Vereine vor erstem Testspiel

Nach Testspielfreigabe: TSV Emmering und TSV Moosach mit Appell an Fans

Jürgen Werner (li.) und Manuel Sedlmaier haben mit ihren Vereinen am Wochenende die ersten Testspiele.

Zur Erleichterung vieler, vor alllem BFV-Chef Rainer Koch, wurden Testspiele freigegeben. Die Vereine werden in Kürze ein Hygienekonzept dazu bekommen.

Landkreis – Zwischen großer Enttäuschung und allgemeiner Erleichterung lagen nicht einmal 30 Stunden. Auf dem Social-Media-Account von BFV-Präsident Rainer Koch waren die Stimmungsschwankungen rund um die angekündigte Freigabe von Testspielen im Amateursport besonders gut nachvollziehbar. „Die heutige Nichtfreigabe von Freundschaftsspielen im Amateurfußball stößt bayernweit auf großes Unverständnis, zumal sie zumindest bislang von der Staatsregierung in der Sache in keiner Weise begründet worden ist. Ehrlich gesagt auch bei mir“, schrieb der Jurist aus Poing noch am Dienstagabend und kündigte an, „weiterhin intensiv“ bei der Staatsregierung vorzusprechen. Demnach habe er sich am Mittwochmorgen schriftlich an Sportminister Herrmann gewandt. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. „Vorbereitungsspiele im Amateurfußball sind in Bayern ab sofort erlaubt!“, triumphierte Koch am Mittwochabend.

Sedlmaier: Auch wenn es wehtut, bitte haltet euch an die Vorgaben und schaut das Spiel nicht an

Erfolgreiche Lobbyarbeit könnte meinen, wer die zugehörige BFV-Mitteilung liest. „Es hat ich gelohnt, dass wir im Sinne unserer Vereine noch einmal bei der Politik vorgesprochen und unsere Interessen klar zum Ausdruck gebracht haben. Wir sind sehr glücklich, dass ab sofort wieder Trainingsspiele möglich sind – wenn auch ohne Zuschauer. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt Richtung Wettkampfspielbetrieb in Bayern.“ Jetzt wird ein Hygienekonzept erarbeitet. Ob dieses Konzept schon steht, wenn Kreisligist TSV Emmering heute Abend (nun doch) planmäßig um 19 Uhr gegen den ATSV Kirchseeon seine neuen Flutlichtstrahler einweiht, wagt Pressesprecher Manuel Sedlmaier zu bezweifeln. „Auch wenn es wehtut, bitte ich alle, sich an die Vorgaben zu halten und sich das Freundschaftsspiel nicht anzuschauen.“ Den Appell an die Vernunft der treuen Anhänger kann Moosachs Abteilungsleiter Jürgen Werner genauso weiterleiten. Am Sonntag, 16 Uhr, will der A-Klassist gegen den FC Falke Markt Schwaben anstoßen. „Falls das Konzept vom Verband bis dahin veröffentlicht ist und die Vorgaben für mich praktisch nicht umsetzbar sein sollten, würde ich das Spiel aber rigoros absagen“, erklärt Werner. Neben der eher unwahrscheinlichen Ansammlung von Fußgängern abseits des Sportgeländes, treibt den Funktionär auch die Kabinensituation um. „Wir können die Teams bei uns auf vier Kabinen aufteilen und die Abstände einhalten. Im Training geht das ja auch.“ Ob die Falken nach dem Spiel alle, notfalls in Schichten, in den Moosacher Kabinen duschen dürfen, da würde sich Werner schon eine klare Vorgabe von Verbandsseite wünschen. Ansonsten sei die Sportanlage für den Infektionsschutz bestens gerüstet. (JULIAN BETZL)

Quelle: Merkur.de

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