Wasserschlacht im Topspiel

Riesenjubel für Eintracht Karlsfeld nach Topspiel gegen den TuS Holzkirchen

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Das 1:0 für Karlsfeld: Torschütze Fitim Raqi (re.) freut sich, die bis dahin so starken Holzkirchner sind bedient. 

Das Landesliga-Topspiel zwischen Karlsfeld und Holzkirchen glich phasenweise einer Wasserschlacht wie das legendäre WM-Spiel zwischen Deutschland und Polen im Jahr 1974.

TSV E. Karlsfeld 2

TuS Holzkirchen 0

Der TSV Eintracht Karlsfeld hat seinen Landesliga-Startrekord auf vier Siege in Serie ausgebaut. Beim 2:0-Sieg gegen den TuS Holzkirchen ist die Eintracht jedoch an ihre Grenzen gestoßen, denn der Bayernliga-Absteiger spielte stark.

Die Karlsfelder gingen als einziger Südost-Landesligist in den vierten Spieltag, der seine ersten drei Spiele gewonnen hatte. Mit dem Landesliga-Absteiger aus Holzkirchen kam der erste Gradmesser auf die Elf des Trainerduos Jochen Jaschke und Sebastian Stangl zu. Die Gäste waren ebenfalls gut gestartet und gingen nach zwei Siegen und einem Remis mit nur zwei Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter aus Karlsfeld in die Partie.

Holzkirchen machte von Beginn an Ernst und hatte in der 14. Minute die erste Großchance: Stürmer Sean Erten spielte sich durch die Karlsfelder Abwehr, scheiterte aber an Torhüter Dominik Krüger. In der 25. Minute hatten die Gäste durch Christopher Korkor die nächste gute Möglichkeit, den ersten Treffer des Spiels zu erzielen. Karlsfeld stand unter Druck und zeigte dann, was passiert, wenn eine Mannschaft auf der Erfolgswelle surft: Martin Schön fing einen Pass der Gäste im Spielaufbau ab, rannte los und passte auf Fitim Raqi, der das 1:0 erzielte (29.).

Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt, Holzkirchen reagierte aber im Stil einer Klassemannschaft. Die Gäste spielten so weiter wie vor dem Gegentor und hatten in der 42. Minute die nächste Topchance, Dominik Krüger kratzte den Kopfball aber von der Linie. Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Holzkirchen drückte, Karlsfeld verteidigte und kam kaum zu Entlastungsangriffen. Die Eintracht hatte nur rund 30 Prozent Ballbesitz, hielt aber den knappen Vorsprung bis in die Schlussphase.

Und dann konterte Karlsfeld zum zweiten Mal eiskalt: Fabian Schäffer flankte von links auf Dominik Pöhlmann. Der stoppte den Ball und jagte ihn per Dropkick zum 2:0 ins Tor (82.). Der vierte Sieg im vierten Spiel war greifbar für das Heimteam, Holzkirchen gab sich aber noch nicht geschlagen. Eintracht-Torhüter Krüger musste noch einmal seine Klasse beweisen, danach war Schluss.

„Heute hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen, denn Holzkirchen hatte deutlich mehr Ballbesitz und ein Chancenplus. Wir haben aber mit zwei Ketten taktisch gut gearbeitet und waren vorne brutal effizient. Das zeichnet uns im Moment aus“, fasste Eintracht-Trainer Sebastian Stangl die Partie zusammen.  stm

Stenogramm

TSV Eintracht Karlsfeld:Dominik Krüger, Robert Zott, Dominik Pöhlmann, Fabian Schäffer, Fitim Raqi (60. Thomas Oswald), Andreas Lutschnikov, Markus Huber, Martin Schön (68. Philip Lorber), Andre Gasteiger, Kubilay Celik (77. Tim Duchale), Lukas Regman

TuS Holzkirchen:Benedikt Zeisel, Lars Doppler, Alexander Zetterer, Benedict Gulielmo, Christopher Korkor (80. Sebastian Hahn), Sean Erten, Daniel Höpfinger, Anton Bauer, Lukas Piendl (60. Anton Mook), Omer Grbic (71. Andreas Bauer), Burhan Bahadir

Schiedsrichter: Michael Krug

Zuschauer: 100

Tore: 1:0 (29.) – Fitim Raqi. 2:0 (81.) – Dominik Pöhlmann.

Quelle: Merkur.de

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