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TSV Emmering: Hans Weiß räumt Trainerstuhl - „Nachfolgersuche wird nicht leicht“

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Nach oben sollte es gehen. Daraus wurde nichts: Hans Weiß.
Nach oben sollte es gehen. Daraus wurde nichts: Hans Weiß. © sro

Trainer Hans Weiß und der TSV Emmering trennen sich. Der Verein befindet sich Niemandsland der Tabelle. Vize-Vorstand Sedlmeier sucht jetzt einen Coach, der genau passt.

Emmering – Nach zweieinhalb Jahren beenden Fußball-Kreisligist TSV Emmering und Trainer Hans Weiß ihre Zusammenarbeit. Beide Seiten betonen den offenen Dialog sowie das Einvernehmen, mit der das Vertragsverhältnis aufgelöst wurde. Die Trennung sei vereinsseitig das Ergebnis einer „intensiven Analyse der Abteilungsleitung um Andi Bauer und „Moses“ Riedl über die sportliche Situation“ gewesen, heißt es in einer Mitteilung des TSV.

Nachdem man zweimal knapp am Durchmarsch in die Bezirksliga gescheitert war, fuhren sich die Pfarrbach-Kicker in der aktuellen Spielzeit zunehmend im Niemandsland der Kreisliga fest. „Meine persönliche Analyse ergab, dass wir nach einem spielerisch etwas „holprigen“ Start unsere Defizite aus der Corona-Pause nach etwa sechs Spielen ausmerzen konnten und grundsätzlich in der Lage waren, taktisch und spielerisch gute Leistungen zu zeigen“, erklärte Hans Weiß schriftlich. „Individuelle Leistungsabfälle in wichtigen Mannschaftsteilen“ hätten jedoch eine bessere Punkteausbeute verhindert. „Im weiteren Verlauf (…) kam es laufend zu personellen Ausfällen aus verschiedensten (…) Gründen, was einerseits immer wieder zu größeren Verwerfungen in den Startformationen führte. Und zum anderen die Qualität des Trainingsbetriebs dramatisch verschlechterte“, begründet der 47-Jährige die Negativserie zum Ausklang der Hinrunde. So holte die TSV-Elf aus sechs Partien lediglich zwei Zähler und überwintert auf Rang neun. Emmerings Abteilungsleitung macht diese Serie „sportlicher Negativerlebnisse“ dafür mitverantwortlich, dass gerade gegen direkte Konkurrenten der erhoffte „Turnaround“ ausblieb. Nach diesem „extrem enttäuschenden Verlauf“ schreibt Weiß, „ist es für mich nachvollziehbar, dass sich innerhalb der Mannschaft (…) eine gewisse geistige Müdigkeit und fehlender Glaube gegenüber der Trainingsgestaltung, bzw. meiner taktischen Konzepte eingestellt hat“.

In ihren Statements drücken Weiß und der TSV die gegenseitige Wertschätzung aus und gelangen zur Erkenntnis, dass das Team zur Rückrunde eine andere Ansprache benötige. Dass er das Potenzial zuletzt nicht „vollständig heben konnte“ bedaure Weiß, nachdem die Mannschaft in seiner Amtszeit insgesamt „taktisch und spielerisch gereift“ sei.

Im Gespräch mit der Ebersberger Zeitung erklärte Vize-Vorstand Manuel Sedlmaier: „Die Nachfolgersuche wird in der Winterpause nicht leicht. Aber wir suchen jemanden, der zu uns passt, sich genauso wie der Hans bei uns einbringt und die Mannschaft mit neuen Impulsen zu alter Stärke zurückführt.“ (bj)

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