Rosenheimer Sparkassenpokal

TSV Emmering verpasst knapp den Einzug ins Halbfinale

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Einst Teamkollegen, jetzt Gegner: der Ex-Emmeringer Yannick Kaiser (l., Kapitän Endorf) und Emmerings Kapitän Martin Breu.

Die Tagesform. Mehrfach hatte Christian Kramlinger auf dieses vermeintlich ausschlaggebende Erfolgskriterium im Vorfeld des Finalturniers um den Rosenheimer Sparkassenpokal hingewiesen. Und letztlich Recht behalten.

„Wir haben uns ordentlich verkauft, jedes Spiel mitbestimmt, hatten aber nicht den Spielfluss wie noch in der Zwischenrunde, und dann ist an so einem Tag auch nicht mehr drin“, lautete die Emmeringer Trainer-Analyse. Der Unterschied zwischen dem Ziel Halbfinale und dem Spiel um Platz fünf betrug in Emmerings Dreiergruppe in der Endabrechnung: ein einziges Tor. Tagesform in ihrer kleinstmöglichen Nuance.

„Dabei sind wir gut ins Turnier reingekommen“, so Kramlinger mit dem 2:2-Remis zum Auftakt gegen Ligakonkurrent TuS Raubling. Vor über 900 Fußballfans in der Gabor-Halle erzielte Emmerings Dominik Lohmaier den ersten Treffer des Tages. Raubling egalisierte. Simon Riedl brachte den TSV erneut in Front, und Christof Kirchlechner vergab die Chance auf die 3:1-Vorentscheidung.

Während Kramlinger hinterher diplomatisch davon sprach, „leider zweimal den Ausgleich nicht verhindert“ haben zu können, monierte Vorstandsmitglied Manuel Sedlmaier zwei unglückliche „Dreckstore“ für Raubling, die das folgende Aufeinandertreffen mit dem zweiten Ligakonkurrenten aus Ostermünchen in einen emotionalen Drahtseilakt verwandelten. Emmering durfte eigentlich nicht verlieren, der SVO wollte bei seinem ersten Auftritt keinesfalls patzen. Nach 13-minütigem Abtasten verhinderte Simon Riedl als letzter Mann mit einem Handspiel einen gegnerischen Konter – Zwei-Minuten-Strafe. „Hätte man auch nur Gelb geben können“, so Kramlingers Kommentar. Florian Schinzel nutzte die Überzahl seines Teams prompt mit dem folgenden Freistoß zum 1:0-Siegtreffer für Ostermünchen aus. Völlig ironiefrei meinte Kramlinger: „In einem klassischen 0:0-Spiel hat uns das glückliche Händchen gefehlt.“

Tagesform die Zweite. Mit nur einem Punkt und zwei Treffern war Emmering folglich auf Ostermünchener Schützenhilfe gegen Raubling angewiesen. Wieder wurde es aus Emmeringer Sicht knapp, wieder fehlte am Ende etwas (Ostermünchener) Abschlussglück. Die 1:2-Niederlage genügte Raubling bei Punktgleichheit und ausgeglichener Tordifferenz mit Emmering für das Halbfinal-Ticket. „Heute war für uns so ein Tag, an dem die Dinger nicht reingehen und die Tagesform den Leistungsunterschied ausgemacht hat“, so Sedlmaier. Da passten im Platzierungsspiel gegen Bezirksligist TSV Bad Endorf die „Verkettungen von Fehlern im Spielaufbau“ für Kramlinger ins Gesamtbild des Tages. Nach einem 0:3-Rückstand endete die Endrunde für den TSVE wie sie begonnen hatte: mit einem Tor von Dominik Lohmaier (13.) zum 1:3-Endstand.

Während man von außen beobachtete, wie der TSV 1860 Rosenheim in einem hitzigen Finale letztlich souverän seinen vierten Turniersieg in Serie gegen den SV Westerndorf feierte (3:0), zog Kramlinger eine insgesamt positive Winter-Bilanz: „In der Zwischenrunde hatten wir unsere beste Tagesform und konnten heute den Ausfall von Marinus Riedl nicht ganz kompensieren. Aber die Endrunde war unser Hauptziel, daher sind wir zufrieden.“ 

Endergebnis Sparkassenpokal: 1. TSV 1860 Rosenheim, 2. SV Westerndorf, 3. SV Ostermünchen, 4. TuS Raubling, 5. TSV Bad Endorf, 6. TSV Emmering.

Quelle: Merkur.de

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