Brand-Team hat den Anschluss an die Spitze verloren

TSV Gilching II nur noch schnödes Mittelmaß

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Eine durchwachsene Saison hat Trainer Robert Brand bislang mit seiner Mannschaft gespielt. 

Nur allzu gerne würde der TSV Gilching mit seiner zweiten Mannschaft in die Kreisliga aufsteigen. Aber auch in dieser Saison wird das wohl nichts mehr werden. Für die TSV-Reserve geht es nur noch um den Klassenerhalt.

Gilching – Im vergangenen Sommer fühlte sich Robert Brand noch wie ein vom Erfolg verwöhntes Glückskind. Dank einer starken Rückrunde durfte sich der Trainer der Gilchinger Reserve Hoffnungen auf den Aufstieg in die Kreisliga machen. „Du bist auf Wolke sieben“, sagte der Coach, der sich wie im siebten Himmel fühlte. Sechs Monate später befindet sich Brand mit seiner Fußballmannschaft wieder auf dem harten Boden der Tatsachen. In der Kreis-klasse 1 kommt die zweite Garnitur des Landesligisten momentan nicht über schnödes Mittelmaß hinaus. Mit 23 Punkten dümpeln die Gilchinger auf dem neunten Tabellenrang herum. Die Distanz zu den Aufstiegsplätzen beträgt nach 17 von 28 Spieltagen bereits 13 Zähler. Zur Abstiegszone hat der TSV sechs Punkte Sicherheitsabstand gelegt.

Die Ausrichtung für das Frühjahr ist klar. In den verbleibenden elf Partien möchte der Übungsleiter so schnell wie möglich die Basis legen für den Klassenerhalt, um mit den Planungen für die kommende Saison beginnen zu können. „Wir wollen die neuen Spieler aus der A-Jugend schon einbauen, damit sie wissen, was auf sie zukommt“, nennt Brand die Marschroute.

Der Trainer ist aus Schaden klug geworden. Bereits in diesem Jahr sollte der Nachwuchs im anvisierten Rennen um den Aufstieg eine tragende Rolle spielen. Zunächst schien dieses Vorhaben auch aufzugehen. Am zweiten und am fünften Spieltag residierte der TSV auf dem zweiten Platz der Rangliste. Auf den passablen Start folgte jedoch das böse Erwachen. Brand machte die Erfahrung, „dass die anderen Mannschaften auch Fußball spielen können“. Von Spieltag zu Spieltag kristallisierten sich immer mehr Rivalen heraus, die zumindest den Gilchingern Paroli bieten konnten. Nach der elften Runde erreichte der TSV mit Rang zehn erstmals seinen bisherigen Tiefpunkt in diesem Jahr.

Brand machte für diesen Absturz einen Fehler im System verantwortlich. „Eine Kreisliga-A-Jugend kann nicht komplett in der Kreisklasse mitmischen“, laute eine Lehre des Trainers, „das ist ein anderer Fußball.“ Die zweite Einsicht bezog sich auf die Aushilfskräfte, die Chef-Coach Wolfgang Krebs von der ersten Mannschaft in die Reserve beorderte. Von denen verfügten die wenigsten über die charakterlichen Eigenschaften, die Jonas Schmid zieren. „Bei ihm weiß ich, dass er spielen will“, lobt Brand den ehemaligen Inninger. Bei manch anderer Verstärkung von oben besaß er nicht immer diesen Eindruck.

Anfang September begannen die Probleme zu kulminieren. In den folgenden vier Wochen setzte es vier Niederlagen, denen nur ein Sieg und ein Unentschieden gegenüberstanden. Auf einmal drohte dem Team die Relegation um den Abstieg. „Das geht extrem schnell“, musste Brand feststellen. Das Leuchten sämtlicher Warnlichter führte zum dringend nötigen Umschwung. Drei Siege, drei Unentschieden und nur eine Niederlage beruhigten die Situation wieder.

Die Prognosen für den Rest der Saison sind gut. Da auch die Landesliga-Elf ihre zwischenzeitliche Krise überwunden hat, sollte der notwendige Burgfrieden herrschen, um möglichst schnell den Klassenerhalt in trockene Tücher zu bringen. Einen Platz auf Wolke sieben werden die Gilchinger aber erst in der kommenden Saison wieder ins Visier nehmen können.

Quelle: Merkur.de

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