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Wölfe verlassen die Abstiegszone: TSV Gräfelfing hat Klassenerhalt wieder in der eigenen Hand

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Von: Christian Heinrich

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Den Treffer zum 2:0-Endstand steuerte Fabian Zürn kurz vor der Halbzeitpause bei.
Den Treffer zum 2:0-Endstand steuerte Fabian Zürn kurz vor der Halbzeitpause bei. © Dagmar Rutt

Der TSV Gräfelfing gewinnt den Abstiegskracher gegen den SV Laim. Jetzt steigt der Showdown für die Polecki-Elf im Derby gegen den SV Planegg.

Gräfelfing – Die Nacht vor dem wichtigen Spiel hat Sascha Polecki schlecht geschlafen. Früh stand der Trainer des TSV Gräfelfing auf, weil er keine Ruhe mehr fand. Als die Partie gegen den SV Laim beendet war, hatte der Coach sein inneres Gleichgewicht wiedergefunden. „Es ist schon einiges von mir abgefallen“, gab er nach dem 2:0-Erfolg über den direkten Kontrahenten im Kampf um den Klassenerhalt zu.

Ein Blick auf die Tabelle der Kreisliga 2 genügt, um die Erleichterung des Übungsleiters nachzuvollziehen. Erstmals seit sieben Monaten präsentieren sich die Wölfe nicht in der Abstiegszone, sondern über dem Strich auf Platz zehn. Einen Spieltag vor dem Ende der Runde darf der TSV realistisch davon ausgehen, dass er die Liga halten kann. Jedenfalls hat er sein Schicksal beim finalen Showdown am kommenden Wochenende im Derby gegen den SV Planegg-Krailling selbst in der Hand. Diese Konstellation bezeichnete Polecki als „eine Sache von harter Arbeit und Glück“. Innerhalb von einem Jahr hat er aus seinem Team eine ernst zu nehmende Mannschaft geformt. „Es ist ein Wachstumsprozess, den wir durchlaufen haben“, konstatierte er rückblickend.

Wie weit der inzwischen gediehen ist, wurde deutlich, als die Wölfe am Samstag den 2:0-Halbzeitstand durch Andreas Gries und Fabian Zürn mit einer gewissen Souveränität über die Zeit brachten. „Stimmung und Einstellung haben gepasst“, lobte der Coach seine Kicker. Vor ein paar Wochen wäre diese Hürde vielleicht noch ein wenig zu hoch gewesen. Da verspielte das Team von der Hubert-Reißner-Straße in trauriger Regelmäßigkeit einen satten Vorsprung von zwei Toren. „Wir haben fast nichts zugelassen“, lobte der Trainer nun seine Elf für ihre Kompaktheit.

Allerdings hätte sich Polecki gerne noch ein drittes Tor gewünscht, allein um seine Nerven zu schonen. „Als Trainer darf man nie zufrieden ein“, sagte er. Schließlich weiß er, dass der Klassenerhalt noch nicht gesichert ist. Am letzten Spieltag kann noch einiges passieren, zumal die Konkurrenz teils vermeintlich machbarere Aufgaben vor der Brust hat als die Wölfe.  (hch)

TSV Gräfelfing – SV München Laim 2:0 (2:0)

TSV Gräfelfing: Kollo; Wehrig, Edelmann (C), Demme, Merkl, Preusse, Schullerus, Mitrov, Zürn, Wagner, Gries; Stubhan, Domesle, Bohn, Lechner, Addae

Tore: 1:0 Gries (3.), 2:0 Zürn (35.)

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