Corona bereitet vielen Sorgen 

TSV Gräfelfing - Corona: „Da muss Fußball vorbei sein“

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Macht sich Sorgen: Konstantin Schachtner, Trainer des TSV Gräfelfing.

TSV Gräfelfinger Coach Konstantin Schachtner hat Sorgen wegen Corona und versteht nicht, weshalb der BFV nicht handelt. Laut ihm sollte der Fußball abgesagt werden. 

Gräfelfing – Der Blick auf den Inzidenzwert in seiner Heimat treibt Konstantin Schachtner die Sorgenfalten auf die Stirn. „Da muss Fußball vorbei sein“, sagt der Trainer des TSV Gräfelfing angesichts einer Zahl von 239,5 für den Landkreis Rottal-Inn. Im Landkreis München (116,1) reicht der Wert noch nicht ganz an den in Niederbayern heran, doch der Coach fordert schon jetzt Konsequenzen, um die sich der Bayerische Fußball-Verband weiterhin drückt. „Ich bin für mich der Meinung, das Ganze gehört abgesagt“, stellt der Übungsleiter klar.

Das Kicken werde aus seiner Sicht zu riskant, wenn die Zahl der Infizierten weiterhin zunimmt. Da Schachtner über dieses Thema nicht allein entscheiden kann, sondern auch das Team und die Abteilungsleitung der Gräfelfinger involviert werden müssen, wird es noch ein wenig dauern, bis die Frage beim TSV restlos geklärt ist. „In dieser Woche ziehen wir es noch durch“, stellt der Trainer klar. Heißt: das Ligapokalspiel am heutigen Abend (19.30 Uhr) auf der Bezirkssportanlage Westpreußenstraße gegen den SV Akgüney Spor findet statt. Von der Möglichkeit, die Partie wegen des erhöhten Inzidenzwertes in der Landeshauptstadt und im Landkreis München abzusagen, hat keiner der beiden Kontrahenten Gebrauch gemacht. „Das braucht eine gewisse Vorlaufzeit“, sagt Schachtner, der von Ad-hoc-Entscheidungen wenig hält. Also kommen beide Rivalen nicht herum, eine Begegnung in einem Wettbewerb auszutragen, die sportlich vollkommen überflüssig ist, da sich ohnehin jede Mannschaft aus der Gruppe automatisch für die nächste Runde qualifiziert.

Stürmer Mitrov wohl erneut in der Startelf 

Immerhin kann Schachtner sein Team weiterhin auf Trab halten, was nach dem jüngsten Erfolg in der Meisterschaft gegen den SV München Laim nicht das Schlechteste ist. „Man darf sich nach einem Sieg nicht auf die faule Haut legen“, betont der Übungsleiter. Auch wenn der Trainer die Eindrücke vom Abschlusstraining am Dienstagabend noch abwarten wollte, spricht nichts dagegen, dass Sascha Polecki nach seinem Fingerbruch wie schon gegen Laim wieder den Gräfelfinger Kasten hütet. Etwas vorsichtiger muss der Coach mit Markus Kaintzyk umgehen, der am vergangenen Sonntag 90 Minuten durchackerte. Der reaktivierte Routinier benötigt unbedingt eine Pause, um wieder Kräfte für die kommenden Aufgaben zu sammeln. Gute Chancen auf einen erneuten Einsatz besitzt Deniel Mitrov. „Er ist unser einziger wirklicher Stürmer“, sagt Schachtner. Wohlwissend, dass es momentan ohne den zweifachen Torschützen aus dem Spiel gegen Laim in der Offensive nicht richtig funktioniert.

(Christian Heinrich)

Quelle: Merkur.de

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