre er wahrscheinlich gar nicht mehr gekommen. So können wir im Endspurt wieder auf ihn bauen.“

Moritz Stalter

Quelle: Merkur.de

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