„Das Projekt wäre sonst nicht denkbar gewesen“

TSV Gräfelfing freut sich über neue Holzbänke dank Spende

Sascha Lauterbach freut sich über den vierstelligen Spendenbetrag.

Der TSV Gräfelfing freut sich dank eines Spendenprojekts über neue Holzbänke für den Fußballplatz. Der Aufwand für die Spender soll so einfach und unbürokratisch wie möglich sein.

Gräfelfing – Die Mäzenin wollte nicht viel Aufhebens um ihre Person machen. Deshalb verriet auch Sascha Lauterbach ihren Namen nicht. Aber letztlich ist es für den Geschäftsführer des TSV Gräfeling nicht so wichtig, wer den Verein finanziell unterstützt. Entscheidend ist, dass sich Mitglieder und Gönner tatkräftig für die Belange der Sportler einsetzen. „Es war ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk“, sagt Lauterbach, der sich über einen hohen vierstelligen Spendenbetrag freut.

Im Frühjahr rief der TSV eine Crowdfunding-Aktion im Internet ins Leben. Die Sitzbänke rund um den Fußballplatz waren morsch geworden. Der Verein hätte das Geld zwar auch aus dem eigenen Etat abknapsen können, baute aber auf das Engagement seiner Mitglieder. Das ließ zunächst zu wünschen übrig. Nur ein einziger Euro wurde Anfang des Jahres auf das Konto eingezahlt. Dann berichtete der Münchner Merkur darüber, und die Geschichte kam so richtig ins Rollen.

Der Artikel traf den Nerv einer Frau, deren Kinder einst selbst für den TSV gekickt hatten. Sie hatte bei den Spielen immer auf den Holzbänken gesessen und ihren Buben zugeschaut. Dass die Sitzgelegenheiten nun zu verfallen drohten, passte nicht zu ihren positiven Erinnerungen. Also überwies sie den Betrag, der für die Renovierung anfiel. „Durch diese Anschubfinanzierung konnten wir das Projekt umsetzen, das sonst nicht denkbar gewesen wäre“, sagt Lauterbach.

Die Spende setzte eine Welle der Hilfsbereitschaft in Gang. Die Würmtal-Schreinerei von Helmut Reinnisch lieferte das Holz zum Selbstkostenpreis und schnitt es passend zu. Die Betonsockel der 14 Bänke wurden von der Malerei Joachim Beier in den Vereinsfarben Blau und Schwarz kostenlos gestrichen. Im Spätsommer wurde das Ganze von den Hausmeistern Andreas Eder, Rainer Pintaric und Daniel Kessler montiert. „Durch solche Spenden wird unser Haushalt entlastet“, nennt Lauterbach den Nebeneffekt der guten Tat.

Der Geschäftsführer ist deshalb darum bemüht, den Aufwand für die Wohltäter so einfach und unbürokratisch wie möglich zu gestalten. Gezahlt werden kann klassisch per Überweisung oder online über den Service „PayPal“. Selbstverständlich gibt es für jeden Betrag auch eine Quittung. „Jeder kann zu einem ganz bestimmten Projekt seinen persönlichen Beitrag leisten“, sagt Lauterbach und sieht auch die Eigenverantwortung der Mitglieder durch das Crowdfunding gestärkt, die selber Schwerpunkte setzen können. So haben sie es in ihrer Hand, zur Renovierung des Vereinsheims, der Anschaffung eines weiteren Kunstrasens oder der Modernisierung der Flutlichtanlage ihr Scherflein beizutragen. Details gibt es auf der Homepage des TSV unter www.tsv-graefelfing.de/spenden.

Quelle: Merkur.de

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